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Supersportler Vergleich 2013: McLaren 12C Coupé vs. Mercedes SLS AMG Black Series

Die Überflieger

Fahrkomfort

Laut sind sie beide, aber der kurz übersetzte Mercedes SLS AMG Black Series ist noch lauter, sodass es bereits bei gemächlichem Autobahntempo im Innenraum dröhnt. Dafür bietet er die bessere Ergonomie mit ausreichend großem Ablage- und Handschuhfach. Nur die schlecht erreichbaren Türgriffe bei geöffneten Flügeln trüben ein wenig den guten Gesamteindruck.

Fürs Justieren der elektrisch einstellbaren McLaren-Sitze (3140 Euro) muss man blind unter die rechte Wade greifen, Ablagen sind schlecht erreichbar und das Touchscreen-Display kann man bei Sonneneinstrahlung kaum noch ablesen.

Beim Federungskomfort macht der McLaren 12C eine bessere Figur, vor allem auf der Autobahn liegt der Brite erstaunlich ruhig. Das Black Series-Fahrwerk ist in der Grundstellung straffer, verarbeitet Unebenheiten aber noch akzeptabel – adaptive Dämpfer sind in beiden Sportlern Standard. Die SLS-Karosserie gerät allerdings mehr in Bewegung.

FahrkomfortMax. PunkteMercedes SLS AMG Black SeriesMcLaren 12C Coupé
Sitzkomfort vorn150128130
Sitzkomfort hinten100--
Ergonomie150119115
Innengeräusche5026
Geräuscheindruck1004045
Klimatisierung503840
Federung leer200115117
Federung beladen200115117
Kapitelbewertung1000557570
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Motor & Getriebe

Erst den mittigen „Active“-Knopf drücken, dann die Regler für Antrieb und Fahrwerk auf „Track“ drehen, zu guter Letzt ein kurzer Druck auf die kleine „Launch“-Taste – und der McLaren 12C ist bereit für die Sprint-Orgie. Linker Fuß auf die Bremse, den rechten voll aufs Gas. Die Drehzahlnadel verharrt zitternd bei etwa 3200 Umdrehungen. „Boost ready“ zeigt das Display an. Wir lupfen das Bremspedal, und mit leichtem Schlupf schießt der Brite los. Tempo 100 knackt er nach drei Sekunden, 200 stehen nach nur 8,9 Sekunden an – und der Vorwärtsdrang lässt nicht nach. Der schwerere Mercedes SLS ist nicht ganz so schnell, erreicht die Werksangabe von 3,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h aber locker. Im Vergleich zur SLS-Stangenware ist die Black Series-Hinterachse kürzer übersetzt und die siebte Fahrstufe des Doppelkupplungsgetriebes (DCT) kein Schongang, um Geräuschniveau und Verbrauch zu senken. Folge: Bei Tacho 130 liegen bereits 3000 Touren an, und im siebten Gang läuft der AMG bei 315 km/h in den Begrenzer. Bis dahin dreht er aber sauber und linear über das gesamte Drehzahlband bis 8000 Touren hoch. Eine Bevormundung durch automatisches Hochschalten gibt es nicht, und im Gegensatz zum normalen SLS sind die Reaktionszeiten des Getriebes auf Schaltwippen-Befehle erfreulich kurz.

Auch der McLaren dreht gern groß auf, allerdings passiert unter 3000 Umdrehungen vergleichsweise wenig. Erst dann holen die beiden Turbolader tief Luft und pressen diese mit maximal 1,2 bar in die Brennräume. Doch der 12C kann’s auch ganz gelassen – zum Beispiel mit 2300 /min bei 130 km/h. Lediglich 5200 Touren dreht der von Ricardo gebaute V8-Biturbo bei Tempo 300. Die niedrigeren Drehzahlen machen sich auch an der Zapfsäule bemerkbar, deren Anzeige nach 100 Kilometern bei 16,4 Litern verharrt. Der handgefertigte, 6,2 Liter große V8-Saugmotor von AMG braucht 0,8 Liter mehr des teuren Super Plus.

Motor und getriebeMax. PunkteMercedes SLS AMG Black SeriesMcLaren 12C Coupé
Beschleunigung150146150
Elastizität100--
Höchstgeschwindigkeit150139150
Getriebeabstufung1009098
Kraftentfaltung504838
Laufkultur1007578
Verbrauch3255470
Reichweite2576
Kapitelbewertung1000559590
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes SLS AMG Black Series

PS/KW 631/464

0-100 km/h in 3.00s

Hinterrad, elektr. Differential, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 331 km/h

Preis 249.900,00 €

McLaren 12C Coupé

PS/KW 625/460

0-100 km/h in 3.60s

Hinterrad, elektr. Differential, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 315 km/h

Preis 231.840,00 €