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Luxuslimousinen-Vergleichstest: Audi S7, Porsche Panamera, Mercedes CLS 500 Shooting Brake

Feiner Zwirn

Fahrdynamik

Es ist erstaunlich, was die Fahrdynamik-Entwickler bei Porsche geleistet haben: Lenkung, Fahrwerk und Antrieb sind so gut aufeinander abgestimmt, dass der Panamera 4S die Gesetze der Massenträgheit scheinbar außer Kraft setzt. Auf der Handlingstrecke fährt er der Konkurrenz locker davon, lenkt zackig, aber gefühlvoll ein, verteilt die Kraft zwischen Vorder- und Hinterachse beim Herausbeschleunigen perfekt und bremst auf dem Rundkurs dank der 8509 Euro teuren Karbon-Keramik-Bremsen alle aus. Ein entscheidendes Bauteil sind zudem die Michelin Pilot Super Sport-Reifen, die extrem viel Grip bieten und den 4S sehr sicher auf Kurs halten. Auch durch die Slalomgasse pfeilt der Porsche am schnellsten, dicht gefolgt vom S7 Sportback, der aggressiv auf Lenkbewegungen reagiert und dank Sportdifferenzial (1050 Euro) erstaunlich agil durch Wechselkurven wedelt – immerhin wiegt der Testwagen fast zwei Tonnen. Ebenso schwer ist der CLS Shooting Brake, ihm merkt man das Gewicht allerdings deutlicher an. Der Daimler wirkt schwerfälliger, untersteuert früher, seine Lenkung ist leichtgängiger, verlangt größere Lenkwinkel und gibt dem Fahrer weniger Rückmeldung. Dennoch erfreut der 500er mit seinem agilen, in Wechselkurven leicht mitlenkenden Heck sowie gut haftenden Pirelli P Zero-Pneus.

Der Geradeauslauf des Porsche leidet etwas unter den optionalen 20-Zöllern (3017 Euro) und der sehr direkten, aber auch stoßempfindlichen Lenkung. Hier hat der Daimler leicht die Nase vorn.

Beim Bremstest aus Tempo 100 liegen Audi und Mercedes mit kalten Scheiben quasi gleichauf und stehen nach rund 35 Metern – der Panamera sogar fast noch einen Meter eher. Ist die Bremsanlage warm, packen die Porsche-Zangen noch bissiger zu: 31,6 Meter Anhalteweg und 12,2 m/s² Verzögerungsleistung schaffen sonst nur Supersportler. Audi und Mercedes kommen zwar rund eine halbe Wagenlänge dahinter zum Stillstand, allerdings sind auch ihre Bremswege in Anbetracht des hohen Leergewichts sehr kurz.

FahrdynamikMax. PunkteAudi S7 SportbackPorsche Panamera 4SMercedes CLS 500 Shooting Brake 4MATIC
Handling1509811388
Slalom100677149
Lenkung100889283
Geradeauslauf50424244
Bremsdosierung30182320
Bremsweg kalt150102109101
Bremsweg warm150115134112
Traktion100828580
Fahrsicherheit150136140133
Wendekreis206109
Kapitelbewertung1000754819719
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Umwelt & Kosten

Porsche ist teuer, das beweist die Kostentabelle eindrucksvoll. Weit über 20.000 Euro mehr kostet der Panamera 4S als S7 Sportback und CLS 500 Shooting Brake – ohne Extras. In der hier so dynamischen auftretenden Konfiguration sind für den Porsche gut 130.000 Euro fällig. Auch Audi hat den S7-Testwagen aufgerüstet und zieht beim bewerteten Preis am ab Werk teureren Mercedes vorbei. Allein die Karbon-Keramik-Bremse kostet 8250 Euro. Auf Premium-Niveau liegen auch die Preise für Wartung sowie Versicherung beim Panamera 4S. Außerdem endet die Mobilitätsgarantie schon nach zwei Jahren, und der V6-Biturbo verlangt als einziges Aggregat im Test nach dem teuren Super Plus.

Kosten / umweltMax. PunkteAudi S7 SportbackPorsche Panamera 4SMercedes CLS 500 Shooting Brake 4MATIC
Bewerteter Preis675593066
Wertverlust50646
Ausstattung25232323
Multimedia50312629
Garantie/Gewährleistung50281927
Werkstattkosten20141212
Steuer10777
Versicherung40272526
Kraftstoff55262324
Emissionswerte25202221
Kapitelbewertung1000241191241
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi S7 Sportback

PS/KW 420/309

0-100 km/h in 4.80s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 250 km/h

Preis 92.650,00 €

Porsche Panamera 4S

PS/KW 420/309

0-100 km/h in 4.40s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 286 km/h

Preis 130.017,00 €

Mercedes CLS 500 Shooting Brake 4MATIC

PS/KW 408/300

0-100 km/h in 4.90s

Allradantrieb, permanent, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 86.835,00 €