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Roadster Vergleich: Jaguar F-Type V8 S vs. Mercedes SL 500

Charakter-Typen

Fahrkomfort

Der SL zeigt im Vergleich, was einen echten Daimler ausmacht: der Komfort. Er ist sehr leise, federt sehr souverän mit adaptiven Dämpfern (Serie) und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Selbst bei hohen Drehzahlen dröhnt der Motor nicht, sondern klingt einfach kraftvoll und gleichzeitig typisch nach einem V8. Dabei sitzt man auf bequemen Ledersesseln, die jeder Statur genug Platz bieten und auch über das zentrale Bediensystem zigfach einstellbar sind. Obwohl die 1950 Euro teuren Testwagen-Sitze im Jaguar "Performance" heißen, handelt es sich nicht um knallharte Schalen. Mit einstellbaren Seitenwangen passen auch sie sich beinahe jeder Körperform an. Praktisch für den alltäglichen Kleinkram sind die drei Fächer zwischen den Sitzen, und für den Winter stehen Frontscheiben- (430 Euro) sowie Lenkradheizung (400 Euro) in der Preisliste. Im Gegensatz zum Mercedes SL ist der stoffbedachte Jag aber deutlich lauter, und auch die Geräuschkulisse der vierflutigen Abgasanlage röhrt schon mit geschlossenen Auspuffklappen dominant. Der Federungskomfort des Briten passt hingegen prima. Zwar ist die Abstimmung der adaptiven Dämpfer per se straff, doch das Fahrwerk verarbeitet jede Unebenheit sensibel und federt Fugen sowie Kanten sauber an. Das harmoniert mit dem sportlichen F-Type-Charakter, doch würden wir uns einen echten Komfortmodus wünschen, der weniger Bewegung in die verwindungssteife Karosserie bringt. Denn besonders die Hinterachse gerät bei hohem Autobahntempo über Unebenheiten etwas aus der Ruhe und stört mit zu starkem Ausfedern. Dennoch fährt man auch im Jaguar entspannt lange Touren – solange das Verdeck geschlossen bleibt. Zwar halten sich die Luftverwirbelungen in Grenzen, ab Tempo 130 kann man sich aber schon nicht mehr entspannt unterhalten. Der Mercedes zeigt, dass das auch anders geht.

FahrkomfortMax. PunkteMercedes SL 500Jaguar F-Type V8 S
Sitzkomfort vorn150142140
Sitzkomfort hinten10000
Ergonomie150135137
Innengeräusche503923
Geräuscheindruck1008068
Klimatisierung504139
Federung leer200145140
Federung beladen200149142
Kapitelbewertung1000731689
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Motor & Getriebe

Der Druck auf die Jaguar-Start-Taste bedeutet Krawall – egal ob im Dynamik-Modus oder nicht. Doch der Brite ist kein Innenstadtschreck für Hemdsärmelige, sondern bärenstark. Aus dem Stand auf 100 km/h sprintet der F-Type schneller als das Datenblatt verspricht, dabei schaltet die Achtstufen-Automatik von ZF schnell und weich. Überhaupt hat das Getriebe immer den richtigen Gang parat. Trotzdem verleiten die goldenen Schaltpaddel zum manuellen Stufenwechsel – allein schon wegen der permanent Fehlzündungen imitierenden Abgasanlage. Der Testverbrauch von 13,7 Liter Super Plus passt zwar nicht zur Werksangabe, aber kann man das einem 495 PS starken Kompressor-V8 übel nehmen? Dem seidenweich laufenden Achtzylinder im SL genügen 2,2 Liter weniger auf 100 Kilometern. Doch bei flotter Gangart ist auch der Biturbo im Daimler kein Kostverächter. Bei 250 km/h regelt die Elektronik des Mercedes ab, bis dahin drückt der aufgeladene V8 aber beeindruckend. Doch obwohl der Jaguar 50 km/h schneller rennt, verliert er das Antriebskapitel nach Punkten knapp.

Motor und getriebeMax. PunkteMercedes SL 500Jaguar F-Type V8 S
Beschleunigung150140141
Elastizität10000
Höchstgeschwindigkeit15090128
Getriebeabstufung1009090
Kraftentfaltung504746
Laufkultur1009490
Verbrauch325163121
Reichweite2598
Kapitelbewertung1000633624
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Mercedes SL 500

PS/KW 435/320

0-100 km/h in 4.40s

Hinterrad, 7-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 125.807,00 €

Jaguar F-Type V8 S

PS/KW 495/364

0-100 km/h in 4.20s

Hinterrad, Sperrdifferential, 8-Stufen-Automatik

Spitze 300 km/h

Preis 101.850,00 €