Auto Vergleichstest Mazda 6 Kombi und Skoda Superb Combi
Mittelklasse-Kombis: Skoda Superb und Mazda 6 im Vergleichstest
Aus AUTO ZEITUNG 12 / 2010
Fahrkomfort
Das Reisen ist die Paradedisziplin der großen Kombis. Vor allem der Federungs- und Geräuschkomfort ist bei beiden ausgezeichnet. Selbst auf langen und schnellen Autobahnetappen herrscht Schlafwagen- Atmosphäre. Der Skoda meistert auch schlechte Straßenbeläge souverän – kein Schlag dringt zu den Passagieren durch.
Das etwas straffere Mazda-Fahrwerk kommt bei mehreren aufeinanderfolgenden Anregungen zwar schneller aus dem Takt, bleibt aber grundsätzlich komfortabel. Unterschiede gibt es auch beim Sitzkomfort. Sicher, Körpergrößen um zwei Meter sind in Japan selten. Doch zumindest die Vordersitze des Mazda 6 sollten für den europäischen Markt auf dieses Maß ausgelegt sein – für Großgewachsene sind sie jedoch eine Enttäuschung.
Die Lehnen enden mittig im Schulterblatt, und die Kopfstützen lassen sich gerade einige Zentimeter nach oben ziehen. Auf den hinteren Plätzen ist die Rückenlehne deutlich länger, die Kopfstützen sitzen aber in Schulterhöhe. Kopf- und Beinfreiheit gibt es dafür mehr als genug.
| fahrkomfort | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Skoda Superb Combi 1.8 TSI | Mazda 6 Kombi 2.0 DISI | |||||||
| Sitzkomfort vorn | 150 | 105 | 96 | ||||||
| Sitzkomfort hinten | 100 | 81 | 66 | ||||||
| Ergonomie | 150 | 120 | 119 | ||||||
| Innengeräusche | 50 | 35 | 37 | ||||||
| Geräuscheindruck | 100 | 72 | 74 | ||||||
| Klimatisierung | 50 | 34 | 33 | ||||||
| Federung leer | 200 | 147 | 140 | ||||||
| Federung beladen | 200 | 144 | 136 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 738 | 701 | ||||||
Motor und Getriebe
Schaltfaule werden sich im Japaner vor Überholmanövern graulen. Bis der neue Direkteinspritzer in Schwung kommt, braucht es Geduld. Da hilft nur der Griff zur Schaltung – und der macht richtig Laune. Ultrakurzer Knauf und knackige Wege: Hier wird die direkte Verwandtschaft zum Leichtathleten Mazda MX-5 nicht verheimlicht. Doch die bewusst sportliche Fahrweise kostet Sprit. Wurde der Norm-Verbrauchswert (7,0 Liter) auf dem Prüfstand ermittelt, muss der Mazda im wirklichen Leben deutlich öfter mit Volllast in höhere Drehzahlen getrieben werden. So ergibt sich nach der Testrunde ein Durchschnittsverbrauch von 9,4 Litern pro 100 Kilometer.
Der Turbo-Motor im Superb entpuppt sich da als größtmöglicher Gegensatz. Kraft gibt es aus jeder Drehzahl, Schalten muss man so gut wie nie. Das Tempospektrum von 50 bis Topspeed 218 (laut Testwagentacho: 240!) kann der Skoda zügig und ohne Ruckeln im sechsten Gang zurücklegen. Nur kurz muss der Tscheche auf der Testrunde der AUTO ZEITUNG mit Vollgas auf die Autobahn – dann stimmt das alte Sprichwort: Turbo läuft, Turbo säuft. Wer es nur einen Tick ruhiger angehen lässt, ist kaum langsamer, aber deutlich sparsamer unterwegs. Im Schnitt begnügt er sich mit 8,5 Litern.
Übrigens gehört der Mazda-Motor im Leerlauf zu den leisesten überhaupt. Bei einem Standgeräusch von nur 38 dB(A) fragt man sich oft: Ist der wirklich schon an?
| motor und getriebe | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Skoda Superb Combi 1.8 TSI | Mazda 6 Kombi 2.0 DISI | |||||||
| Beschleunigung | 150 | 117 | 106 | ||||||
| Elastizität | 100 | 78 | 65 | ||||||
| Höchstgeschwindigkeit | 150 | 66 | 61 | ||||||
| Getriebeabstufung | 100 | 82 | 85 | ||||||
| Kraftentfaltung | 50 | 34 | 32 | ||||||
| Laufkultur | 100 | 72 | 70 | ||||||
| Verbrauch | 325 | 220 | 203 | ||||||
| Reichweite | 25 | 13 | 11 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 682 | 633 | ||||||















































