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Vergleich Mittelklasse-Kombis: Mazda 6 gegen Ford, Mazda, Toyota und VW

Tourenwagen

Fahrdynamik

Zweifelsohne sind Mittelklasse-Dieselkombis in der Regel zur Lösung anspruchsvollerer Transportaufgaben oder im Autobahn-Langstrecken- Marathon unterwegs. Da kommt dem Thema Fahrsicherheit eine besondere Bedeutung zu. Schließlich soll ja nicht nur die Fracht, sondern auch die Familie sicher ans Ziel kommen. Um es vorwegzunehmen: Böse Ausrutscher Kandidaten. Beim Bremstest schneidet der Ford Mondeo Turnier mit 36,5 Meter Kaltbremswert am besten ab. Mit warmer Bremse steht der VW Passat Variant im Durchschnitt bereits nach hervorragenden 35,1 Metern - dicht gefolgt vom Ford mit 35,3 Metern. Entgegen der bisherigen positiven Vorstellung fällt der Neuling im Kombi-Quintett, der Mazda 6, hier hinter die Rivalen zurück (Kaltbremswert: 37,9 Meter, Warmbremswert: 36,9 Meter.) Objektiv betrachtet muss sich der Japaner aber damit keineswegs verstecken, zumal seine Bremse zusammen mit der des Ford Mondeo am besten dosierbar ist.

Dank seiner direkten Lenkung ist es eine Freude, den agilen Mazda über den Handlingkurs zu dirigieren. Dort schiebt er an der Reifenhaftgrenze moderat über die Vorderräder zum Kurvenaußenrand. Sein fein abgestimmtes ESP hält ihn im Extremfall stets auf der sicheren Seite. Bei abgeschaltetem Schleuderschutz halten sich die Lastwechselreaktionen im Zaum. Auch der Ford gibt sich im Grenzbereich lammfromm, seine Lenkung arbeitet jedoch feinfühliger.

Der Avensis Combi zeigt bei der Fahrsicherheit ebenfalls keine Blöße. Seine Lenkung benötigt für Richtungsänderungen allerdings etwas größere Lenkwinkel als die der Konkurrenten und dürfte auch ruhig etwas mehr Fahrbahnkontakt vermitteln. Das gilt in abgeschwächter Form auch für die Lenkung des Hyundai i40cw, der aber nicht zuletzt dank der niedrigsten Vorderachslast im Vergleich (928 Kilogramm) ein spontaneres Einlenkverhalten als der Toyota zeigt. Ebenso wie dem Kölner Kombitäte dem Koreaner etwas mehr Traktion gut, wie scharrende Vorderräder beim Herausbeschleunigen aus engen Kurven zeigen.

Den besten Eindruck im Handling hinterlässt der VW Passat Variant, der hier erneut die Vorteile seines aufpreispfl ichtigen DCC-Fahrwerks ausspielt. Im Sportmodus mit gestrafften Dämpfern unterwegs, folgt er willig den Lenkbefehlen, ohne dabei nervös zu wirken. Auch fällt bei Kurvenfahrt die Seitenneigung deutlich geringer aus als bei der Konkurrenz. Die elektronische Differenzialsperre XDS (205 Euro) verhindert das Durchdrehen des entlasteten kurveninneren Rads. Dadurch wird die Traktion verbessert und die Untersteuertendenz verringert. In der Folge nimmt der Fahrer den Wolfsburger Kombi als einen überaus agilen Vertreter seiner Zunft wahr.

FahrdynamikMax. PunkteVW Passat Variant 2.0 TDI BMTMazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-DFord Mondeo Turnier 2.0 TDCiToyota Avensis Combi 2.2 D-4DHyundai i40cw 1.7 CRDi
Handling1506865616165
Slalom1005851534847
Lenkung1007379826875
Geradeauslauf504342424242
Bremsdosierung301819191818
Bremsweg kalt1507572857977
Bremsweg warm1509981979386
Traktion1004645424541
Fahrsicherheit150130130130127127
Wendekreis201197109
Kapitelbewertung1000621593618591587
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Umwelt & Kosten

Im Grundpreis liegen alle fünf Kandidaten relativ dicht beieinander. Die Spanne reicht von 28.490 Euro (Mazda) bis zu 29.300 Euro (Toyota). Kaum größer als beim Einstiegspreis sind die Differenzen beim Wertverlust. Bei vierjähriger Haltedauer und 80.000 Kilometer Laufleistung markiert der Hyundai i40cw laut DAT mit 16.611 Euro das untere, der Ford mit 18.239 Euro das obere Ende.

Dass ein niedriger Anschaffungspreis nicht zwingend mit niedrigen Unterhaltskosten einhergeht, beweist ein Blick auf die Werkstattkosten. Hier strapazieren nach ADAC-Schätzungen besonders Hyundai und Toyota die Haushaltskassen ihrer Besitzer nachhaltig. So muss man für den Koreaner mit 830 Euro pro Jahr rechnen, für den Japaner dürften es 673 Euro sein. Immerhin gewährt Hyundai fünf Jahre Garantie auf die Technik, was der Konkurrenz durchaus zur Nachahmung empfohlen sei. Nicht nur bei den Werkstattkosten (390 Euro p.a.), sondern auch bei den Versicherungsprämien schneidet der Passat, hier zusammen mit dem Toyota, am besten ab. Kapitelsieger ist der Mazda dank des niedrigsten Grundpreises.

Kosten / umweltMax. PunkteVW Passat Variant 2.0 TDI BMTMazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-DFord Mondeo Turnier 2.0 TDCiToyota Avensis Combi 2.2 D-4DHyundai i40cw 1.7 CRDi
Bewerteter Preis675183209184204187
Wertverlust502020192020
Ausstattung251823172323
Multimedia502218172121
Garantie/Gewährleistung502833273335
Werkstattkosten201614131312
Steuer1088878
Versicherung403632343434
Kraftstoff554346434343
Emissionswerte252222212222
Kapitelbewertung1000396425383420405
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat Variant 2.0 TDI BMT

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 9.40s

Vorderrad, 6-Gang-Doppelkupplung

Spitze 208 km/h

Preis 29.300,00 €

Mazda 6 Kombi 2.2 Skyactiv-D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 28.490,00 €

Ford Mondeo Turnier 2.0 TDCi

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 33.215,00 €

Toyota Avensis Combi 2.2 D-4D

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.00s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 33.420,00 €

Hyundai i40cw 1.7 CRDi

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 32.580,00 €