Auto Vergleichstest Honda CR-Z, Renault Mégane Coupé und VW Scirocco
Honda CR-Z gegen Mégane Coupé und Scirocco
Honda CR-Z 1.5 IMA | Renault Mégane Coupé TCe 130 | VW Scirocco 1.4 TSI
Aus AUTO ZEITUNG 13/2010
Während Renault Mégane Coupé und VW Scirocco mit sparsamen Downsizing- Motoren in die Zukunft rollen, kontert der neue Honda CR-Z mit Hybridtechnik. Wie vertragen sich Umweltfreundlichkeit und Sportsgeist?
Bei der Fahrspaß-Fraktion zählten Hybridautos bisher nicht zur ersten Wahl: sparsam, aber auch spaßarm – eine Einschätzung, die nicht allzu weit hergeholt schien. Als Erbe des legendären Honda CRX soll der neue CR-Z mit dem Kraftstoff geizen, aber großzügig in punkto Fahrvergnügen sein. Der Antrieb des Nippon-Coupés besteht aus einem 114 PS starken 1,5-Liter- Vierzylinder-Benziner und einem 14 PS starken Elektromotor, der zwischen dem Verbrennungsmotor und dem Sechsgang-schaltgetriebe angeordnet ist.
VW Scirocco und Renault Mégane setzen stattdessen auf konventionelle 1,4-Liter-Benziner, denen nach dem Downsizing-Prinzip Turbolader kräftig auf die Sprünge helfen.
Karosserie
Honda setzt beim CR-Z die Idee vom kleinen Coupé am konsequentesten um: Es wurde überall gekürzt. Mit nur 4,08 Meter Länge ist der Japaner rund 20 Zentimeter kürzer als seine Konkurrenten, und in der Breite fehlen ihm fünf bis sechs Zentimeter. So ist der CR-Z im Grunde genommen ein Zweisitzer. Der Fond taugt nur für Kinder auf Kurzstrecken. Vorne geht es dagegen hinreichend geräumig zu.
Deutlich luftiger sind der Scirocco und vor allem der Mégane. Im Letzteren können hinten sogar drei Leute mitfahren, wobei es um Kopf- und Beinfreiheit – wie auch im VW – nicht sonderlich gut bestellt ist. Lademeister ist der Renault, der den größten Kofferraum und die höchste Zuladung im Testfeld bietet. Wobei er allerdings wie die Konkurrenten eine sehr hohe Ladekante hat. Weil der kleine Honda hinten nicht nur einen Tank, sondern auch noch seinen Akku unterbringen muss, fällt sein Gepäckraum (225 bis 595 Liter) besonders knapp aus.
Um die Übersichtlichkeit ist es bei allen schlecht bestellt. Insbesondere schräg nach hinten sieht man infolge hochgezogener Karosserielinien und breiter C-Säulen so gut wie nichts. Dafür gibt es hinsichtlich der Bedienbarkeit wenig Grund zur Klage. Selbst wenn die beiden anderen nicht an die gewohnte, perfekte Logik der VW-Bedienelemente herankommen, so findet man sich in ihnen doch nach kurzer Eingewöhnung gut zurecht. Selbst die futuristisch bunten Instrumente des Honda lassen sich erstaunlich gut ablesen, wenngleich der Digitaltacho mit seinem ständigen Zahlenwechsel ebenso nervt wie im Renault.
| karosserie | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Max. Punkte | Renault Mégane Coupé TCe 130 | VW Scirocco 1.4 TSI | |||||||
| Raumangebot vorn | 100 | 64 | 63 | ||||||
| Raumangebot hinten | 100 | 48 | 45 | ||||||
| Übersichtlichkeit | 70 | 32 | 30 | ||||||
| Bedienung/ Funktion | 100 | 83 | 89 | ||||||
| Kofferraumvolumen | 100 | 35 | 22 | ||||||
| Variabilität | 100 | 25 | 15 | ||||||
| Zuladung/ Anhängelast | 80 | 27 | 18 | ||||||
| Sicherheit | 150 | 83 | 92 | ||||||
| Qualität/ Verarbeitung | 200 | 182 | 186 | ||||||
| Kapitelbewertung | 1000 | 579 | 560 | ||||||
Autos im Test
Renault Mégane Coupé TCe 130
VW Scirocco 1.4 TSI
Honda CR-Z 1.5 IMA

























