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Mercedes R-Klasse und Renault Grand Espace im Vergleichstest

Gross im kommen?

Die neue R-Klasse sorgt für Gesprächsstoff. Was ist sie: ein SUV, lediglich ein großer Kombi oder doch ein Van? Wir sagen Van - erst einmal und vergleichen sie mit dem erfolgreichen Renault Grand Espace

Die schwierige Frage, was die neue R-Klasse denn nun darstellt, haben unsere Leser bei der Auto Trophy 2005 der AUTO ZEITUNG sofort und eindeutig beantwortet. Sie kürten das Mercedes-Modell zum besten Van. Zu den Führenden in diesem Segment zählte bisher der Renault Grand Espace. Er begründete vor 21 Jahren die europäische Van-Kultur und eroberte über die Jahre acht Auto Trophy-Siege. Auch die vierte Generation gewann dieses Jahr die Importwertung. Doch was passiert, wenn die Testwerte entscheiden? Wie viele Kompromisse geht die neue R-Klasse ein, um in vielen Klassen mitzuspielen?

Karosserie

Einer der Gründe, warum man sich für einen Van entscheidet, ist der variable Innenraum. An den Qualitäten des Grand Espace zweifelt nach zwei erfolgreichen Jahrzehnten wohl niemand mehr. Nutzt man ihn zur Personenbeförderung, öffnet er seine Türen für maximal sieben Personen. Jeder der Mitreisenden nimmt auf einem verschiebbaren Einzelsitz Platz. In der mittleren Reihe geht es bei drei besetzten Plätzen jedoch recht eng zu, weil die äußeren Sessel den Türen zu nahe kommen. Entfernt man den mittleren Sitz und rückt die äußeren ins Zentrum der zweiten Reihe, ändert sich das Bild. Dann sitzt man im Grand Espace sehr bequem. Weder Kopf-, Bein- noch Ellbogenfreiheit geben Anlass zur Kritik. Nur der geringe Abstand der Sitzfläche zum Wagenboden zwingt die Insassen, ihre Knie stark anzuwinkeln. Das ist im Mercedes nicht anders. Hinzu kommt, dass die Beinfreiheit in Reihe zwei und drei alles andere als großzügig ausfällt. Die Möglichkeit, einen siebten Platz in der Fahrzeugmitte zu schaffen, besteht in der R-Klasse nicht. Die Passagiere in Reihe drei haben außerdem wegen der sich stark nach hinten verjüngenden Karosserie Schulterkontakt. Im Renault verhindert dort der knappe Raum nach oben optimales Wohlfühlambiente. Mercedes versucht, mit klappbaren, in den Fahrzeugboden abtauchenden Sitzen viel nutzbare Ladefläche zu schaffen. Doch das Ergebnis überzeugt nicht ganz. Zwar ist der Boden eben, aber zwischen den Sitzen klaffen große Lücken. Obendrein erfordert das Umlegen der einzelnen Sitze viel Geduld. Der eine oder andere Handgriff muss zweimal erledigt werden, bevor die Sitze flach liegen. Bedeutend einfacher gelingt die Verwandlung des Grand Espace in einen Kleinlaster. Lediglich das Gewicht der Sitze, die sich im Bedarfsfall komplett ausbauen lassen, verlangt nach starken Armen. Völlig freigeräumt wächst das Heckabteil auf unglaubliche 3050 Liter (maximales Stauvolumen) an. Damit übertrifft der Renault den Mercedes um 1100 Liter. Doch schon das T-Modell der E-Klasse bietet genauso viel Volumen (1950 Liter) wie die als Raumkonzept vermarktete R-Klasse. Auch die Höhe der Öffnung im Heck fällt mit 77 Zentimetern nur geringfügig größer aus als bei der E-Klasse (71 Zentimeter). Dank der 105 Zentimeter großen Ladeluke des Espace lassen sich in ihm auch sperrige Güter problemlos verstauen.

KarosserieMax. PunkteMercedes R 320 CDIRenault Grand Espace 3.0 dCi
Raumangebot vorn1009089
Raumangebot hinten1007884
Übersichtlichkeit1007073
Bedienung/ Funktion1008176
Kofferraumvolumen1004584
Variabilität704570
Zuladung/ Anhängelast803845
Sicherheit150112103
Qualität/ Verarbeitung200171162
Kapitelbewertung1000730786
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes R 320 CDI

PS/KW 224/165

0-100 km/h in 10.20s

Allradantrieb, permanent, 7 Gang Automatik

Spitze 222 km/h

Preis 52.200,00 €

Renault Grand Espace 3.0 dCi

PS/KW 177/130

0-100 km/h in 11.10s

Frontantrieb, 5 Gang Automatik

Spitze 205 km/h

Preis 41.300,00 €