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Neuer Skoda Rapid: Erster Test gegen Kia ceed Kompaktklasse 2012

Kia cee'd 1.4 CVVT | Skoda Rapid 1.2 TSI

Fahrkomfort

Wenn schon nicht bei Karosserielänge und Raumangebot, sollte sich der Klassenunterschied zwischen Rapid und cee’d so doch immerhin beim Fahrkomfort zeigen, oder? Und wie. Wer aus dem Skoda in den Kia umsteigt, fühlt sich schon nach wenigen Metern wie ein Aufsteiger. Die Sitze sind angenehmer gepolstert und größer als die etwas knauserigen Möbel im Rapid. Und die Federung des Koreaners nimmt bereits bei feineren Unebenheiten ihre Arbeit auf – anders der Tscheche, dessen Federelemente sich steifbeinig geben und erst bei größerer Zuladung etwas nachgiebiger werden. Vorteil dieser Abstimmung: Der Skoda verkraftet die maximale Zuladung (489 kg) ungerührt, der Kia neigt vollgeladen (580 kg) zu ungebührlicher Schaukelei und derbem Durchschlagen.

Auch geräuschseitig geht es im Kia gesitteter zu als im Skoda. Das liegt zum einen am leiseren Motor, zum anderen an den weniger präsenten Windgeräuschen. Der völlig unverpackte und kaum gedämmte Direkteinspritz-Turbo tönt sehr ungeniert im Skoda, und der Wind pfeift vernehmlich um de A-Säulen. Auf den Messblättern sieht das nicht so dramatisch aus, wie es sich im wahren Leben anhört. Doch drei Einheiten auf der logarithmischen, nach DIN gefilterten Dezibel-Skala dB(A) im Innenraum bei 100 km/h entsprechen immerhin einer Verdoppelung der Schallintensität (nicht wie oft fälschlich behauptet der Lautstärke). Auch deswegen liegt der kultivierte Kia am Ende des Komfortkapitels deutlich vor dem etwas ungehobelteren Skoda.

FahrkomfortMax. PunkteKia cee'd 1.4 CVVTSkoda Rapid 1.2 TSI
Sitzkomfort vorn150127121
Sitzkomfort hinten1007068
Ergonomie150132130
Innengeräusche503629
Geräuscheindruck1006254
Klimatisierung501818
Federung leer200140130
Federung beladen200132135
Kapitelbewertung1000717685
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Motor & Getriebe

Die Stunde des Rapid kommt im Antriebskapitel. Zum Vergleich angetreten mit dem 105 PS starken 1,2-Liter-Turbo ohne die 400 Euro teure Green tec-Option (Start-Stopp-Anlage), übertrifft der Skoda Rapid seinen koreanischen Konkurrenten hier in fast jeder Hinsicht. Wer sich noch fragte, ob Schrumpfen und Aufladen (denglisch: Downsizing) bei den kompakten Benzinern wirklich sinnvoll ist, findet passende Antworten. Verglichen mit dem quirligen, leistungsbereiten und zudem noch sehr sparsamen Turbo-Vierzylinder des VW-Konzerns ist der Sauger im Kia ein zäher, drehunwilliger Geselle, der zudem noch mehr schluckt.

Der Eindruck im wahren Leben ist hier ebenfalls deutlicher als auf dem Datenblatt. Subjektiv ist es ein Klassenunterschied, der sich zwischen Skoda und Kia auftut. Nur in der Laufkultur zeigt sich der 1,4-Liter-Sauger des Kia cee'd auf der Höhe der Zeit. Auch die Kraftübertragung ist beim Skoda etwas besser gelungen, die sechs Gänge sind praxisgerechter gestuft.

Eine Sechsgang-Box hat der Kia ebenfalls, doch sie sorgt mit überlangem fünften und sechsten Gang für nochmals gebremsten Schaum im Koreaner. Ein Nachteil des kleinen Turbo-Vierzylinders sollte dennoch nicht verschwiegen werden: Wie alle Turbos neigt auch dieser bei Volllast zu unverhältnismäßigem Durst. Wer also dem Rapid auf der Bahn die Sporen gibt, wird mit deutlichem Expresszuschlag belegt. Andererseits wird Zurückhaltung ebenso mit dieselähnlichen Verbrauchswerten belohnt.

Motor und getriebeMax. PunkteKia cee'd 1.4 CVVTSkoda Rapid 1.2 TSI
Beschleunigung15092102
Elastizität1006265
Höchstgeschwindigkeit1504049
Getriebeabstufung1008385
Kraftentfaltung502630
Laufkultur1006865
Verbrauch325241253
Reichweite251415
Kapitelbewertung1000626664
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Kia cee'd 1.4 CVVT

PS/KW 99/73

0-100 km/h in 11.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 182 km/h

Preis 14.490,00 €

Skoda Rapid 1.2 TSI

PS/KW 105/77

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 16.110,00 €