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Mittelklasse-Kombis: Skoda Superb und Mazda 6 im Vergleichstest

Mazda 6 Kombi und Skoda Superb Combi

Fahrkomfort

Das Reisen ist die Paradedisziplin der großen Kombis. Vor allem der Federungs- und Geräuschkomfort ist bei beiden ausgezeichnet. Selbst auf langen und schnellen Autobahnetappen herrscht Schlafwagen- Atmosphäre. Der Skoda meistert auch schlechte Straßenbeläge souverän – kein Schlag dringt zu den Passagieren durch.

Das etwas straffere Mazda-Fahrwerk kommt bei mehreren aufeinanderfolgenden Anregungen zwar schneller aus dem Takt, bleibt aber grundsätzlich komfortabel. Unterschiede gibt es auch beim Sitzkomfort. Sicher, Körpergrößen um zwei Meter sind in Japan selten. Doch zumindest die Vordersitze des Mazda 6 sollten für den europäischen Markt auf dieses Maß ausgelegt sein – für Großgewachsene sind sie jedoch eine Enttäuschung.

Die Lehnen enden mittig im Schulterblatt, und die Kopfstützen lassen sich gerade einige Zentimeter nach oben ziehen. Auf den hinteren Plätzen ist die Rückenlehne deutlich länger, die Kopfstützen sitzen aber in Schulterhöhe. Kopf- und Beinfreiheit gibt es dafür mehr als genug.

FahrkomfortMax. PunkteSkoda Superb Combi 1.8 TSIMazda 6 Kombi 2.0 DISI
Sitzkomfort vorn15010596
Sitzkomfort hinten1008166
Ergonomie150120119
Innengeräusche503537
Geräuscheindruck1007274
Klimatisierung503433
Federung leer200147140
Federung beladen200144136
Kapitelbewertung1000738701
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Motor & Getriebe

Schaltfaule werden sich im Japaner vor Überholmanövern graulen. Bis der neue Direkteinspritzer in Schwung kommt, braucht es Geduld. Da hilft nur der Griff zur Schaltung – und der macht richtig Laune. Ultrakurzer Knauf und knackige Wege: Hier wird die direkte Verwandtschaft zum Leichtathleten Mazda MX-5 nicht verheimlicht. Doch die bewusst sportliche Fahrweise kostet Sprit. Wurde der Norm-Verbrauchswert (7,0 Liter) auf dem Prüfstand ermittelt, muss der Mazda im wirklichen Leben deutlich öfter mit Volllast in höhere Drehzahlen getrieben werden. So ergibt sich nach der Testrunde ein Durchschnittsverbrauch von 9,4 Litern pro 100 Kilometer.

Der Turbo-Motor im Superb entpuppt sich da als größtmöglicher Gegensatz. Kraft gibt es aus jeder Drehzahl, Schalten muss man so gut wie nie. Das Tempospektrum von 50 bis Topspeed 218 (laut Testwagentacho: 240!) kann der Skoda zügig und ohne Ruckeln im sechsten Gang zurücklegen. Nur kurz muss der Tscheche auf der Testrunde der AUTO ZEITUNG mit Vollgas auf die Autobahn – dann stimmt das alte Sprichwort: Turbo läuft, Turbo säuft. Wer es nur einen Tick ruhiger angehen lässt, ist kaum langsamer, aber deutlich sparsamer unterwegs. Im Schnitt begnügt er sich mit 8,5 Litern.

Übrigens gehört der Mazda-Motor im Leerlauf zu den leisesten überhaupt. Bei einem Standgeräusch von nur 38 dB(A) fragt man sich oft: Ist der wirklich schon an?

Motor und getriebeMax. PunkteSkoda Superb Combi 1.8 TSIMazda 6 Kombi 2.0 DISI
Beschleunigung150117106
Elastizität1007865
Höchstgeschwindigkeit1506661
Getriebeabstufung1008285
Kraftentfaltung503432
Laufkultur1007270
Verbrauch325220203
Reichweite251311
Kapitelbewertung1000682633
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Skoda Superb Combi 1.8 TSI

PS/KW 160/118

0-100 km/h in 7.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 218 km/h

Preis 26.150,00 €

Mazda 6 Kombi 2.0 DISI

PS/KW 155/114

0-100 km/h in 9.40s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 211 km/h

Preis 26.190,00 €