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Neuer BMW 3er GT im Vergleichstest der Mittelklasse

Fließende Formen

Fahrdynamik

So gemütlich man es sich im Ford Mondeo auch machen kann, auf der Rennstrecke kann der Kölner richtig zügig sein. Dabei hilft ihm vor allem sein ausgewogenes Fahrwerk, das den Grenzbereich sehr sanft durch Schieben über die Vorderräder ankündigt. Durch gezielte Lastwechsel lässt sich dann auch das Heck ein wenig mobilisieren. Sicher könnten die Lenkradwinkel kleiner, die Aufbauneigung geringer und der Seitenhalt besser sein – doch immerhin kratzt der schwere Kölner an der Rundenzeit des deutlich sportlicher ausgelegten Ingolstädters.

Im Audi sitzt man tiefer, wird fester in die Zange genommen und darf sich über eine direktere, sehr gut dosierbare Lenkung freuen. Im Vergleich zur Konkurrenz wirkt der A5 am ehesten wie ein Sportwagen und lässt sich Runde für Runde reproduzierbar auf der Ideallinie um den Kurs jagen. Nur nach engen Kehren kämpfen seine Vorderräder wie auch die im Mondeo lautstark um Traktion.

Dieses Problem kennt der sehr harmonische BMW mit Heckantrieb nicht. Er wirkt leichtfüßiger, kommt schneller aus den Ecken und kann sich auf dem Handlingkurs wie im Slalom von den Verfolgern absetzen. Doch Vorsicht: Bei deaktiviertem ESP lässt er sich auch zu den intensivsten Lastwechselreaktionen und zum Übersteuern hinreißen. Die beste Leistung bei den Bremswerten liefert in diesem Trio der Audi ab. Im Schnitt stehen die drei bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 trotz Sportbereifung nach 37 Metern. Das haben wir in der Mittelklasse schon besser gesehen.

FahrdynamikMax. PunkteBMW 320d GTAudi A5 Sportback 2.0 TDIFord Mondeo 2.2 TDCi
Handling150605957
Slalom100494852
Lenkung100838078
Geradeauslauf50424242
Bremsdosierung30212018
Bremsweg kalt150828378
Bremsweg warm150818580
Traktion100524239
Fahrsicherheit150128130130
Wendekreis201089
Kapitelbewertung1000608597583
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Umwelt & Kosten

Selbstbewusst positioniert BMW den neuen 3er GT preislich klar oberhalb von Limousine und Kombi. Der 320d GT (ab 39.250 Euro) ist so fast 2000 Euro teurer als der Touring und 3600 Euro teurer als die Limousine mit gleichem Antrieb. Bei Audi liegen zwischem dem A4 Avant und dem 37.350 Euro teuren A5 Sportback 2.0 TDI immerhin 550 Euro. Traditionell kann in Ingolstadt wie in München reichlich Zusatzausstattung bestellt und der Preis des Autos nahezu verdoppelt werden. Absolut empfehlenswert im BMW ist dabei das große Navigationssystem samt iDrive-Bedienung für 2390 Euro. Es gehört ohne Zweifel zu den besten auf dem Markt. Bei Audi ist die MMI-Navigation Plus für 2810 Euro zu haben.

Gegen die beiden bayerischen Premium-Produkte wirkt der Ford wie ein Schnäppchen. Vom Basispreis des Audi trennen ihn 5800 Euro, vom BMW sogar 7700 Euro. Dafür kann der Mondeo ungehemmt zum luxuriösen Titanium-Modell (1950 Euro) aufgewertet werden – samt aller elektronischen Helfer (3200 Euro) und Touchscreen-Navi (1640 Euro). Und dabei ist der Kölner als Einziger serienmäßig mit Regen- und Lichtsensor sowie Tempomat bestückt. Auf einige Features wie Notbremsassistenten, Verkehrsschild-Scanner oder Online-Anbindung muss man allerdings verzichten können.

Kosten / umweltMax. PunkteBMW 320d GTAudi A5 Sportback 2.0 TDIFord Mondeo 2.2 TDCi
Bewerteter Preis675142164181
Wertverlust50151817
Ausstattung25232323
Multimedia50242522
Garantie/Gewährleistung50202827
Werkstattkosten20151513
Steuer10999
Versicherung40333333
Kraftstoff55454542
Emissionswerte25232221
Kapitelbewertung1000349382388
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW 320d GT

PS/KW 184/135

0-100 km/h in 7.50s

Hinterrad, 8-Stufen-Automatik

Spitze 226 km/h

Preis 44.410,00 €

Audi A5 Sportback 2.0 TDI

PS/KW 177/130

0-100 km/h in 8.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 228 km/h

Preis 38.135,00 €

Ford Mondeo 2.2 TDCi

PS/KW 200/147

0-100 km/h in 8.60s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 230 km/h

Preis 33.945,00 €