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Kompaktklasse: Renault Mégane gegen Hyundai i30 und Toyota Auris im Vergleichstest

Hyundai i30, Renault Mégane, Toyota Auris

Fahrdynamik

Obwohl es sich hier um normale, wenngleich ordentlich motorisierte Kompaktautos handelt, ist ihnen eine forcierte Gangart nicht ganz fremd. Das trifft besonders auf den Renault Mégane zu, der sowohl bei der Slalom-Prüfung als auch auf dem Handling-Testkurs mit klaren Bestzeiten glänzen kann. Verantwortlich dafür ist aber nicht allein sein Sportfahrwerk, sondern in starkem Maße auch die gegenüber dem Vorgängermodell deutlich verbesserte Lenkung. Dazu kommen eine gute Traktion und eine Abstimmung, die das Untersteuern minimiert hat.

Das i-Tüpfelchen beim Mégane, zumindest für engagierte Fahrer, ist jedoch ein spät eingreifendes ESP, das dem Vorwärtsdrang des Franzosen die lange Leine lässt. Das genau gegenteilige Verhalten legt der Toyota Auris an den Tag. Der Japaner nimmt Biegungen aller Art stur untersteuernd. Und wenn die Wetterkarte für den nächsten Tag geringe Reibwerte, sprich Regen oder gar Schnee, ankündigt, hat man das Gefühl, dass der Auris schon mal in vorauseilendem Gehorsam sein ESP aktiviert. Nichts für den Spaß, aber immer auf der sicheren Seite. Wozu auch seine guten Bremsen ihren Teil beitragen.

Genau die können dagegen beim Hyundai alles andere als begeistern. 39 Meter Bremsweg aus Tempo 100 bis zum Stillstand sind wahrlich kein Ruhmesblatt. Mit dem Hyundai lässt sich auch bei Handling und Slalom wenig Staat machen. Immerhin greift auch hier das ESP sicher zügelnd ein, wenn der Fahrer zu übermütig wird. Und das ist auch gut so, denn bei abgeschalteter elektronischer Schleuderbremse zeigt der Koreaner heftige Lastwechselreaktionen, die auch versierten Fahrern schnelle Reaktionen abverlangen.

FahrdynamikMax. PunkteRenault Mégane TCe 130Toyota Auris 1.6 valvematicHyundai i30 blue 1.6
Handling150676355
Slalom100736663
Lenkung100757370
Geradeauslauf50404038
Bremsdosierung25171917
Bremsweg kalt150839361
Bremsweg warm150949461
Traktion100423943
Fahrsicherheit150126130124
Wendekreis25131111
Kapitelbewertung1000630628543
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Umwelt & Kosten

Dafür kann der Hyundai bei kühlen Rechnern richtig Punkte machen. Denn schon im Grundpreis trennen ihn 3.000 Euro von seinem nächst günstigeren Konkurrenten, dem Toyota. Zum Renault sind es sogar fast 4.000 Euro. Und selbst wenn diese Unterschiede mit der AUTO ZEITUNG-Normausstattung kleiner werden, bleibt der in absoluten Zahlen geringste Wertverlust. Dazu kommen die niedrigsten Kraftstoffkosten und – nicht zu unterschätzen – die langen Garantieversprechungen der Koreaner.

Hier muss insbesondere der Renault Mégane Federn lassen, den auch sein vergleichsweise hoher Preis und die Tankrechnungen zurückwerfen. Im Mittelfeld bewegt sich der Toyota Auris, sowohl in puncto Preise als auch Benzinkosten. Und sogar Boden gutmachen auf die französische und koreanische Konkurrenz kann der Japaner im Hinblick auf die zu erwartenden Werkstatt-Rechnungen.

Kosten / umweltMax. PunkteRenault Mégane TCe 130Toyota Auris 1.6 valvematicHyundai i30 blue 1.6
Bewerteter Preis675256264297
Wertverlust50252730
Ausstattung2520144
Multimedia50---
Garantie/Gewährleistung50272535
Werkstattkosten20141614
Steuer10999
Versicherung40303230
Kraftstoff55353839
Emissionswerte25868886
Kapitelbewertung1000502513544
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Renault Mégane TCe 130

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 9.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 20.350,00 €

Toyota Auris 1.6 valvematic

PS/KW 132/97

0-100 km/h in 9.50s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 19.500,00 €

Hyundai i30 blue 1.6

PS/KW 126/93

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 192 km/h

Preis 16.610,00 €