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Auto Vergleichstest Flügelstürmer

Neuer Opel Meriva im ersten Vergleichstest

Citroën C3 Picasso VTi 120 | Kia Venga 1.6 CVVT | Nissan Cube 1.6 | Opel Meriva 1.4 Ecotec | Skoda Roomster 1.2 TSI
Der neue Opel Meriva im Test gegen die Konkurrenz von Citroën, Kia, Nissan und Skoda

Der neue Opel Meriva im Test gegen die Konkurrenz von Citroën, Kia, Nissan und Skoda

Mit unkonventionellem Türkonzept und größerer Statur trifft der neue Opel Meriva auf die Top-Benziner seiner Klasse von Nissan, Citroën, Skoda und Kia

Der Meriva ergänzt die bestehende Opel-Mannschaft und besetzt den Platz als familiengerechter Kompaktvan unterhalb des Zafira. Auffälligstes Merkmal der neuen Meriva-Generation sind die beiden hinteren Portaltüren, die sich gegen die Fahrtrichtung öffnen. Zum Test tritt er mit einem 140 PS starken 1,4-Liter-Turbobenziner an. Den gibt es ab der Ausstattungsversion „Edition“ zum Preis von 20.150 Euro.

Zu seinen etablierten Gegnern zählt der Citroën C3 Picasso, der einen 1,6 Liter großen Benziner mit 120 PS aufbietet und mindestens 18.350 Euro kostet. Ähnlich stark motorisiert (125 PS), mit 16.660 Euro aber deutlich günstiger, kommt der Kia Venga aus Südkorea zum Test. 110 PS stark und 18.000 Euro teuer, sieht sich der Nissan Cube als optische Ausnahmeerscheinung. Keine Experimente macht Skoda mit dem bisherigen Klassenprimus Roomster. Er verfügt jetzt über den neuen Turbo-Benzindirekteinspritzer mit 105 PS und nur 1,2 Liter Hubraum. Einstandspreis: 17.250 Euro.

Karosserie

Der neue Opel Meriva ist seiner Klasse fast entwachsen, mit 4,28 Meter Außenlänge überragt er die Konkurrenten um bis zu 30 Zentimeter. Fahrer und Beifahrer gelingt der Einsteig durch die weit aufschwingenden Türen leicht und bequem. Die Kopffreiheit und der Einstellungsbereich der Sitze sind hervorragend. Im Bereich der Ellenbogen warten Citroën und Kia mit nahezu gleicher Innenraumbreite auf. Nissan und Skoda bieten objektiv weniger Platz in der ersten Reihe und können nur bei der Kopffreiheit mithalten.

Im Fond ändert sich das Bild: Die Passagiere sitzen im Opel und Skoda leicht erhöht und genießen ein großzügiges Raumgefühl. Dies ist bei beiden Kontrahenten sogar noch zu steigern, wenn nur die beiden äußeren Sitze belegt werden. Bei umgeklapptem Mittelsitz lassen sich im Opel die äußeren Sitze separat auf Schienen nach hinten und in die Mitte verschieben. Im Skoda gelingt dies, wenn der Mittelsitz ausgebaut wird. Auch die übrigen drei Kandidaten punkten mit verschiebbaren Fondsitzbänken (Nissan: nur ungeteilt verschiebbar). Im Citroën-Fond schränkt allerdings die Panoramadach-Kante die Kopffreiheit ein, der Franzose bietet auch am wenigsten Platz für die Beine.

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Nutzbarer Gepäckraum und Variabilität sind zwei weitere Paradedisziplinen des Skoda. Die hinteren Einzelsitze sind klapp- und demontierbar. Das Kofferraumvolumen beträgt so bis zu 1810 Liter, selbst das Minimalvolumen von 480 Liter kann kein Mitbewerber toppen. Opel verfolgt die Philosophie der versenkbaren Einzelsitze. Das hat zwei Effekte: Die heimische Garage muss keine ausgebauten Sitze beherbergen, das maximale Gepäckvolumen aber fällt geringer aus (1500 Liter).

Nissan kontert mit 1563 Liter, Citroën mit 1506 und Kia mit eher bescheidenen 1341. Opel startet seine Aufholjagd bei der möglichen Zuladung: 509 Kilo darf der ohnehin schwerste Testkandidat zusätzlich mitnehmen. Rund 100 Kilo weniger verkraftet der Citroën C3 Picasso. Nissan (436 kg), Skoda (447 kg) und Kia (455 kg) liegen dazwischen. Beim Skoda Roomster wirkt sich zudem die niedrigste Anhängelast von 900 Kilo (gebremst) negativ auf sein Punktekonto aus.

Ob Kurven-/Abbiegelicht (400 Euro), serienmäßige Reifenpannenanzeige, aktive Kopfstützen, Berganfahrhilfe oder Tagfahrlicht – das Sicherheitspaket im ansprechend verarbeiteten Opel Meriva überzeugt. Lediglich der Skoda verfügt über ein ähnlich umfangreiches Angebot. Unrühmliches Schlusslicht ist hier der Nissan, obwohl der Cube für 850 Euro wie auch der Kia (610 Euro) optional eine Rückfahrkamera bieten. Beim Kia Venga ist der Bildschirm in den Innenspiegel integriert. Xenonlicht oder Seitenairbags im Fond hat keiner der fünf Konkurrenten in der Preisliste.

karosserie
  Max.
Punkte
Skoda Roomster 1.2 TSI Opel Meriva 1.4 Ecotec
Raumangebot vorn 1006470
Raumangebot hinten 1006163
Übersichtlichkeit 704444
Bedienung/ Funktion 1008578
Kofferraumvolumen 1005239
Variabilität 1006050
Zuladung/ Anhängelast 802633
Sicherheit 1507583
Qualität/ Verarbeitung 200145141
Kapitelbewertung 1000612601
 

Autos im Test


Präzise Lenkung, harmonisch abgestimmtes Fahrwerk
Skoda Roomster 1.2 TSI
PS/KW 105/77
0-100 km/h in 9.90s,
Vorderrad, 5 Gang manuell
Spitze 184 km/h
Preis 17250 €
mehr
Knackiges Fahrwerk, mäßiger Geradeauslauf auf Breitreifen
Opel Meriva 1.4 Ecotec
PS/KW 140/103
0-100 km/h in 9.70s,
Vorderrad, 6 Gang manuell
Spitze 196 km/h
Preis 20150 €
mehr
Gut gedämmte Abrollgeräusche, straffes Fahrwerk - den Venga 1.6 CVVT gibt es ab 16660 Euro
Kia Venga 1.6 CVVT
PS/KW 125/92
0-100 km/h in 10.60s,
Vorderrad, 5 Gang manuell
Spitze 182 km/h
Preis 16660 €
mehr
Ab 18350 Euro gibt es ansprechenden Komfort, aber teilweise Fahrwerkspoltern
Citroën C3 Picasso VTi 120
PS/KW 120/88
0-100 km/h in 10.80s,
Vorderrad, 5 Gang manuell
Spitze 188 km/h
Preis 18350 €
mehr
Gefühllose Lenkung, aber hoher Federungskomfort
Nissan Cube 1.6
PS/KW 110/81
0-100 km/h in 10.40s,
Vorderrad, 5 Gang manuell
Spitze 175 km/h
Preis 18000 €
mehr