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Markenvergleich: Opel Corsa und Skoda Fabia im Test

Kleine Kämpfer

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Opel Corsa und Skoda Fabia sind fit für den harten Alltag im Großstadtdschungel und geschätzte Begleiter – die Fünftürer im Vergleich

Vom Glanz, der von der Eurovisions-Gewinnerin Lena auf den Opel Corsa übergehen sollte, ist nichts geblieben. Lena ist nicht mehr Markenbotschafterin, der Corsa kein Star, sondern ein Kleinwagen unter vielen. Sein Gegner in diesem Vergleich ist ein Musterknabe: der Skoda Fabia. Nominell kommt der mit einem Hubraumnachteil, denn während der Corsa mit einem 1,4-Liter-Motor zum Test erscheint und dabei noch ein Pferdchen mehr unter der wohlgeformten Haube verbirgt, kann der Fabia nur mit 1,2 Litern aufwarten, wird aber von einem Turbolader unterstützt.

Damit hat er das bessere Drehmoment. Das gilt viel im Kleinwagensegment, in dem es auf jeden Newtonmeter Kraft ankommt. Der Fabia erweist sich deshalb als der potentere Kämpfer im Ringen um jede Zehntelsekunde. Den Sprint von null auf 100 km/h erledigt er 1,4 Sekunden schneller. Ebenso deutlich ist sein Vorsprung bei der Elastizität. Das manuelle Fünfgang-Getriebe im Skoda Fabia ist besser durchgestuft und passt gut zum Motor. Der praktisch gleich schwere Opel Corsa wirkt nicht nur träger, er ist es auch: In keiner Disziplin reicht er an den Fabia heran.

SPORTLICHKEIT IST NICHT IHRE KERNKOMPETENZ
Dass ein Corsa als OPC-Variante ein sportliches Auto sein kann, zeigt unser Fahrbericht, doch in der fünftürigen Biedermann-Version benimmt sich der Corsa, als wäre er größer und schwerer. Der Fabia wedelt deutlich schneller durch die Pylonengasse und ist beim Handling dem Corsa ebenfalls überlegen. Der Bremsentest attestiert beiden Kleinwagen standfeste Systeme, die warm sogar tendenziell besser werden. Doch wo der Skoda Fabia schon steht, braucht der Corsa noch weit über einen Meter, bis er ebenfalls zum Stillstand gekommen ist. Aber auch er überschreitet die Marke von 40 Metern aus 100 km/h nicht.

Im Innenraum ist der Corsa genauso frech gestaltet wie außen. Seine straffen Sitze gefallen zudem auf Anhieb mit gutem Seitenhalt und Komfort. Die Haptik aller Materialien ist passabel, die Verarbeitung auf einem guten Niveau. Der Skoda wirkt von innen schon fast zu brav, zu erwachsen. Wo der Opel mit knuffig großen Schaltern jugendlich sein will, übernimmt der Fabia seriöse Stilelemente der großen Kollegen Octavia oder Superb. Sein Cockpit ist aufgeräumter und wirkt mit kleinen Chromrändern distinguierter als das des Opel. Zum Test trat der Skoda mit stark konturierten Sportsitzen an, die für großgewachsene Menschen etwas eng werden könnten. Die serienmäßigen Sitze sind mit denen des Corsa vergleichbar.

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Beim Raumangebot in der zweiten Reihe kann der Fabia mit mehr Knieraum und etwas mehr Kopffreiheit glänzen. Die steileren Karosserielinien lassen ihn zudem luftiger erscheinen. Im Gepäckabteil gibt es wieder leichte Vorteile für den Tschechen. Bei aufrecht stehender Sitzbank und auch im umgeklappten Zustand hat er mehr Platz zu bieten. Der Opel Corsa punktet dafür mit einem variablen Laderaumboden und einem großen Fach darunter, in dem optional auch das Reserverad liegen kann. Der Fabia hat immer ein Reserverad an Bord, der Corsa ein Pannenset. Als Vorteil für den Opel mag man das frischere Design anführen, doch auch das ändert nichts: Der Fabia ist kräftiger, innen größer, fahraktiver, sparsamer und zudem günstiger.
Thorsten Elbrigmann

ZWISCHENSTAND: OPEL 0 : 1 SKODA

Opel Corsa: Der Opel Corsa kann aus seinem Hubraum-Vorteil kein Kapital schlagen. Er ist langsamer als der Fabia, hat einen längeren Bremsweg und weniger Platz – so verliert er klar.
Skoda Fabia: Der Skodas Fabia ist in der 1.2 TSI-Version ein spritziger, fahraktiver und komfortabler Wagen mit gutem Platzangebot
zu einem günstigen Preis – und fährt dem Corsa davon.

Opel gegen Skoda: Alle Duelle des Vergleichs

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