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Fiat Punto Evo, Ford Fiesta und Peugeot 207 im Vergleichstest

Fiat Punto Evo, Ford Fiesta, Peugeot 207

Fahrkomfort

Allzu optimistische Erwartungen an den Federungskomfort erstickt der nur in der Linea Sportiva lieferbare Fiat bereits auf den ersten Metern: Er ist straff, und seine dicken 17-Zöller holpern gern über kaum erkennbare Fahrbahnfugen. Besser federt dagegen die Konkurrenz – besonders in Form des Ford Fiesta, der am sensibelsten anspricht und zudem die meisten Federwegreserven bietet. Positiv jedoch bei allen drei Kleinwagen: Die recht beachtliche Zuladung von rund 500 Kilogramm verdauen sie fast ungerührt. Nur der Peugeot deutet mit leichtem Durchwippen an der Hinterhand an, dass es jetzt reicht. Der Fiat federt im Extremfall nach langen Wellen auf Anschag durch, immerhin bringt er voll beladen 1730 kg auf die Waage.

Zu erstaunlicher Reife haben es in dieser Klasse auch die Sitze gebracht: Der Fiesta hat die bequemsten Möbel mitgebracht, leichte Abstriche gibt es beim Fiat wegen der kurzen Sitzflächen und beim Peugeot wegen der zu nachgiebigen Sitzflanken. Hinten dagegen lässt es sich im geräumigen Fiat am besten sitzen.

Ansonsten bieten die drei Superminis – so nennen die Briten diese Fahrzeugklasse – einen Fahr- und Langstreckenkomfort, der vor wenigen Jahren in den höheren Klassen keineswegs selbstverständlich war. war. Leistungsfähige Klimananlagen gehören da ebenso dazu wie leise Motoren. Nur etwas mehr Überholprestige wünschte man sich auf langen Autobahnetappen, wobei in dieser nicht punktefähigen Disziplin der Fiat vorn liegt. Was aber nichts daran ändert, dass der Fiesta insgesamt den rundesten Komforteindruck hinterlässt.

FahrkomfortMax. PunkteFord Fiesta 1.6 TI-VCTPeugeot 207 1.6 120 V TiFiat Punto Evo 1.4 16V Multiair Turbo
Sitzkomfort vorn150868484
Sitzkomfort hinten100484852
Ergonomie150121120116
Innengeräusche50313426
Geräuscheindruck100646361
Klimatisierung50252830
Federung leer200115108104
Federung beladen20011010296
Kapitelbewertung1000600587569
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Motor & Getriebe

Eines vorweg: Ganz so sparsam wie von Fiat und den EU-Werten versprochen, ist der MultiAir-Motor des Punto Evo nicht. Auf der AUTO ZEITUNG-Messstrecke konsumierte der 135 PS starke Vierzylinder 7,5 Liter Super je 100 km und war damit 0,4 und 0,3 Liter trinkfreudiger als die 120-PS-Benziner von Ford und Peugeot. Doch erfahrungsgemäß schlägt der Volllastanteil der Verbrauchsrunde bei Turbobenzinern besonders heftig ins Kontor. Mit vorsichtigerem Gasfuß erreicht man problemlos Verbrauchswerte mit einer Sechs vor dem Komma.

Der MultiAir-Turbo hat jedoch noch mehr zu bieten: Er hängt exzellent am Gas und bügelt die schwächere Konkurrenz fast nach Belieben. Und er spielt bei der Elastizitätsmessung einfach in einer anderen Liga als die deutlich müder zu Werke gehenden Benziner in Fiesta und 207. Von 80 bis 120 km/h im Fünften brennt er dem Kölner und dem Franzosen 5,6 Sekunden aufs Fell – eine andere Welt. Zudem ist er ausgesprochen kultiviert und laufruhig. Kein Wunder also, dass der MultiAir-Benziner das Antriebskapitel mit den meisten Punkten abschließt.

Motor und getriebeMax. PunkteFord Fiesta 1.6 TI-VCTPeugeot 207 1.6 120 V TiFiat Punto Evo 1.4 16V Multiair Turbo
Beschleunigung15010293109
Elastizität100686682
Höchstgeschwindigkeit150484657
Getriebeabstufung100757375
Kraftentfaltung50252330
Laufkultur100565660
Verbrauch325247245239
Reichweite25101210
Kapitelbewertung1000631614662
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Ford Fiesta 1.6 TI-VCT

PS/KW 120/88

0-100 km/h in 9.90s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 193 km/h

Preis 17.300,00 €

Peugeot 207 1.6 120 V Ti

PS/KW 120/88

0-100 km/h in 11.20s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 190 km/h

Preis 17.300,00 €

Fiat Punto Evo 1.4 16V Multiair Turbo

PS/KW 184/135

0-100 km/h in 9.00s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 17.950,00 €