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Neuer Audi A3: Erster Vergleichstest in der Kompaktklasse

Alfa Romeo Giulietta 1.4 TB 16V TCT | Audi A3 1.8 TFSI | BMW 118i

Auch mit dem neuen Audi A3 beanspruchen die Ingolstädter die Führungsrolle in der Kompaktklasse. Doch der BMW 1er und die Giulietta von Alfa Romeo sind starke Konkurrenten

Langsam wurde es auch Zeit. Nach sage und schreibe neunjähriger Bauzeit – einer Ewigkeit angesichts der immer kürzeren Modellzyklen – kommt Ende August die dritte Audi A3-Generation. Zwar sieht der Vorgänger noch lange nicht altbacken aus, und er wurde im Laufe seines Lebenszyklus auch technisch stetig aufgefrischt.

Doch in einigen Punkten, wie etwa der Bedienung, konnte er sein reifes Alter nicht mehr verheimlichen. Umso stärker gehen die Ingolstädter beim intern 8V genannten Nachfolger in die Vollen. Als erster Vertreter aus dem VW-Konzern greift der neue A3 auf den modularen Querbaukasten – kurz MQB – zurück und nimmt damit die Technik des kommenden Golf VII vorweg.

Ausgerüstet mit dem vorläufigen Top- Motor, dem 180 PS starken 1.8 TFSI-Benziner, stellt sich der Audi A3 1.8 TFSI dem BMW 118i mit 170 Pferdestärken sowie dem Alfa Romeo Giulietta 1.8 TB 16V TCT. Der Italiener leistet ebenfalls 170 PS, überträgt seine Kraft aber über ein Doppelkupplungsgetriebe.

Karosserie

Auch wer kein Freund der Marke mit den vier Ringen ist, muss beim neuen A3 neidlos anerkennen, dass Audi in puncto Verarbeitungsqualität und Materialgüte ganz klar den Ton angibt. Details wie die Klimabedienung samt ihrer fein rastenden Drehregler oder die neuen Lüftungsdüsen, deren Luftstrom sich von diffus bis konzentriert einstellen lässt, zeigen eindrucksvoll, mit welcher Hingabe man sich in Ingolstadt mit dem Thema Auto auseinander setzt.

Nur die Fugen um den MMI-Bildschirm stören die Harmonie der ansonsten glatten Oberflächen etwas, sind jedoch der Reparaturfreundlichkeit des Infotainment-Systems geschuldet. An die Perfektion des Audi A3 1.8 TFSI reicht der BMW 1er nicht heran. Nachlässigkeiten wie etwa billigere Kunststoffe im Innenraum, ein weniger hochwertig und strapazierfähig wirkender Gepäck- sowie unaufgeräumter Motorraum kosten den Münchner Punkte.

Beim ordentlich verarbeiteten Alfa stören neben deutlich vernehmbaren Knarzgeräuschen auf schlechten Straßen vor allem die Kunststoff-Ausdünstungen im Innenraum. Auch was die Sicherheitsausstattung angeht, hat Audi nun die Nase vorn. Einen radargestützten Tempomaten, einen Knieairbag sowie Aufmerksamkeitsoder Notbremsassistent bietet in diesem Test nur der A3 – wenn auch zum Teil gegen Aufpreis.

Das Platzangebot für Fahrer und Beifahrer ist im Audi üppig und reicht an das Mittelklasseniveau heran, und dank des ausgeformten Fahrzeughimmels bietet er die beste Kopffreiheit. Im Fond kann hingegen der 1er den mit 2,69 Metern größten Radstand in die beste Beinfreiheit ummünzen.

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Auch überm Scheitel haben die Passagiere im BMW hinten am meisten Luft, während im Alfa Personen über 1,80 Meter Größe ans Dach stoßen. Beim Ladevolumen (350 bis 1.045 Liter) ist der Italiener ebenfalls Schlusslicht, knapp hinter Audi (365 bis 1.100 l) und BMW (360 bis 1.200 l).

Nicht alltagstauglich ist die hohe Ladekante (81 cm) der Giulietta. Während der 1er mit seiner 260 Euro teuren, dreigeteilt klappbaren Rückbank punktet, erfreut der Audi mit einem höheneinstellbaren Ladeboden (Serie). So kann der Fahrer zwischen einer ebenen Fläche – bei umgeklappten Rücksitzlehnen – oder mehr Stauraum wählen.

Den größten Nachholbedarf hatte der alte A3 in puncto Bedienung, doch mit der neuesten MMI-Generation aus dem Hause Audi für 2.725 Euro liegt er nun wieder voll auf der Höhe der Zeit. Wie im A8 besitzt er sogar ein in den Dreh-Drück-Regler integriertes Touchpad, das Zahlen und Buchstaben mit hoher Treffsicherheit erkennt und vorliest – ein Feature, das demnächst auch BMW bieten wird.

Zudem wurden die vier Direktwahltasten durch zwei Kippschalter ersetzt. Die simplere Menüstruktur sowie die praktischen Direktwahltasten hat der 1er dem A3 allerdings immer noch voraus. Unpraktisch: Die Speicherliste der Radiosender im zentralen Bordcomputerdisplay muss bei jedem Neustart des Audi neu aufgerufen werden. Der Umgang mit dem Giulietta-Infotainment bedarf eines ausgiebigeren Studiums der Bedienungsanleitung. Und selbst danach erscheinen einige Lösungen noch gewöhnungsbedürftig.

KarosserieMax. PunkteAudi A3 1.8 TFSIBMW 118iAlfa Romeo Giulietta 1.4 TB 16V TCT
Raumangebot vorn100726568
Raumangebot hinten100464843
Übersichtlichkeit70403834
Bedienung/ Funktion100879078
Kofferraumvolumen100293027
Variabilität100384035
Zuladung/ Anhängelast80362726
Sicherheit1501049882
Qualität/ Verarbeitung200185178175
Kapitelbewertung1000637614568
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Inhaltsübersicht

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Alfa Romeo Giulietta 1.4 TB 16V TCT

PS/KW 170/125

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Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

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