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Mazda 3 vs. Ford Focus & Renault Megane: Vergleichstest

Gefahren im Sparen

Mit attraktiven Preisen nimmt der neue Mazda 3 die Kompakt-Konkurrenz ins Visier. Kostenbewusst halten Ford Focus und Renault Megane dagegen. Doch wie gut ist günstig? Die Antwort gibt der Vergleichstest

Erinnern Sie sich noch? Vor zehn Jahren, als der erste Mazda 3 debütierte, kostete der Liter Super gut einen Euro. Derzeit sind dafür rund 1,60 Euro zu bezahlen. Es sieht nicht so aus, als ob sich bis zur Markteinführung der dritten Generation des japanischen Kompakten am 18. Oktober daran etwas ändert. Angesichts der davongaloppierenden Unterhaltskosten können Sie vor Wut rot anlaufen oder überlegen, ob Sie sich für einen der getesteten Kompakten mit ultra-sparsamen Benzinern entscheiden und das künftig gesparte Spritgeld in Extras wie etwa eine feuerrote Metallic-Lackierung investieren. Das kostet Sie zwischen 530 (Mazda) und 555 Euro (Ford Focus) und ist nervenschonender. Der Renault Megane steht kurz vor einem Facelift (Anfang 2014).

Karosserie

Trotz der schräg abfallenden Dachlinie leidet man im Fond des neuen Mazda 3 nicht unter Platzangst. Da zwickt es im Renault Megane schon eher. Vorn bieten alle drei keinen Anlass zur Klage. Bei der Bedienung setzt Mazda serienmäßig auf eine Kombination aus Dreh-Drück-Steller und Touchscreen für die Steuerung des Infotainments. Via gekoppeltem Smartphone kann man sich beispielsweise E-Mails vorlesen lassen oder Internet-Radio hören. Das System funktioniert dank der übersichtlichen Menüführung im Großen und Ganzen gut. Doch gibt es auch Verbesserungspotenzial: So ist beispielsweise das Menü „Sicherheit“, unter dem sich der  Notbremsassistent ein- und ausschalten lässt, nur per Touchscreen und nicht per Multifunktionsknopf anwählbar. Eine diesbezügliche Nachfrage bei Mazda ergab, dass die Software bis zur Markteinführung  noch einmal überarbeitet wird. Der zentrale Drehknopf in der Armaturenbrettmitte des Ford wirkt wie ein Dreh-Drück-Steller, es ist aber keiner. Der Drehring dient der Lautstärkeregelung, gescrollt wird gewöhnungsbedürftig per Cursor-Tasten. Auch sind die Tasten, welche den auf dem Bildschirm angezeigten Funktionen zugeordnet sind, nicht auf Anhieb zu identifizieren.

Gut: Der Focus besitzt wie der Renault Stationstasten für die Radiosender. Die Bedienung für die Navigationseinheit im Renault wirkt etwas wackelig. Der elektronische Wegweiser funktioniert aber ansonsten zuverlässig, sieht man einmal von dem vergleichsweise langsamen Arbeitstempo bei der Routenberechnung ab. Ansonsten zeigt der Megane wie auch der Mazda eine recht wertige Verarbeitung. Der Ford gönnt sich dagegen teilweise recht großzügige Spaltmaße. Zeitgemäß ist die  Sicherheitsausstattung des Japaners, die in der Ausstattung „Sportline“ (3000 Euro Aufpreis gegenüber der Basis-Version) serienmäßig ein Headup-Display für die Anzeige von Geschwindigkeit und Navigationshinweisen umfasst. Fürs Reisen hält der Ford Focus mit 537 Kilogramm die höchste Zuladung bereit, der Mazda mit 1250 Litern dafür das größte maximale Kofferraumvolumen.

KarosserieMax. PunkteFord Focus 1.0 EcoBoost Mazda 3 SKYACTIV-G 120 Renault Megane ENERGY TCe 115 eco2
Raumangebot vorn100686867
Raumangebot hinten100555653
Übersichtlichkeit70373536
Bedienung/ Funktion100828586
Kofferraumvolumen100303135
Variabilität100273226
Zuladung/ Anhängelast80373632
Sicherheit150747762
Qualität/ Verarbeitung200144147147
Kapitelbewertung1000554567544
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Ford Focus 1.0 EcoBoost

PS/KW 125/92

0-100 km/h in 10.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 193 km/h

Preis 20.420,00 €

Mazda 3 SKYACTIV-G 120

PS/KW 120/88

0-100 km/h in 9.20s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 20.290,00 €

Renault Megane ENERGY TCe 115 eco2

PS/KW 116/85

0-100 km/h in 10.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 185 km/h

Preis 20.350,00 €