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Kompaktklasse: Renault Mégane gegen Hyundai i30 und Toyota Auris im Vergleichstest

Hyundai i30, Renault Mégane, Toyota Auris

Fahrkomfort

Zugunsten der Fahrsicherheit ist unseren Autos in den letzten Jahren der Fahrkomfort etwas abhanden gekommen. Vorbei die Zeiten, als man noch die Wahl hatte zwischen Sänften und Sportlern. Da machen auch unsere drei Testkandidaten keine Ausnahme. Alle haben eine recht straffe Grundabstimmung, wobei der Mégane GT Line schon deutlich in den sportlichen Bereich geht. Das muss man mögen, denn zu ordentlichem Federn entschließt sich der Franzose erst bei voller Beladung. Doch auch die beiden Asiaten können hier nicht wirklich überzeugen, quittieren Fahrbahnverwerfungen gern mit unangenehmem Poltern.

Nicht so gut gefällt auch das vordere Gestühl von Auris und i30. Zwar ausreichend bequem, sitzt man jedoch einfach zu hoch und erfährt in Kurven kaum seitliche Abstützung. Mindestens eine Klasse besser sind hier die – allerdings ebenfalls zur aufpreispflichtigen GT Line gehörenden – Sportsitze des Renault. Nachholbedarf gibt es außerdem bei den Koreanern in Sachen Akustik. Bei Autobahntempo wird der i30 im Gegensatz zu Mégane und Auris ungebührlich laut. Was wohl nicht zuletzt daran liegt, dass er als einziger nur mit einem Fünfganggetriebe antritt.

FahrkomfortMax. PunkteRenault Mégane TCe 130Toyota Auris 1.6 valvematicHyundai i30 blue 1.6
Sitzkomfort vorn150122112110
Sitzkomfort hinten100667060
Ergonomie150118123116
Innengeräusche50343026
Geräuscheindruck100716865
Klimatisierung50333228
Federung leer200128133130
Federung beladen200132135130
Kapitelbewertung1000704703665
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Motor & Getriebe

Und dieser fehlende sechste Gang dürfte auch seinen Anteil daran haben, dass der Hyundai, obwohl nominell nur geringfügig schwächer als die Konkurrenz, bei den Fahrleistungen etwas hinterherhinkt. Lediglich bei der Elastizitätsprüfung kann er halbwegs mithalten. Aber gegen den modernen, kleinen Turbo von Renault ist hier ohnehin kein Kraut gewachsen. Der tritt in jeder Lebenslage an, als wolle er das nächste Rennen gewinnen. Dabei täuschen die Messwerte im Hinblick auf die Souveränität des Franzosen sogar ein wenig. Insbesondere bei der Elastizität macht sich der Turbo positiv bemerkbar. Hier hat speziell der Toyota Auris keine Chance.

Soll er dem Renault Paroli bieten, muss sein Fahrer kräftig den Schalthebel bemühen. Den Griff dahin kann sich der Renault-Lenker meist sparen, obschon sich das Sechsganggetriebe recht flüssig schalten lässt. Doch dieser Power-Auftritt hat seinen Preis. Denn genau wie bei vielen anderen Downsizing-Motoren bleiben auch die Trinksitten des kleinen Renault-Turbo nur solange zurückhaltend, wie man im Verkehr einfach mitschwimmt. Wer das Fahrpedal zu offensiv betätigt, wird stehenden Fußes mit einem ICE-Zuschlag bestraft. Dagegen legen der Toyota und insbesondere der Hyundai geradezu die Disziplin und Askese asiatischer Tempelmönche an den Tag. Wobei dem i30 blue natürlich sein serienmäßiges Start-Stopp-System zugute kommt, was weder Auris noch Mégane zu bieten haben.

Motor und getriebeMax. PunkteRenault Mégane TCe 130Toyota Auris 1.6 valvematicHyundai i30 blue 1.6
Beschleunigung150107105102
Elastizität100765874
Höchstgeschwindigkeit150534947
Getriebeabstufung100807874
Kraftentfaltung50322623
Laufkultur100585652
Verbrauch325213232241
Reichweite25121213
Kapitelbewertung1000631616626
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Renault Mégane TCe 130

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 9.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 20.350,00 €

Toyota Auris 1.6 valvematic

PS/KW 132/97

0-100 km/h in 9.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 19.500,00 €

Hyundai i30 blue 1.6

PS/KW 126/93

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 192 km/h

Preis 16.610,00 €