Möchten Sie auf die mobile Seite wechseln?

JA NEIN

Lichttest: 14 Systeme im Vergleich

Wer bietet den besten Weitblick?

BMW X5: Sehr gute Lichtassistenten

Platz 6

Das Voll-LED-Licht des BMW X5 punktet mit weit reichendem Abblendlicht, das den rechten Fahrbahnrand bis zu 120 Meter weit ausleuchtet, ohne den Gegenverkehr zu blenden. Durch die recht hohe Position der Scheinwerfer an der Karosserie entsteht zudem eine gleichmäßige Lichtverteilung vor dem Fahrzeug. Damit gehört die LED-Lichttechnik des BMW X5 zu den besten im Test. Allerding verhagelt der hohe Aufpreis einen Platz auf dem Siegertreppchen. Auch die Assistenzfunktionen arbeiten hier vorbildlich: Die Automatik sorgt stets für rechtzeitiges Aufblenden des Fernlichts. Sowohl an Kuppen als auch vor Kurven und bei Autobahn-Gegenverkehr blendet die Lichttechnik rechtzeitig ab, um Blendungen auszuschließen. Personen am Straßenrand werden hier gut erkennbar angeleuchtet. Aber für Fußgänger vor dem Fahrzeug, zum Beispiel auf dem Mittel-streifen, gibt es auch hier kein Pardon: In diesem Fall blendet der Fernlichtassistent nicht ab.

Gutes Fern- und Abblendlicht. Sehr gut funktionierende Assistenzfunktionen. Gleichmäßige Lichtverteilung

Teure Aufpreispaketlösung. Keine Technik gegen Fußgängerblendung. Lichtfarbe wirkt recht kalt

Ford Focus: Beste Platzierung ohne LED

Platz 5

Das Testfahrzeug mit Bi-Xenon-Licht überzeugt mit besonders weit reichendem Fernlicht. Bei den Testern kam die warm-gelbliche Lichtfarbe gut an. Auch bei der Leuchtweite des Abblendlichts gehört dieser Ford Focus mit 90 Metern zu den Besten im Testfeld. Dafür muss er bei der ausreichenden  Leuchtbreite Punkte lassen. Mit acht Metern ist der Lichtkegel hier schon recht schmal. Doch Personen am Straßenrand (ca. zwölf Meter vor dem Fahrzeug) leuchtet die Xenontechnik ausreichend an: Menschen werden bis zur Höhe des Gürtels ausgeleuchtet. Auch Wild ist gut erkennbar. Der Fernlichtassistent arbeitet zuverlässig und ausreichend sensibel. Lediglich  beim Abblenden vor der Kuppe erhält unser Proband nicht die volle Punktzahl. Denn der Fahrer des entgegenkommenden Fahrzeugs fühlte sich stärker als bei den Vergleichsfahrzeugen mit ähnlicher Technik geblendet. Mit dem Aufpreis von 1040 Euro gehört diese Option zu den preiswerteren – in diesem Kapitel ein Platz unter den fünf Besten.

Sehr gutes, weit reichendes Fernlicht. Gutes, weit reichendes Abblendlicht. Gut funktionierende Assistenzfunktionen

Seitlicher Lichtabfall, nur geringe Leuchtbreite. Keine Technik gegen Fußgängerblendung. Gelbliche Lichtfarbe, bei Regen nachteilig

Ford Mondeo: Nicht vollends überzeugendes LED-Licht

Platz 7

In Kombination mit dem Design-Paket II hat der Ford Mondeo ab Ausstattung Titanium adaptive LED-Scheinwerfer an Bord (Aufpreis: 1650 Euro). Diese bieten helles weißes Licht und eine adaptive Mitlenkfunktion sowie ein Abbiegelicht. Das funktioniert allerdings nicht ganz so flüssig wie bei  anderen  Herstellern und erzeugt eine recht unruhige und ungleichmäßige Lichtverteilung vor dem Fahrzeug. Die Leuchtbreite dagegen ist mit zwölf Metern vorbildlich – volle Punktzahl. Auch bei der Leuchtweite des Abblendlichts brilliert der Mondeo. Immerhin leuchtet er die Fahrbahnmitte 100 Meter und den rechten Fahrbahnrand bis zu 120 Meter weit aus. Der Farbton wirkt angenehm warm und sorgt auch bei Nässe für sehr gute Sichtbedingungen. Bei den Dynamikprüfungen fiel der Mondeo mit starkem Nachschwingen der Lichtkegel durch Bremsnicken auf. Der Fernlichtassistent arbeitet unsensibel, blendet recht spät auf und zu spät ab.

Sehr gutes, weit reichendes Fernlicht. Gutes, weit reichendes Abblendlicht. Sehr gute Leuchtbreite des Lichtkegels

Fernlichtassistent funktioniert zu unsensibel. Ungleichmäßiger, unruhiger Lichtkegel. Keine Technik gegen Fußgängerblendung

>> Auf der nächsten Seite: Mazda 2 mit Halogen & LED & CX-5

Holger Ippen