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Opel Insignia im Vergleich gegen Ford Mondeo, Mazda 6 und VW Passat

Große Sparer

Optisch hat sich der aufgefrischte Opel Insignia nicht stark verändert, technisch jedoch schon. Mit 140-PS-Diesel verspricht Opel einen Verbrauch von 3,7 Litern. Wie sich der Neue im Vergleich schlägt, zeigt ein Vergleich gegen seine stärksten Mittelklasse-Konkurrenten

Hoch lebe die moderne Mittelklasse. Nie zuvor war die Auswahl an Angeboten so bunt, attraktiv und fortschrittlich wie heute. Vier Beispiele sollen zeigen, dass man mit bürgerlichen Limousinen schnell, komfortabel und sparsam reisen kann – und obendrein ohne jeglichen Standesdünkel.

Da wären zum einen der Verkaufsschlager VW Passat und der Ford Mondeo, die sich längst durch ihr gutes Platzangebot und beste Allroundeigenschaften einen Namen gemacht haben. Mit 140-PS-Dieselmotoren unter der Haube sind sie als Reisebegleiter die erste Wahl. Als weniger konservative Alternative steht der Mazda 6 mit 150 PS zur Wahl. Mit modernster Motorentechnik und extravagantem Design erobert er derzeit rund um den Globus die Herzen der Kunden. Viertes Glied im Bunde ist der gerade überarbeitete Opel Insignia. Mit einem cw-Wert von nur 0,25 soll er jetzt einen Normverbrauch von nur 3,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer realisieren. Jede dieser vier Limousinen ist ohne Frage eine Empfehlung wert, doch welche ist die beste? Die Antwort liefert der Vergleichstest.

Karosserie

Man muss schon genau hinsehen, wenn man die Überarbeitung des Opel Insignia erkennen will. Das breitere Kühlergrinsen, die dynamischer geformten Scheinwerfer und die neuen Rückleuchten – mehr hat sich von außen nicht geändert. Form und Größe sind identisch geblieben. Und so gehört der Rüsselsheimer mit 4,84 Meter Gesamtlänge immer noch zu den ausgewachsenen Mittelklässlern. Durch die dicken Türverkleidungen, den mächtigen Armaturenträger und die coupéhafte Form bleibt innen aber am wenigsten Platz für die Passagiere. Auf der Rückbank müssen Erwachsene wegen der flach abfallenden Dachlinie auch nach dem Facelift den Kopf einziehen.

In diesem Vergleichstest ist nur der neue Mazda 6 (4,87 Meter) länger als der Insignia. Kein Wunder, setzen die Japaner bei ihrer Limousine doch auf einen zum Kombi um 6,5 Zentimeter längeren Radstand. Der gewonnene Raum kommt vor allem den Mitfahrern in der zweiten Reihe zugute. Die können dank der weichen Polster auch aufrecht und bequem sitzen. Ganz so fürstlich wie im Ford Mondeo geht es aber nicht zu. Trotz der zum Kombi etwas eingeschränkten Kopffreiheit bleibt hier auf der Rückbank am ehesten Platz für drei Mitfahrer.

Der kürzeste Wagen im Testfeld ist der Passat mit 4,77 Metern. Durch seine konsequente Raumausnutzung bietet er aber vorn wie hinten gute Platzverhältnisse und die brauchbarsten Ablagen in Türen und Mittelkonsole. Vor allem im Opel würde man sich davon mehr wünschen. Im breiten Mitteltunnel bietet der Insignia nur kleine Fächer, in die nicht viel hineinpasst. Dafür hat sich die Bedienung vereinfacht. Die Anzahl der Knöpfe und Schalter in der Mitte wurde zum Vorgänger mindestens halbiert. Und für das große Navigationssystem (900 IntelliLink: 1335 Euro) gibt es neben dem Touchscreen jetzt auch ein Touchpad in der Mittelkonsole, über das Buchstaben und Zahlen einfach geschrieben werden können. An die kinderleichte Menüführung des VW-Systems kommt die Lösung aus Rüsselsheim dennoch nicht heran. Das neue, animierte Rundinstrument im Tacho des Opel bietet zwar viele Möglichkeiten – dort können sogar Effizienzprogramme angezeigt werden – doch die Bedienung ist etwas umständlich.

Gleiches gilt auch für den Ford Mondeo. Hier kommt zur komplizierten Steuerung über die Lenkradtasten noch die verwirrende und überladene Darstellung des kleinen Displays hinzu. Regelmäßige Ablenkung während der Fahrt ist programmiert.

Auch das Mazda-Cockpit wirkt etwas unaufgeräumt. Viele Schalter rechts und links vom Fahrer und der kleine Navi-Bildschirm stören den ansonsten guten Eindruck. Weil es den neuen Mazda 6 nicht mehr als fünftürige Fließheckvariante gibt, müssen bei der Kofferraumnutzung jetzt Abstriche gemacht werden.

Ins Heck des Japaners passen nur noch 489 Liter, wobei der Ladeboden nach Umklappen der Rücksitzlehnen zumindest topfeben bleibt. Immerhin bietet Mazda den Kombi und die Limousine zum gleichen Preis an.

Das meiste Gepäck passt unter die großen Hecktüren von Ford Mondeo (540 bis 1460 Liter) und Opel Insignia (530 bis 1470 Liter).

KarosserieMax. PunkteVW Passat 2.0 TDI BlueMotion TechnologyMazda 6 Skyactiv-D 150Opel Insingnia 2.0 CDTI ecoFLEXFord Mondeo 2.0 TDCi
Raumangebot vorn10079827982
Raumangebot hinten10079797682
Übersichtlichkeit7042403843
Bedienung/ Funktion10084808281
Kofferraumvolumen10048405354
Variabilität10025262222
Zuladung/ Anhängelast8045393942
Sicherheit15080677371
Qualität/ Verarbeitung200180175178175
Kapitelbewertung1000662628640652
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Inhaltsübersicht

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