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Hyundai Veloster, Peugeot RCZ und Toyota GT86 im Sportcoupé-Test 2013

Sportskanonen

Fahrdynamik

Nach dieser Disziplin bitten wir die Sportskanonen von der Sprintstrecke auf den Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings. Hier müssen sie ihr Kurventalent beweisen. Auf Anhieb fühlt sich der frontgetriebene Peugeot RCZ sichtlich wohl. Willig folgt er den Lenkbefehlen des Fahrers, krallt sich in den Asphalt und bleibt lange neutral, ehe er im Grenzbereich leicht über die Vorderräder schiebt. Zudem bremst er auch nach mehreren Runden immer noch vehement ab. Beim zehnmaligen Notstopp aus 100 km/h steht er mit kalter wie warmer Bremse nach weniger als 35 Metern.

Der Toyota GT86 verzögert auf ähnlichem Niveau wie der Franzose, die Dosierbarkeit der Bremsanlage lässt jedoch nach einigen schnellen Umläufen nach. Im Alltag funktionieren die Stopper aber problemlos. Am Ende ist der Hecktriebler mit seiner guten Traktion – der serienmäßigen Torsen-Differenzialsperre an der Hinterachse sei Dank – nur wenig langsamer als der RCZ auf der Rennstrecke. Mit seiner gefühlvollen Lenkung schlängelt sich der GT86 leichtfüßig durch die Kurven des Nürburgrings. Sein ESP hat ihn dabei stets im Griff und verhindert ein Auskeilen des Hecks frühzeitig. Wer gern im Drift um die Ecke fährt, schaltet das VSC (ESP) ab und dirigiert den gut beherrschbaren Japaner quer über den Asphalt.

Als Letzter muss der neue Hyundai Veloster Turbo beweisen, wie viel Sportler wirklich in ihm steckt. Insgesamt gibt er sich sehr sicher und weitgehend frei von Lastwechselreaktionen. Wegen des höheren Schwerpunkts neigt sich seine Karosserie in schnellen Kurven allerdings stärker als bei den anderen beiden. Zudem könnte die Lenkung etwas mehr Kontakt zur Fahrbahn vermitteln, wenngleich der Veloster auf Bewegungen am Volant schnell reagiert. Beim Herausbeschleunigen aus engen Kehren bekommt er aber seine Kraft über die Vorderräder nicht ganz auf die Straße, was auch dazu führt, dass er nach seinen Mitstreitern das Ziel erreicht. Zudem benötigt er rund drei Meter mehr bis zum Stillstand aus 100 km/h als RCZ und GT86.

FahrdynamikMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPHyundai Veloster 1.6 TurboToyota GT86
Handling150877186
Slalom100727373
Lenkung100757078
Geradeauslauf50404236
Bremsdosierung30201918
Bremsweg kalt1501047092
Bremsweg warm15010171101
Traktion100383548
Fahrsicherheit150125126115
Wendekreis20101210
Kapitelbewertung1000672589657
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Umwelt & Kosten

Wer sich für wenig Geld ein auffälliges Coupé mit Turboantrieb wünscht, ist mit dem 24.790 Euro teuren Hyundai Veloster Turbo richtig beraten. Dafür rollt der Koreaner ab Werk auf 18-Zoll-Leichtmetallrädern und bietet unter anderem eine serienmäßige Klimaanlage. Zwar liefern Peugeot und Toyota sogar eine Klimaautomatik mit, dafür kosten ihre Sportcoupés jeweils über 30.000 Euro. Hyundai spendiert dem Veloster die automatische Klimaregelung ab der 26.990 Euro teuren Premium-Ausstattung. Den Kapitelsieg sichert sich der Koreaner darüber hinaus durch die längsten Garantiezeiten, den geringsten Wertverlust und die niedrigsten Versicherungsprämien.

Und während die Auszählung der Gesamtpunktzahlen noch läuft, steht bereits fest: Jeder dieser drei Nachwuchssportler hat seine eigene Fangemeinde.

Kosten / umweltMax. PunktePeugeot RCZ 200 THPHyundai Veloster 1.6 TurboToyota GT86
Bewerteter Preis675194233198
Wertverlust50182120
Ausstattung25202320
Multimedia50241821
Garantie/Gewährleistung50283525
Werkstattkosten20131414
Steuer10998
Versicherung40343530
Kraftstoff55363736
Emissionswerte25222222
Kapitelbewertung1000398447394
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Peugeot RCZ 200 THP

PS/KW 200/147

0-100 km/h in 6.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 235 km/h

Preis 31.150,00 €

Hyundai Veloster 1.6 Turbo

PS/KW 186/137

0-100 km/h in 8.20s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 214 km/h

Preis 24.790,00 €

Toyota GT86

PS/KW 200/147

0-100 km/h in 7.10s

Hinterrad, Sperrdifferential, 6 Gang manuell

Spitze 226 km/h

Preis 30.450,00 €