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Familienautos bis 15.000 Euro im Test

Dacia Duster 1.6 16V 4WD | Kia Venga 1.4 CVVT | Renault Kangoo 1.6 16V 105 | Skoda Fabia Combi 1.2 TSI

Selbst wenn man nicht mehr als 15.000 Euro für einen Neuwagen ausgeben will, ist die Auswahl riesengroß. Vier Konzepte im Vergleich: Welches taugt am besten für Alltag und Familie?

Es soll ja Leute geben, undenkbar für Autoverrückte, Statusbewusste und Weltverbesserer, die ein Automobil nicht danach aussuchen, wie schnell es auf der Nordschleife, prestigeträchtig in der Garageneinfahrt oder klimaschonend vor dem Kindergarten ist, sondern einfach nur danach, wie gut es ihre mobilen Bedürfnisse erfüllt.

Oft ist noch nicht einmal Finanzmangel der Grund für die automobile Zurückhaltung, sondern womöglich die Einsicht, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt als Autos. Das Leben an sich zum Beispiel. Früher gab es dafür in Deutschland den VW Käfer. Doch seit die Preise für Wolfsburger Kompakte nicht mehr für alle Einkommensschichten volkstümlich sind, finden sich solche Angebote heutzutage gern bei Importeuren.

Besonders dann, wenn das neue Auto, bitteschön, nicht mehr als 15.000 Euro kosten soll. Bei Renault zum Beispiel. Der ehemalige französische Staatskonzern (bis heute hält Frankreich 15 Prozent der Unternehmensanteile) schickt gleich zwei Kandidaten ins Rennen: den Kastenwagen Renault Kangoo, geistiger und moralischer Erbe des Renault 4 Fourgonette, und den Dacia Duster, das Kampfpreis-Kompakt-SUV der rumänischen Tochterfirma.

Beide Renault-Produkte kommen mit 1,6-Liter-Benziner auf jeweils knapp über 100 PS. Nicht ganz so viele Pferdestärken gibt es bei der tschechischen VW-Tochter Skoda für etwa gleiches Geld: Der Skoda Fabia Combi mit dem aktuellen 1.2-TSI-Downsizing-Triebwerk hat 86 PS.

90 Pferde fährt der Kia Venga in seinem 1,4-Liter-Vierzylinder auf, verpackt in eine hübsche, schlichte One-Box-Form und versehen mit dem größten Trumpf der südkoreanischen Marke: volle sieben Jahre Garantie. Doch das ist nicht alles, was uns interessiert. Wir prüfen, welches der 15.000-Euro-Mobile den Alltag am besten bewältigt und im harten AUTO ZEITUNG-Vergleichstest die meisten Punkte sammelt. Los geht’s.

Karosserie

Es ist zwar eine Binsenweisheit, aber eine, die wahrscheinlich stimmt: Leute, die wenig Geld fürs Auto ausgeben wollen, bevorzugen Fahrzeuge mit großzügigem Raumangebot. Weil sie viele Kinder haben oder teure Hobbys, die allesamt keine größeren Investitionen für Transportmittel erlauben.

So gesehen müssten die alle den Renault Kangoo kaufen. Denn in puncto Raumangebot ist der kleine Franzose in diesem Test unschlagbar. Über 2,5 Kubikmeter Laderaum kann er bieten, da muss man schon mit schwerem Gerät anrücken, um den Kangoo hier zu überbieten. Dabei ist er nicht nur geräumig, sein Interieur ist zudem sehr wohnlich und zweckmäßig eingerichtet. Das meiste davon ist bereits in der Grundversion Authentique mit an Bord, etwa die asymmetrisch klappende Bank und die Schiebetür rechts.

Seit das ESP in allen Versionen gleich mit an Bord ist, fehlt nichts Wesentliches. Da der sympathische Franzose zudem noch übersichtlich eckig und ordentlich verarbeitet ist und eine recht hohe Zuladung verkraftet, kann ihm den souveränen Sieg im Karosseriekapitel keiner nehmen. Am nächsten kommt dem Renault hier der ebenfalls sehr geräumige, dennoch eine Klasse kleinere Kia Venga.

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Er ist auch praxisgerecht möbliert, hat serienmäßig einen variablen Ladeboden und eine ebenso klapp- wie verschiebbare Bank. Doch vor allem in der zweiten Reihe ist der Platz schon deutlich beengter als im Kangoo. Weiterer Pluspunkt des Koreaners: die ordentliche Sicherheitsausstattung. Er bietet serienmäßige Kopf- und Seitenairbags vorn, es gibt sogar ein Navi mit Tempolimit-Anzeige (Technik-Paket, 1.490 Euro), allerdings nur in der rund 4.000 Euro teureren Spirit-Version.

Die spärliche Sicherheitsausstattung wird dem Dacia Duster unter anderem in diesem Kapitel zum Verhängnis. Sie ist mehr als spärlich, kurz einem modernen Auto eigentlich nicht angemessen. Immerhin ist mittlerweile das optionale ESP für alle Varianten verfügbar, der gesamte Aufpreis zum Basismodell beträgt aber 2.400 Euro. Zu den schöneren Seiten des Dacia zählen etwa das ordentliche Raumangebot, die gute Übersichtlichkeit und die klare Bedienung. Wobei nicht unerwähnt bleiben sollte, dass wo so wenige Knöpfe zu verteilen sind, es nicht schwer sein sollte, diese ordentlich zu platzieren.

Bleibt der Skoda, der hier ein wenig unter Wert geschlagen wird. Unter seinesgleichen ist er ein Raumriese, in diesem Testfeld eher ein Karosseriezwerg. Das merken vor allem die Insassen, die im Fond Platz nehmen müssen. Der Knieraum fällt bescheiden aus, die Kopffreiheit ebenso – schnell wünschen sich die Passagiere zurück in die lichte Geräumigkeit des Kangoo. Einiges kann dennoch auch der Skoda gut: Er offeriert die beste Qualität und lässt sich am einfachsten und sichersten bedienen, das liegt an seinen VW-Genen.

KarosserieMax. PunkteSkoda Fabia Combi 1.2 TSIKia Venga 1.4 CVVTRenault Kangoo 1.6 16V 105Dacia Duster 1.6 16V 4WD
Raumangebot vorn10062707868
Raumangebot hinten10045647562
Übersichtlichkeit7048445549
Bedienung/ Funktion10085798082
Kofferraumvolumen10047288345
Variabilität10025454825
Zuladung/ Anhängelast8027313532
Sicherheit15068757036
Qualität/ Verarbeitung200152140145128
Kapitelbewertung1000559576669527
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

Skoda Fabia Combi 1.2 TSI im Vergleichstest

Skoda Fabia Combi 1.2 TSI

PS/KW 86/63

0-100 km/h in 11.60s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 178 km/h

Preis 13.880,00 €

Kia Venga 1.4 CVVT im Vergleichstest

Kia Venga 1.4 CVVT

PS/KW 90/66

0-100 km/h in 12.60s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 167 km/h

Preis 13.990,00 €

Renault Kangoo 1.6 16V 105 im Vergleichstest

Renault Kangoo 1.6 16V 105

PS/KW 106/78

0-100 km/h in 12.60s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 170 km/h

Preis 15.190,00 €

Dacia Duster 1.6 16V 4WD im Vergleichstest

Dacia Duster 1.6 16V 4WD

PS/KW 105/77

0-100 km/h in 12.80s

Allrad, zuschaltbar, 6 Gang manuell

Spitze 160 km/h

Preis 12.890,00 €