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Hyundai i30/BMW 118d: Vergleich

Hyundai jetzt auf Augenhöhe?

Mit viel Fleiß verbessert Hyundai stetig seine Modelle – so auch den i30. Wie gut schlägt sich der gerade facegeliftete Asiate gegen den ebenfalls überarbeiteten Premium-Kompakten BMW 118d? Vergleichstest

Der allererste Hyundai war 1967 noch ein Lizenzbau des englischen Ford Cortina – mit dem Bau eigener Fahrzeuge begannen die Koreaner erst Mitte der 70er-Jahre. Doch seit zwölf Jahren entwickeln die Asiaten nun bereits Modelle in Europa, um insbesondere in Deutschland – dem härtesten Automarkt der Welt – Kunden zu gewinnen.

Ein erfolgreiches Beispiel dieser Arbeit ist der kompakte i30, dessen zweite Generation jetzt mit dezenten optischen Retuschen in ihre zweite Lebenshälfte startet. Diese durchlebt derzeit auch die zweite 1er-Generation von BMW, das Symbol für Premium-Fahrspaß in der Kompaktklasse. Beide Autos treten mit sparsamen Dieseln zu einer Abstandsmessung der besonderen Art an. Hier droht garantiert kein Führerscheinverlust, stattdessen erfolgt eine Standortbestimmung.

Hyundai i30 gegen BMW 118d: KAROSSERIE

Kaum ein BMW-Kunde dürfte wegen des Platzangebots den 1er wählen, denn dieser kommt zweifellos sehr knapp geschnitten daher, was speziell für den Fond gilt. Da ist die Unterbringung von Großgewachsenen im i30 weit weniger unbequem. Sein etwas geringeres Kofferraumvolumen (360 bis 1200 Liter; Hyundai: 378 bis 1316 Liter) gleicht der BMW mit mehr Variabilität in Gestalt einer optionalen dreigeteilt klappbaren Rücksitzlehne („Durchladesystem“ 200 Euro) aus.

Zusätzlich punktet der Münchner mit dem mustergültigen iDrive-System, das neben einer Motorölstandskontrolle blitzschnelle Zugriffe auf Telefon-, Navigation- oder Multimediafunktionen erlaubt. Demgegenüber findet der Hyundai i30 ein Smartphone mitunter erst nach mehreren Anläufen. Auch bei der Sicherheitsausstattung läuft der Deutsche dem Koreaner den Rang ab: So gibt es für ihn etwa optional einen Abstandswarner und -regler sowie einen Spurhalteassistenten.

Ein Notrufassistent ist sogar serienmäßig an Bord. Immerhin will Hyundai in der zweiten Jahreshälfte noch einen Spurhalteassistenten nachreichen. Eine hochwertige Verarbeitung, deren Bild nur von einem klarlackfreien Heckklappenrahmen getrübt wird, bietet der i30 dagegen jetzt schon. Damit schmilzt in diesem Kapitel der Abstand auf den BMW beträchtlich.

Elmar Siepen