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Opel Insignia Sports Tourer und Skoda Superb Combi

Luxuslaster

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Der Superb ist in der exklusiven Mittelklasse angekommen, der Insignia will dorthin, doch er hat es schwer

Luxus zu einem erschwinglichen Preis ist keine leichte Aufgabe. Der Kunde fordert einen günstigen Preis, aber billig darf ein Auto in der Mittelkasse deshalb nicht wirken. In Zeiten, in denen der Euro nicht so locker sitzt, wird ein Skoda schnell zu einer Alternative. Der hat Platz, liegt qualitativ auf Topniveau und räuspert sich mit dem Understatement eines kraftvollen, aber dezenten Gentlemen-Automobils die linke Spur frei. Der große Tscheche kann wahrlich mehr als nur mit einem günstigen Preis locken. Gegen ihn fällt es dem in der Entwicklung neueren und mit technischen Finessen ausgestatteten Opel Insignia Sports Tourer nicht leicht zu bestehen.

Ein Highlight im Insignia ist das optionale adaptive FlexRide-Fahrwerk, dass sich mit seinen drei Betriebsmodi (Tour, Standard und Sport) Fahrer und Straßensituation anpassen kann. Der im Test breit bereifte Insignia fährt dem Superb im Handling davon, für einen Kombi dieser Größe wirft er sich zackig in jede Kurve. Im Sport-Modus lassen sich die leicht provozierbaren Lastwechselreaktionen gut nutzen. Von solchen Möglichkeiten kann der fahrwerksseitig immerhin straffe und ausgewogene Skoda Superb Combi nur träumen. Er ist ein typischer Fronttriebler, der gutmütig untersteuert und seine Passagiere unauffällig um jede Kurve trägt – mit deutlichen Sicherheitsreserven und einem wie im Opel feinfühligen ESP.

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Beim Motor hat der Skoda einen Vorteil von zehn PS, den er ausspielt – trotz Doppelkupplungsgetreibe, das einen Start mit hoher Drehzahl verhindert. 0,8 Sekunden schneller ist der Tscheche auf 100 km/h. Dabei ist der Geräuscheindruck im Skoda harmonischer, das Opel-Aggregat klingt dagegen rau. Beiden Motoren merkt man deutlich den Diesel an, wobei der Skoda subjektiv im Drehzahlkeller mehr Dampf entwickelt als der Opel Insignia Sports Tourer. Der Superb gibt sich kultivierter und druckvoller und sticht in dieser Disziplin den Insignia klar aus.

Die Getriebe lassen sich nur schlecht vergleichen. Der Rüsselsheimer bietet eine gut durchgestufte Sechsgang-Box. Der Kombi aus Mlada Boleslav hat ebenfalls sechs Gänge, die aber per Doppelkupplungsgetriebe sortiert werden und somit eine Automatikfunktion einschließen. Im Alltag ist das DSG bequem, schaltet schnell und steht so einem manuell geschalteten Getriebe in nichts nach. Die Platzverhältnisse im Skoda Superb Combi haben King-Size-Format. Zwar ist der Insignia vorn wie hinten nominell breiter, doch egal ob Sitztiefe, Kopffreiheit oder Knieraum hinten: Der Superb bietet mehr nutzbaren Platz – auch fürs Gepäck – und mehr Anhängelast. Das Kostenkapitel geht ebenfalls an den Superb. Selbst mit DSG ist er noch günstiger als der Insignia, für den es das für die guten fahrdynamischen Eigenschaften verantwortliche FlexRide-Fahrwerk erst ab der Ausstattungslinie Design Edition gibt.
Thorsten Elbrigmann

ZWISCHENSTAND: OPEL 2 : 3 SKODA

Opel Insignia Sports Tourer: Sein adaptives Fahrwerk verschafft dem Insignia ein agileres Fahrverhalten, und er hat mehr Assistenzsysteme. Am Ende aber muss sich der Rüsselsheimer deutlich geschlagen geben.
Skoda Superb Combi: Alles richtig gemacht: Der Skoda Superb zeigt erneut, dass Premium nicht teuer sein muss. Viel Platz, gutmütige Fahreigenschaften und ein bäriger Motor bringen ihm den Sieg.

Opel gegen Skoda: Alle Duelle des Vergleichs


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