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Lichttest: 14 Systeme im Vergleich

Wer bietet den besten Weitblick?

Mercedes C-Klasse: Überzeugt mit breitem Lichtkegel

Platz 2

Wer sich beim Kauf einer Mercedes C-Klasse für das LED Intelligent Light System entscheidet, muss 1725 Euro Aufpreis zahlen. Dafür bekommt er eine Menge geboten. Denn das System projiziert ein schön gleichmäßiges weißes Licht vor das Fahrzeug. Dank variabler Lichtverteilung und aktiver Kurvenlichtfunktion wählt es die zur jeweiligen Situation passende Ausleuchtungsvariante: Landstraßen-, Autobahn-, Abbiegelicht samt erweitertes Nebellicht und dynamische Leuchtweitenregulierung. Im Normalzustand leuchtet das Abblendlicht 50 bis 60 Meter, das Fernlicht 150 Meter weit. Die Leuchtbreite beträgt stets mehr als neun Meter. Abbiege- und Kurvenlichtfunktion sorgen stets für satte Ausleuchtung, und der Fernlichtassistent arbeitet via dynamischer Leuchtweitenregulierung zuverlässig – auch in schwierigen Situationen, zum Beispiel an einer Kuppe. Eine Vermeidung der Personenblendung gibt es bei der Mercedes C-Klasse noch nicht.

Sehr gutes, weit reichendes Fernlicht. Gutes, weit reichendes Abblendlicht. Sehr gute Leuchtbreite des Lichtkegels

Keine Technik gegen Fußgängerblendung. Hoher Aufpreis von 1725 Euro

Opel Corsa Halogen: Schlusslicht im Test

Platz 14

Serienmäßig hat der Opel Corsa H7-Halogenlicht. Das recht gelblich scheinende Licht verfügt über erstaunlich gute Reichweiten: Das Abblendlicht leuchtet die Fahrbahn 60 Meter weit aus, am rechten Fahrbahnrand reicht der Lichtkegel sogar 85 Meter weit. Das Fernlicht lässt selbst die 150-Meter-Marke noch gut erkennen. Allerdings ist die Leuchtbreite mit sieben Metern sehr schmal, zumal die Leuchtstärke zu den Außenrändern hin deutlich abfällt. Das kann böse Folgen haben, denn weder Reh, Wildschwein, Hase noch unsere Testperson, als Passant am Straßenrand, sind bei eingeschaltetem Abblendlicht zu sehen. Auch mit Fernlicht sind nur undeutliche graue Umrisse erkennbar. Die Abwesenheit von Fernlichtassistent, Kurven- und Abbiegelicht kostet diesen Opel Corsa glatte 200 Punkte. Auch wenn ihm die Maximalpunktzahl im Kosten-Kapitel zusteht, reicht es in der Summe gerade mal zum Schlusslicht in unserem Test: also Platz 14 für den Opel Corsa mit H7-Halogenlicht.

Recht weit leuchtendes Abblendlicht und Fernlicht. Gleichmäßige Ausleuchtung vor dem Fahrzeug

Viel zu schmaler Lichtkegel, dunkle Ränder. Keine Assistenz- und Abbiegelichtfunktionen. Schlechte Fahrbahnrandausleuchtung

Opel Corsa Bi-Xenon: Xenonlicht gegen geringen Aufpreis

Platz 11

Für einen Aufpreis von 750  Euro kann man den Opel Corsa mit Bi-Xenon-Licht bestellen. Das erfreulich hellweiße Licht ist sein Geld wert. Es leuchtet wesentlich stärker und intensiver als das funzlige Halogenlicht der Basisausstattung. In Zahlen: Beim Abblendlicht haben wir 90 Meter, beim Fernlicht 150 Meter Leuchtweite gemessen. Der Lichtkegel ist etwa neun Meter breit, allerdings lässt die Lichtintensität nach außen hin deutlich nach. So sieht man das Wild am Fahrbahnrand nur schwach und vom Passanten lediglich die Beine. Bei aufgeblendetem Licht werden dagegen drohende Gefahren gut erkennbar. Das ergibt zwar ein recht gutes Zwischenergebnis – betrachtet man  nur  die  Leuchtstärken und Kosten, käme diese preiswerte Xenon-Variante auf den vierten Platz im Test. Doch leider patzt sie mit einem Abbiegelicht, bei dem Nebelleuchten einen gelben Lichtkegel neben das Auto projizieren. Man erschrickt und wähnt einen Radler oder ein Moped neben sich.

Sehr gute Abblend- und Fernlichtleuchtweiten. Angenehme weiße Lichtfarbe. Gleichmäßige Ausleuchtung, günstige Kosten

Schlechte Randausleuchtung beim Abblendlicht. Nerviges gelb leuchtendes Abbiegelicht. Kein Fernlichtassistent vorhanden

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Holger Ippen