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Kia Sorento vs. BMW X3 & Hyundai Grand Santa Fe

Überholversuch

FAHRKOMFORT

Dass die Ingenieure auch in die Fahrwerksabstimmung viel Arbeit gesteckt haben, zeigen schon die ersten Meter im Sorento. Auf ebener Piste vermittelt die Abstimmung ein straffes, sportliches Gefühl, auf Autobahnen gefällt die Souveränität, auf schlechten Wegen wiederum das sehr gute Schluckvermögen der Federn und Dämpfer.

Auch wenn das Anfedern auf harten Kanten nicht ganz so sensibel passiert wie im BMW, verdaut der Kia Beladung oder grobe Schlaglöcher doch besser. Gleiches gilt für den Hyundai, der ebenfalls ohne adaptive Dämpfer auskommen muss. Dafür leidet der weiße Riese etwas unter den schroffer abrollenden 19-Zoll-Rädern (Premium-Ausstattung).

Bei BMW empfiehlt sich die dynamische Dämpfer-Kontrolle für 1100 Euro, die über den Fahrerlebnisschalter die Charakteristik deutlich wahrnehmbar zwischen sportlich und komfortabel verändern kann. Zusammen mit den hervorragend ausgeformten und bequemen Sportsitzen (550 Euro) bleibt der X3 so der Langstreckenkönig.

Etwas größer geschnitten und mit reichlich Seitenhalt sowie längs einstellbaren Kopfstützen bestückt, erhalten jedoch auch die optional mit Belüftung ausgestatteten Kia-Sitze (Sitzheizung serienmäßig) das Prädikat ausgezeichnet. Im Hyundai sitzt man etwas höher und aufrechter, aber gewiss nicht unbequem. Zugleich darf man sich im Grand Santa Fe nicht nur über die serienmäßige Zwei-Zonen-Klimaautomatik freuen, sondern auch über die extra Klima- und Lüftungsregelung in der dritten Reihe.

MOTOR/GERTRIEBE

Sowohl im BMW als auch im Hyundai-Kia-Gespann erhält man mit dem Vierzylinder-Diesel einen bärenstarken Antrieb. Die Langhuber bringen es allesamt auf mindestens 400 Nm Drehmoment (Kia: 441 Nm) und haben keine Mühe, die bis zu zwei Tonnen schweren Allradler auf Trab zu bringen. Schnellster im Bund ist der BMW mit zwei Liter Hubraum, der dank brillanter Achtstufen-Automatik auch Zwischensprints im Nu erledigt.Die beiden Koreaner brauchen trotz etwas größeren Hubraums (2,2 Liter) für den Sprint auf Tempo 100 rund eine Sekunde länger, wirken aber keinesfalls schwachbrüstig.

Ihre Sechsgang-Automaten passen dagegen eher zur gemütlichen Fahrweise, obwohl sich die Kia-Variante über den DriveMode-Select-Schalter etwas sportlicher kalibrieren lässt. So direkt am Gas wie der BMW- Motor im Sportmodus hängt das Triebwerk indes nicht . Sparsam ist der Antrieb in Kia und Hyundai aber allemal. Obwohl deutlich schwerer als der BMW, verlangt der Hyundai im Schnitt nach 8,3 Liter Diesel auf 100 km, der Kia: 8,4 Liter. Der BMW ist mit genau acht Litern der Beste bei der Verbrauchsmessung.

Markus Schönfeld