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Opel Insignia im Vergleich gegen Ford Mondeo, Mazda 6 und VW Passat

Große Sparer

Fahrkomfort

So viel vorweg: In allen vier Mitteklasse-Limousinen reist man auf langen Strecken sehr bequem. Im Mazda 6 sitzt man dabei auf sehr weichen, nicht sonderlich edlen Stoffpolstern, die allerdings etwas mehr Seitenhalt bieten könnten.

Da nehmen einen die Versionen von Ford und Opel besser in die Zange. Am aufpreispflichtigen, vielfach einstellbaren Komfort-Gestühl von VW lässt sich ohnehin nichts bemängeln. Auch bei der Geräuschdämmung beweisen alle ihre Langstreckenqualitäten. Der Fahrtwind und das Abrollen der Reifen drängen sich in keinem Fall unangenehm in den Vordergrund. Am ruhigsten geht es im Mazda zu. Kämen Bodenwellen und vor allem kurze Stöße nicht hin und wieder über die Hinterachse in den Innenraum, könnte man dem Japaner echten Staatslimousinenkomfort unterstellen. Obwohl er als einziger mit großen 18-Zoll-Rädern bestückt ist, filtert der Ford solche Unebenheiten etwas feinfühliger heraus. Kurze Querfugen könnte aber auch er besser meistern.

Entspanntes Gleiten auf der Autobahn beherrscht vor allem der Opel hervorragend. Hier tragen die rollwiderstandoptimierten Michelin-Reifen und die lange Getriebeübersetzung zum niedrigen Geräuschniveau bei. Für 930 Euro (ab Edition) bieten die Rüsselsheimer obendrein ihr – im Testwagen nicht enthaltenes – FlexRide-Fahrwerk mit adaptiven Dämpfern an.

Bei VW kostet das vergleichbare System DCC gleich 1115 Euro. Empfehlenswert ist es dennoch, wandelt sich der VW Passat doch wirkungsvoll per Knopfdruck von sportlich in erstaunlich komfortabel. Mit voller Beladung kommt das DCC-Fahrwerk im Test obendrein am besten klar.

FahrkomfortMax. PunkteVW Passat 2.0 TDI BlueMotion TechnologyMazda 6 Skyactiv-D 150Opel Insingnia 2.0 CDTI ecoFLEXFord Mondeo 2.0 TDCi
Sitzkomfort vorn150115107112112
Sitzkomfort hinten10072706770
Ergonomie150125120118120
Innengeräusche5042393336
Geräuscheindruck10075777376
Klimatisierung5034323433
Federung leer200148142144146
Federung beladen200146137143141
Kapitelbewertung1000757724724734
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Motor & Getriebe

Beim neuen Insignia verspricht Opel so niedrige Verbräuche wie in der Kompaktklasse. Und die optimistischen Werte kommen nicht von ungefähr. Verbesserte Aerodynamik, Tieferlegung um zehn Millimeter, der verkleidete Unterboden, ein aktives Luftleitelement (Aero-Shutter) im Kühlergrill sowie die serienmäßige Start-Stopp-Automatik machen es möglich. Die Rüsselsheimer geben für den Zweiliter-Diesel, den es in zwei Leistungsstufen mit 120 und 140 PS gibt, einen Normverbrauch von 3,7 Litern auf 100 Kilometern und einen CO2-Ausstoß von nur 99 g/km an. Auf unserer Testrunde genehmigt sich die 140-PS-Version zwar deutlich mehr, ist mit 5,4 Litern aber immer noch am sparsamsten. In Kombination mit dem lang übersetzen Sechsgang-Getriebe fehlt es dem raubeinigen CDTI jedoch an Agilität und Durchzugskraft. Für den Standardsprint benötigt der Insignia glatte zehn Sekunden und lässt in diesem Vergleichstest nur den 0,5 Sekunden langsameren Ford Mondeo hinter sich.

Aber das obenherum etwas dröhnige Triebwerk des Kölners stellt seine 140 PS bereitwillig zur Verfügung, verliert allerdings ab 3500 Touren merklich an Schwung. Dafür harmoniert es mit der leichtgängigen wie präzisen Sechsgang-Schaltung des Ford Mondeo. Als einziger Kandidat ohne Start-Stopp-System kämpft der Ford im Verbrauchstest jedoch mit stumpfen Waffen: 7,2 Liter bedeuten für ihn die rote Laterne und die geringste Reichweite von 972 Kilometern. Seine Gegner schaffen mit einer Tankfüllung mindestens 130 Kilometer mehr. Der unangefochtene Spitzenreiter Opel fährt bei gezügeltem Gasfuß sogar 1296 Kilometer weit. Ein Hinweis: Die Start-Stopp-Funktion ist im Ford Mondeo dem 1.6 TDCi mit 115 PS und dem 160-PS-EcoBoost-Benziner vorbehalten.

Im VW verrichtet der 2,0-Liter-Turbodiesel seine Arbeit unauffällig und geräuscharm. Verglichen mit dem Ford-Triebwerk fließen auf 100 Kilometern satte 1,2 Liter Diesel weniger in die vier Brennräume des Passat. Außerdem überzeugt der Wolfsburger wegen des passend abgestuften Sechsgang-Getriebes mit einer gleichmäßigen Kraftentfaltung. Obendrein sprintet der Passat als Schnellster der 140-PS-Mitstreiter in 9,7 Sekunden auf Tempo 100. Nur den zehn PS stärkeren Mazda 6 muss der VW passieren lassen.

Der Japaner erreicht Tempo 100 bereits nach 8,8 Sekunden – genauso schnell beschleunigt er im fünften Gang auch von 60 auf 100 km/h. Somit distanziert er sich bei Durchzugskraft und Elastizität deutlich von seinen Kontrahenten.

Der 2,2-Liter-Motor entfaltet seine Kraft aus dem Stand sehr homogen und glänzt über das gesamte Drehzahlband mit dem ruhigsten Lauf. Dreht man ihn aus, kommt zusammen mit dem kernigen Klang und der straffen Sechsgang-Schaltung sogar stellenweise sportliches Gefühl auf. Trotzdem bleibt der Mazda 6 Skyactiv-D mit dem größten Hubraum und der höchsten Leistung im Test erfreulich sparsam: Er genehmigt sich nur 5,6 Liter auf 100 Kilometern.

Motor und getriebeMax. PunkteVW Passat 2.0 TDI BlueMotion TechnologyMazda 6 Skyactiv-D 150Opel Insingnia 2.0 CDTI ecoFLEXFord Mondeo 2.0 TDCi
Beschleunigung1501001079894
Elastizität10067776269
Höchstgeschwindigkeit15063615760
Getriebeabstufung10083818082
Kraftentfaltung5035363333
Laufkultur10066686465
Verbrauch325268275279245
Reichweite2524232719
Kapitelbewertung1000706728700667
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat 2.0 TDI BlueMotion Technology

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.70s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 213 km/h

Preis 34.565,00 €

Mazda 6 Skyactiv-D 150

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 8.80s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 211 km/h

Preis 28.490,00 €

Opel Insingnia 2.0 CDTI ecoFLEX

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 29.255,00 €

Ford Mondeo 2.0 TDCi

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 29.555,00 €