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Ford, Mazda, Opel & VW: 4 Mittelklasse-Kombis

richtig einladend

FAHRKOMFORT

Der Ford und der VW bestreiten diesen Vergleichstest jeweils mit adaptiven Dämpfern. Dies bringt ihnen Vorteile gegenüber der Konkurrenz von Mazda und Opel ein, die mit ihren konventionellen Feder-/Dämpfer-Elementen Fahrbahnschäden nicht so geschmeidig ausblenden.

Vor allem der Mazda 6 reagiert auf Querfugen und Kanten etwas hölzern – was zu einem Teil jedoch den serienmäßigen 19-Zoll-Rädern zuzuschreiben ist. Den besten Sitzkomfort finden die Passagiere einmal mehr im Passat vor.

Der 1180 Euro teure ergoComfort-Sitz, mit dem unser Testwagen bestückt ist, lässt sich an alle erdenklichen Größen und Staturen anpassen und gefällt durch seine wirkungsvolle seitliche Körperabstützung.

Und auch die Rückbank des Wolfsburgers dürfte aufgrund der komfortablen Sitz-position und dem gebotenen Seitenhalt den meisten Fahrgästen auf langen Strecken mehr zusagen als die weniger konturierten Rücksitze der Konkurrenz.

MOTOR/GERTRIEBE

Der Ford Mondeo 2.0 TDCi (180 PS), der Mazda 6 SKYACTIV-D 175 (175 PS) und der Opel Insignia 2.0 CDTI (170 PS) konkurrieren von der Motorleistung her weitgehend auf Augenhöhe. Der VW Passat 2.0 TDI fällt mit seinen 150 PS leicht aus dem Rahmen. Dennoch kommt bei ihm nur selten der Wunsch nach mehr Leistung auf.

Das liegt einerseits an der spontanen und drehfreudigen Charakteristik seines TDI-Triebwerks. Andererseits hilft dem Wolfsburger sein vergleichsweise geringes Gewicht. Er ist 168 Kilogramm leichter als der Ford Mondeo und 179 Kilo leichter als Opel Insignia.

Dieser Umstand kommt dem VW zusätzlich beim Verbrauch zugute. Mit durchschnittlich 5,8 Litern/100 km ist er der Sparsamste im Feld. Der Schnellste des Quartetts ist der ebenfalls sehr leichte Mazda 6. Sein 2,2 Liter-Biturbodiesel beschleunigt den Asiaten in nur 7,8 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Und auch in den Elastizitätsprüfungen hat der Japaner die ausdrucksstarke Nase vorn. Dazu begeistert das kultivierte Triebwerk durch seine spontane Gasannahme und die ausgeprägte Drehfreude. Mit einem Verbrauch von 6,2 Litern je 100 Kilometer präsentiert sich der Mazda zudem als effizienter Wegbegleiter.

Weniger gut: die etwas hakelige Schaltung des Sechsgang-Getriebes. Das 180 PS starke Diesel-Herz des Ford fühlt sich im mittleren Drehzahlbereich, also zwischen 2000 und 3800 Umdrehungen, am wohlsten. In diesem Fenster schiebt der leise TDCi den Mondeo wuchtig an.

Den Standardsprint erledigt der große Kölner in 8,6 Sekunden, was ihm den zweiten Platz in der Beschleunigsungswertung einbringt. Allerdings ist er mit einem für sich genommen im mer noch guten Verbrauch von 6,6 Litern der Durstigste im Feld.

Zum Herbst seines Produktionszyklus hat der Opel Insignia 2.0 CDTI noch einmal einen neuen Motor erhalten. Der laufruhige Turbodiesel mit AdBlue-Abgasnachbehandlung gefällt durch seine unaufgeregte Arbeitsweise und den geringen Verbrauch von 6,3 Litern auf 100 Kilometern.

Die Beschleunigungswerte des 170 PS starken Insignia liegen auf dem Niveau des schwächeren Passat. Allerdings wartet der Rüsselsheimer im Vergleich zum Wolfsburger Konkurrenten mit den besseren Elastizitätswerten auf. Die teigige Schaltung sorgt indes nicht für Begeisterungsstürme.

Marcel Kühler