Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Mini Countryman und Nissan Juke im Vergleichstest

Mini Cooper D Countryman - Nissan Juke

Fahrkomfort

Überraschend gut ist der Eindruck, den der Countryman bei der Fahrt über die definierten Komfortstrecken hinterlässt. Sowohl leer als auch voll beladen (1780 Kilogramm) spricht sein Fahrwerk auf fast jede Unebenheit sauber an – nur kantige Querfugen schluckt es nicht immer sensibel weg. Selbst bei der Fahrt über die Buckelpiste lassen sich Federn und Dämpfer nicht aus der Ruhe bringen, die Karosserie des voll beladenen Mini beginnt aber leicht zu zittern.

Die Vorderachse des Nissan Juke ist eine Spur komfortabler abgestimmt als die des Countryman, allerdings passt die Hinterachse überhaupt nicht zu dieser Charakteristik. Sie ist viel zu hart, federt unsensibel an und gibt die Stöße von Querfugen teilweise ungefiltert an die Fondpassagiere weiter. Die sitzen auf bequemen Polstern mit wenig Konturen und etwas zu kurzen Sitzflächen. Auch vorn ist die Nissan-Bestuhlung bequem und ausreichend groß – dafür hapert es etwas beim Seitenhalt. Den bieten die Mini-Sitze vorn ausreichend, doch die rund geformte Beinauflagefläche ist für große Personen etwas zu knapp geraten. Beide Klein-SUV erfreuen mit ebenen Ladeflächen bei umgeklappten Rücksitzlehnen und doppelten Ladeböden zum Verstauen von Kleinkram. Die Ladekanten liegen zwar hoch (Mini 70 cm, Juke 79 cm), doch die Kofferraumböden schließen auf einer Höhe mit den Ladekanten ab, was beim Beladen hilfreich sein kann.

FahrkomfortMax. PunkteMini Cooper D CountrymanNissan Juke 4x2 1.5 dCi
Sitzkomfort vorn150113112
Sitzkomfort hinten1005542
Ergonomie150118118
Innengeräusche502528
Geräuscheindruck1004548
Klimatisierung502828
Federung leer200135128
Federung beladen200132121
Kapitelbewertung1000651625
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Motor & Getriebe

Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeiten sind bei Autos dieses Genres eher Nebensache. Doch die Fahrleistungen sagen viel über die Charakteristik eines Motors aus. Der neue 1,6-Liter-Diesel von BMW ist im Mini auf Öko getrimmt – mit lang übersetztem und knackig zu schaltendem Sechsganggetriebe sowie serienmäßiger Start-Stopp-Automatik. Auch dank dieser Technik soll er nur 4,4 Liter pro 100 Kilometer verbrauchen. Im Test waren es allerdings rund zwei Liter mehr. Der Nissan Juke hat einen 1,5-Liter-Common-Rail-Diesel aus der Partnerschaft mit Renault unter der Haube. Weil dessen Gänge deutlich kürzer ausgelegt sind, fährt der Juke dem Mini bei der Elastizitätsmessung davon. Die Kraftentfaltung des Briten ist beim Anfahren jedoch einen Tick druckvoller und harmonischer. Der Testverbrauch des Juke liegt mit 6,3 Liter Diesel knapp unter dem des Countryman und nur gut einen Liter über dem EU-Normwert. Eine Start-Stopp-Automatik gibt es im Nissan nicht, dafür kann der Fahrer die Kennlinien des Motors per Knopfdruck verändern. Das Sportprogramm soll die Gasannahme bissiger machen, der Eco-Modus beim Spritsparen helfen – doch davon spürt man kaum etwas.

Die Dieselaggregate beider Testkandidaten klingen oftmals sehr präsent. Der Juke nagelt nach dem Kaltstart wie ein Taxi, läuft aber nach ein paar Kilometern Fahrt weich und zurückhaltend. Der neue Selbstzünder im Mini ist dagegen ein brummiger Kerl und klingt nicht so schön seidig, wie man das von einem BMW-Motor gewohnt ist.

Motor und getriebeMax. PunkteMini Cooper D CountrymanNissan Juke 4x2 1.5 dCi
Beschleunigung15010193
Elastizität1006774
Höchstgeschwindigkeit1504234
Getriebeabstufung1008073
Kraftentfaltung503527
Laufkultur1005052
Verbrauch325258262
Reichweite251313
Kapitelbewertung1000646628
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mini Cooper D Countryman

PS/KW 111/82

0-100 km/h in 10.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 185 km/h

Preis 24.200,00 €

Nissan Juke 4x2 1.5 dCi

PS/KW 110/81

0-100 km/h in 11.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 175 km/h

Preis 18.890,00 €