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Luxus-Coupés: Mercedes CLS Shooting Brake und Audi S7 Sportback im Vergleich

Feine Linie

Fahrkomfort

Mercedes und guter Komfort gehören einfach zusammen. Insbesondere dann, wenn wie beim Mercedes CLS 500 Shooting Brake die Luftfederung zur Serienausstattung gehört. Selbst die schlechtesten Autobahnoberflächen bügelt der 500er sanft und feinfühlig glatt. Je schneller, desto komfortabler gleitet der Shooting Brake dahin. Erst bei langsamer Fahrt auf holprigen Landstraßen lösen die großen Räder nicht nur unnötig laute Abrollgeräusche aus, sondern sorgen auch für ein etwas steifbeiniges Ansprechverhalten. Das gilt ebenfalls für den Audi S7. Das S steht dabei eindeutig für Sport – die Abstimmung der Luftfederung und der adaptiven Dämpfer ist betont straff gewählt. Zudem gelangen Stöße über die Vorderachse stärker in die Karosserie als es im Mercedes der Fall ist. Mit wachsender Zuladung steigt aber der Federungskomfort des Audi S7 Sportback. Die fein arrangierte Abstimmung des CLS 500 mit Kombiheck erreicht er jedoch nicht. Dafür glänzt der Sportback mit einem niedrigen Geräuschniveau. Dank der Akustikverglasung (1190 Euro) prallen nahezu alle Umgebungsgeräusche an den doppelten Scheiben ab. Damit ist der Audi im Innenraum einen Hauch leiser als der bereits sehr angenehm abgeschirmte CLS.

Die kleine Kritik, die sich der Mercedes wegen der großen Räder einhandelt, kompensiert er mit seinen Aktiv-Multikontursitzen (1523 Euro), die den Körper perfekt abstützen und zudem einen exzellenten Langstreckenkomfort ermöglichen. Die Sportsitze des S7 sind nicht so vielfach einstellbar, deutlich schmaler, und die fest integrierte Kopfstütze ist bei aufrechter Lehne zu stark nach vorn zum Hinterkopf geneigt. Allerdings lassen sich die Normal- oder die Komfortsitze bei Audi ohne Aufpreis beim Kauf wahlweise ordern.

FahrkomfortMax. PunkteAudi S7 SportbackMercedes CLS 500 Shooting Brake 4MATIC
Sitzkomfort vorn150131134
Sitzkomfort hinten1008484
Ergonomie150122120
Innengeräusche504339
Geräuscheindruck1008784
Klimatisierung504545
Federung leer200160167
Federung beladen200163167
Kapitelbewertung1000835840
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Motor & Getriebe

Die Charaktere der beiden V8-Motoren sind sehr unterschiedlich. Der Audi beherrscht sowohl den Antritt aus niedrigen Drehzahlen und begeistert mit leichtfüßiger Drehfreude bis oberhalb von 6000 Umdrehungen. Der Mercedes liefert dagegen vor allem satten Punch aus niedrigen Drehzahlen. Absolut passend sind die beiden Getriebe, die die Leistung verwalten. Das sportliche, drehfreudige Wesen des S7-Aggregats wird perfekt vom blitzschnellen oder je nach Wunsch sanft schaltenden Doppelkupplungsgetriebe unterstützt. Auch der Achtzylinder des Mercedes harmoniert tadellos mit dem extrem sauber und weich arbeitenden Automatik-Getriebe. Nur die sportliche Gangart passt nicht so gut zur CLS-Antriebseinheit. Dass das S7-Arrangement gut funktioniert, beweist der Audi auch dank Zylinderabschaltung im Teillastbereich und Start-Stopp-System an der Zapfsäule. Er verbraucht 0,6 Liter weniger Kraftstoff auf 100 Kilometern als der Shooting Brake, der ebenfalls über eine gut arbeitende Start-Stopp-Funktion verfügt.

Motor und getriebeMax. PunkteAudi S7 SportbackMercedes CLS 500 Shooting Brake 4MATIC
Beschleunigung150145140
Elastizität100--
Höchstgeschwindigkeit1509090
Getriebeabstufung1009688
Kraftentfaltung504545
Laufkultur1009090
Verbrauch325138127
Reichweite251010
Kapitelbewertung1000614590
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi S7 Sportback

PS/KW 420/309

0-100 km/h in 4.20s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 250 km/h

Preis 79.900,00 €

Mercedes CLS 500 Shooting Brake 4MATIC

PS/KW 408/300

0-100 km/h in 4.90s

Allradantrieb, permanent, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 84.966,00 €