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Mercedes und Porsche im Sportlimousinen-Test

Porsche Panamera Turbo S und Mercedes CLS 63 AMG

Fahrkomfort

Wie gut die Fahrwerksabstimmung des Porsche Panamera Turbo S gelungen ist, zeigt nicht nur die beeindruckende Vorstellung auf dem Handlingparcours, sondern auch das sanfte Überfahren schlechter Pisten. Eine sportliche Note ist zwar beim Turbo S zu erkennen, dennoch gleicht er Unebenheiten mit feinem Ansprechverhalten und gutem Federungskomfort spürbar ruhiger aus als der CLS. Beide verfügen zwar über eine Luftfederung (CLS nur hinten) mit adaptiven Dämpfern. Die Grundabstimmung beim Mercedes ist aber spürbar härter gewählt als beim Panamera, wodurch Querfugen und hervorstehende Kanten stärker zu den Insassen durchdringen und lautere Fahrwerksgeräusche erzeugen.

FahrkomfortMax. PunktePorsche Panamera Turbo SMercedes CLS 63 AMG
Sitzkomfort vorn150137143
Sitzkomfort hinten1008578
Ergonomie150111118
Innengeräusche503635
Geräuscheindruck1008076
Klimatisierung504747
Federung leer200135130
Federung beladen200135125
Kapitelbewertung1000766752
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Motor & Getriebe

Schon auf den ersten Metern wird klar: Beide Triebwerke liefern Kraft im Überfluss. Die Art und Weise, wie sie ihre Leistung darbieten, könnte jedoch unterschiedlicher nicht sein. Nein, es ist nicht der Mercedes, der seine 557 PS ganz markentypisch leise ohne wildes Getöse vornehm in Vortrieb auf Sportwagenniveau präsentiert. AMG heißt auffallen, und das ist beim Mercedes CLS 63 AMG zu 100 Prozent der Fall. Schon mit Standgas brodelt und blubbert es aus den vier Endrohren wie bei einem zum Bersten angestauten Vulkan. Ein Tritt aufs Gaspedal, und der 5,5-Liter-V8-Biturbo entlädt sich in einer hämmernden und dumpf grollenden Eruption, die alle Zaungäste in Schockstarre versetzt. Die Siebengang-Automatik mit nasser Anfahrkupplung koppelt Motor und Getriebe ohne langes Zögern und wechselt die Gänge blitzschnell auf dem Niveau eines Doppelkupplungsgetriebes. Weißer Rauch presst sich aus den Radkästen, und schon nach 4,5 Sekunden schießt die Tachonadel über die 100-km/h-Marke, Tempo 200 fällt nach 15,3 Sekunden – eine imposante Vorstellung.

Mit eher akustischer Zurückhaltung absolviert der Porsche die Sprintwertung. Wie von einem Katapult abgefeuert schießt der Porsche Turbo S ohne fühlbaren Schlupf nach vorn. Kein weißer Rauch dringt aus den Radkästen, kein Wimmern der Räder ist zu hören – 100 Prozent Traktion. Ganze 0,7 Sekunden früher erreicht der Porsche Tempo 100. Darüber machen die beiden Turbolader dann nochmal richtig Druck in den acht Zylindern. Bis 200 km/h baut der Panamera seinen Vorsprung deutlich auf drei Sekunden aus. Das im Stop-and-go-Betrieb etwas rupfende Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe arbeitet am Drehzahllimit perfekt – Antriebstechnik par excellence.

Beide Direkteinspritzer-Biturbos sind mit einem verbrauchsreduzierenden Start-Stopp-System verbunden. Die Messungen zeigen: Unterm Strich arbeitet der Antrieb des Mercedes deutlich effizienter. Auf 100 km verbrennt der CLS 13,8 Liter Super Plus, während der 140 kg schwerere Panamera 1,8 Liter mehr verfeuert.

Motor und getriebeMax. PunktePorsche Panamera Turbo SMercedes CLS 63 AMG
Beschleunigung150148143
Elastizität100--
Höchstgeschwindigkeit150132109
Getriebeabstufung1009999
Kraftentfaltung505050
Laufkultur1009084
Verbrauch32585119
Reichweite25118
Kapitelbewertung1000615612
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Porsche Panamera Turbo S

PS/KW 551/405

0-100 km/h in 3.80s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 306 km/h

Preis 167.291,00 €

Mercedes CLS 63 AMG

PS/KW 557/410

0-100 km/h in 4.50s

Hinterrad, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 123.589,00 €