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Marken-Vergleich VW Up und Skoda Citigo gegen den Hyundai i10

Drei Kurze geben Gas

Die Konzern-Brüder VW Up und Skoda Citigo treten als 75-PS-Versionen gegen den Hyundai i10 mit 86 PS an. Der Up ist Zulassungsmeister – aber auch die beste Wahl?

Sie entfalten zwar kein PS-Feuerwerk, doch fix unterwegs sind i10, Citigo und Up allemal. Der Hyundai tritt mit dem kräftigsten Motor an: vier Zylinder, 1,2 Liter Hubraum, 86 PS und 121 Nm Drehmoment. Das schlägt sich in den Fahrleistungen nieder. Der i10 spurtet den anderen davon und zeigt sich zudem schon in Drehzahlregionen hellwach, in denen die kehlig schnurrenden Dreizylinder noch nach ihrer Form suchen. Ein Kraft-Vorteil, der aber beim Blick auf die Kosten zum Nachteil wird. Erstens liegt der Koreaner beim Testverbrauch hinten: 5,6 Liter zu 5,0 beim Citigo und 5,2 Liter beim Up. Und zweitens bietet Hyundai den 1,2-Liter-Motor nur in Verbindung mit der Top-Ausstattungslinie „Style“ an, was ihn zum teuersten Kandidaten dieses Vergleichstests macht.

Marken-Vergleich VW und Skoda Citigo gegen Hyundai i10

Volkswagen versucht hingegen, den Up so günstig wie möglich anzubieten: Bereits im Grundmodell „Take Up“ wird auf Wunsch der stärkste Motor (75 PS) eingebaut. Wer den Citigo mit demselben Aggregat und darüber hinaus mit vier Türen ordern will, der muss mindestens zur mittleren Ausstattungslinie „Active“ greifen – und fährt immer noch günstiger als im Up, dem die Marketingstrategen dafür Ausstattungsdetails wie 16-Zoll-Räder oder einen variablen Laderaumboden gegen Aufpreis gönnen – Features, die man für den baugleichen Citigo nicht ordern kann. Das ist unverständlich, zumal beide Fahrzeuge vom selben Band laufen.

Die größeren Räder des VW (185/50 R 16 T; Citigo: 185/55 R 15 T) führen gegenüber dem Skoda zu einem leichten Vorteil bei Handling und Kurvendynamik. Ansonsten fahren sich die beiden praktisch gleich. Beim Bremsen in kaltem Zustand hat der Up die Nase vorn: 35,3 Meter im Vergleich zu 36,0 beim Citigo und 37,9 Metern beim i10. Warm steht der Tscheche nach 35,3 Metern, der Up braucht zehn Zentimeter mehr. Der Hyundai bleibt konstant zurück: Er benötigt 37,8 Meter aus 100 km/h mit warmen Bremsen. Beim Fahrwerk hat der i10 ebenfalls das Nachsehen. Er reicht vor allem auf Querfugen Stöße ziemlich deftig an die Passagiere weiter und ist mit seiner unentschlossenen Lenkung den exakteren Zwillingsbrüdern unterlegen, die on top den stabileren Geradeauslauf und mehr Berechenbarkeit im Grenzbereich bieten. Das macht den i10 in keinem Fall zu einem unsicheren Auto, aber VW und Skoda können eben alles ein wenig besser.

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Thorsten Elbrigmann