Neuer Peugeot 208 im Kleinwagen-Vergleich
Opel Corsa 1.4 | Peugeot 208 1.2 82 VTi | Renault Clio 1.2 16V 75
Aus AUTO ZEITUNG 17 / 2012
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Kleinwagen-Vergleich |
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Peugeot 208 82 VTi
Kleiner und leichter als der Vorgänger ist der 208 geworden. Dabei präsentiert er sich auf vielen Ebenen als Künstler |
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Peugeot 208 82 VTi
Kurven-Künstler 208: agiles Einlenken, mäßiger Geradeauslauf |
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Peugeot 208 82 VTi
Komfort-Künstler: Die Sitze im 208 sind straff gepolstert, bieten viel Halt und eine gute Sitzposition |
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Peugeot 208 82 VTi
Design-Künstler: Das unrunde Lenkrad und die oben angebrachten Instrumente sind ziemlich unpraktisch |
Mit seinem Dreizylinder-Benziner soll der Peugeot 208 1.2 82 VTi das nicht nur in der City beliebte Kleinwagensegment aufmischen. Test gegen Opel Corsa 1.4 und Renault Clio 1.2 16V 75
Der Fluch der guten Tat kann sehr lange nachwirken. Das weiß man auch bei Peugeot, denn dort wird seit 1998 versucht, die Klasse des legendären 205 zu konservieren. Mit den Nachfolge-Generationen 206 und 207 gelang das nur unvollkommen. Neben der konzeptionellen Genialität mangelte es ihnen vor allem auch am gestalterischen Charme, für den beim 205 die Designschmiede Pininfarina verantwortlich war. Der Peugeot 208 wurde zwar nicht in Turin entworfen, doch versuchten die Entwickler, mehr von der 205-DNS in den neuen Kleinwagen der Löwenmarke hinüberzuretten als bei den Modellgenerationen davor. So wurde der Neue kleiner und leichter als sein Vorgänger. Doch auch besser? Ein Vergleich des 208 mit dem 82 PS starken 1,2-Liter-Dreizylinder klärt auf, wie gut sich der Peugeot gegen die etablierte Konkurrenz schlägt – hier angetreten in Form des Opel Corsa 1.4 mit 87 PS und des 75 PS starken Renault Clio 1.2 16V 75.
Karosserie
Auch wenn der 208 im Vergleich zu seinem Vorgänger jeweils um ein paar Millimeter geschrumpft ist, Einschränkungen für die Insassen bedeutet das nicht. Im Gegenteil: Vorn wie hinten genießen die Peugeot-Passagiere ein Raumangebot, das im Kleinwagensegment zu den Besseren zählt. Das gilt vor allem für die beiden vorderen Sitzplätze, auf denen sich allenfalls sehr Großgewachsene eingeengt fühlen dürften. Da haben Opel und Renault jeweils etwas weniger zu bieten. Zudem schränkt im Opel Corsa 1.4 die massive und kantige Mittelkonsole die Bewegungsfreiheit ein.
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Hinten dagegen fühlen sich Mitfahrer in allen drei Kleinwagen nur dann wohl, wenn sie entweder sehr jung sind, sehr klein oder beides. Das gilt insbesondere für den Peugeot, dessen Innenhöhe im Fond für Erwachsene nicht ausreichend ist, aber auch für den Clio, bei dem das im Testwagen verbaute Panorama-Glasdach die Kopffreiheit reduziert. In puncto Kniefreiheit spielen die drei auf vergleichbar niedrigem Niveau. Allenfalls befriedigend geriet bei Corsa, 208 und Clio die Übersichtlichkeit – mit leichten Vorteilen für den Renault, dessen kastige Form sich am leichtesten einschätzen lässt. Trotz jeweils nur rund vier Meter Außenlänge fühlt man sich bei allen dreien dennoch beim Rückwärtsfahren mit optionalen Parkpiepsern deutlich sicherer.
Da es in Kleinwagen nicht so viel zu bedienen gibt, haben sie Vorteile gegenüber besser ausstaffierten größeren Autos, glauben Sie? Weit gefehlt. Auf ihre jeweils sehr eigene Art zeigen Opel, Peugeot und Renault, dass man auch bei kleinen Dingen einiges falsch machen kann. Warum etwa der Corsa für die Anzeige von Bordcomputer und Navi zwei Bildschirme benötigt und der wichtigere Monitor viel zu tief angebracht wurde, bleibt auch nach längerer Testfahrt rätselhaft. Wieso ein Familien-Kleinwagen wie der 208 ein kleines Lenkrad in Form und Haptik eines Spielkonsolen-Volants braucht, erschließt sich ebenfalls nicht so ohne Weiteres. Die Bedienung des TomTom-Navis im Renault Clio 1.2 mit fummeliger Fernbedienung und verschachtelten Menüs ist ohnehin die Sache eines computeraffinen und nervenstarken Beifahrers.
Dass der Opel Corsa am Ende des Kapitels knapp vor der französischen Konkurrenz liegt, verdankt er neben seinem durchschnittlichen Raumangebot unter anderem der etwas besseren Verarbeitung und der kompletteren Sicherheitsausstattung. Dem 208 ist das Bemühen um eine wertige Anmutung im Interieur anzumerken, Highlights kann er damit jedoch nicht setzen.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Peugeot 208 82 VTi | Renault Clio 1.2 16V 75 | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 62 | 60 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 38 | 40 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 40 | 42 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 78 | 79 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 20 | 20 | ||||||
| Variabilität | 100 | 25 | 25 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 30 | 27 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 68 | 70 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 138 | 134 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 499 | 497 | ||||||
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