Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Vergleich: Neuer Toyota RAV4 im Kompakt-SUV-Test 2013

Die Aufsteiger

Fahrdynamik

Sein geringes Gewicht und die straffe Fahrwerksabstimmung verhelfen dem Skoda Yeti überdies zu quirligen Fahreigenschaften und stempeln ihn zum Sportler unter den fünf Testkandidaten. Sowohl im Handling-Test als auch im Slalom-Parcours setzt er die Referenzzeiten. Und das völlig unaufgeregt und sicher. Seine Lenkung bietet ein angenehm direktes Feedback und setzt Richtungswechsel willig und spontan um. Beinahe spielerisch lässt sich der Skoda um die Kurven zirkeln, und seine Bremsen sorgen im Notfall für eine wirksame Verzögerung.

Ausgerechnet in dieser sicherheitsrelevanten Disziplin muss der neu entwickelte Toyota RAV4 mächtig Federn lassen: Um aus Tempo 100 zum Stillstand zu kommen, benötigt er über 42 Meter – das ist zu viel. Im Vergleich mit dem Ford Kuga, dessen Stopper am kräftigsten zupacken, braucht der RAV4 fast acht Meter mehr, was einer Restgeschwindigkeit von über 30 km/h entspricht. Schuld an der Misere tragen sicherlich auch die Ganzjahresreifen, deren Entwicklern die Toyota-Strategen hauptsächlich eine hohe Laufleistung und einen geringen Rollwiderstand ins Lastenheft diktiert haben. Auch die Sicherheitsreserven bei Kurvenfahrt sind geringer als bei den Wettbewerbern. Zu früh, zu oft und zu rigoros muss die Fahrdynamikkontrolle eingreifen, soll der RAV4 auf Kurs bleiben. Fahrspaß kommt da kaum auf.

Der Kuga hingegen bremst nicht nur hervorragend, er erweist sich auch als ein ausgesprochen harmonisch abgestimmtes Auto, das sich bestens darauf versteht, Sicherheit und Fahrspaß in Einklang zu bringen. Die gefühlvolle Lenkung, der stabile Geradeauslauf und das jederzeit problemlose Handling des traktionsstarken Allradlers ergeben ein entspanntes Fahrgefühl. Etwas weniger lustvoll bewegt sich der Mazda CX-5 um die Kurven. Wie der Toyota neigt er sich spürbar stärker zur Seite als die Konkurrenten und offenbart nahe der Haftgrenze eine ausgeprägte Untersteuerneigung. Das ist zwar vollkommen harmlos, lässt den Mazda aber zugleich unhandlicher wirken, als er eigentlich ist. Auch er könnte griffigere Reifen vertragen, doch der Bremsweg von rund 36 Metern geht in Ordnung.

Noch eine Spur entschlossener verzögert der VW Tiguan. Dabei hilft ihm, wie auch dem Ford, sicherlich nicht nur die optionale 18-Zoll-Bereifung, sondern auch das Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern. In Sekundenbruchteilen errechnet das DCC-Fahrwerk die jeweils optimale Dämpferkraft und sorgt so nicht nur für ein Maximum an Komfort, sondern auch für höchste Fahrsicherheit und ein agiles Handling. Eine lobenswerte Erwähnung verdienen zudem der traktionsstarke Haldex-Allrad sowie die exakt dosierbare Bremse. Der für ihre Größen- und Gewichtsverhältnisse regelrecht stoische Geradeauslauf fördert überdies die Eignung von Tiguan und Kuga als Zugfahrzeug.

FahrdynamikMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDToyota RAV4 2.2 D-4D
Handling1505456535041
Slalom1005358434538
Lenkung1008284837775
Geradeauslauf504139414040
Bremsdosierung302017181615
Bremsweg kalt15091921039027
Bremsweg warm15093961068724
Traktion1008887868279
Fahrsicherheit150136138136132127
Wendekreis20101610108
Kapitelbewertung1000668683679629474
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Umwelt & Kosten

Ein weiterer Trumpf des Ford ist der fair kalkulierte Grundpreis, der je nach Modell um bis zu 1200 Euro unter dem des (kleineren) Vorgängers liegt. So verwundert es kaum, dass der stattliche Kuga (ohne serienmäßige Alu-Räder) im Kaufpreis nur vom bekannt preiswerten Skoda Yeti unterboten wird. Außerdem wiegen die relativ niedrigen Werkstattkosten seinen höheren Spritverbrauch teilweise wieder auf. Das günstigste Auto im Test bleibt aber dennoch der Skoda, der in Anschaffung und Wertverlust die Bestmarken setzt sowie mit günstigen Unterhaltskosten aufwartet. Das gilt auch für den VW Tiguan. Allerdings kostet er als BlueMotion Technology (30.350 Euro) beinahe genauso viel wie der Mazda CX-5, der jedoch bereits mit einer weitestgehend kompletten Serienausstattung punkten kann. Unter anderem zählt sogar eine für Fahrer und Beifahrer getrennt regelbare Klimaautomatik zum Standardumfang des CX-5.

Die hat zwar auch der Toyota RAV4 serienmaßig an Bord, der ebenfalls mit einer kurzen Sonderausstattungsliste glänzt. Jedoch fällt sein Grundpreis mit 31.850 Euro recht hoch aus, und die ausgesprochen ungünstigen Kasko-Klassen treffen seinen Eigentümer empfindlich: So frisst die in unserer Musterrechnung 1300 Euro teure Vollkasko-Versicherung den Verbrauchsvorteil des sparsamen D-4D schnell wieder auf – für seine Mitstreiter kostet der Kaskoschutz im Mittel nur die Hälfte.

Kosten / umweltMax. PunkteVW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMTSkoda Yeti 2.0 TDI 4x4Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWDToyota RAV4 2.2 D-4D
Bewerteter Preis675190209204198191
Wertverlust502020201919
Ausstattung252322182323
Multimedia502221202323
Garantie/Gewährleistung502828273333
Werkstattkosten201615131314
Steuer1077777
Versicherung403636353427
Kraftstoff554343414442
Emissionswerte25-----
Kapitelbewertung1000385401385394379
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Tiguan 2.0 TDI 4MOTION BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.00s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 32.070,00 €

Skoda Yeti 2.0 TDI 4x4

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.60s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 28.510,00 €

Ford Kuga 2.0 TDCi 4x4

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 11.20s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 188 km/h

Preis 29.450,00 €

Mazda CX-5 2.2 Skyactiv-D AWD

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.30s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 197 km/h

Preis 30.390,00 €

Toyota RAV4 2.2 D-4D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.10s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 31.850,00 €