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Erster Test: VW Touareg gegen Mercedes ML

Mercedes ML 350 und VW Touareg V6

Seit langem ist der Mercedes ML eine etablierte Größe im SUV-Segment – jetzt fordert ihn VW mit dem komplett neuen Touareg heraus

Mit der Zeit ist das so eine Sache. Das Gute an ihr ist, dass man mit ihrem Verlauf Dinge von Beständigkeit und Reife zu schätzen lernt. Im Fall des Mercedes ML sind dies ausgereifte Technik, gefälliges Design und eine absolut solide Verarbeitung. Auf der anderen Seite der Zeit steht aber der Fortschritt. Und den kann selbst eine so burgenhafte Erscheinung wie der ML nicht aufhalten.

Zwischen der Markteinführung der aktuellen zweiten Generation (Baureihe W164) und dem brandneuen VW Touareg liegen gut fünf Jahre. Nicht viel Zeit, könnte man meinen. Doch die Hersteller haben nicht geschlafen und fleißig weiterentwickelt – gerade für die sehr anspruchsvollen Kunden hochpreisiger Automobile. Und so wirkt schon der Vergleich der Ausstattungslisten der zwei Kontrahenten wie eine kleine Zeitreise.

Touareg-Extras wie Spurwechseloder Spurhalteassistent, Wankausgleich oder dynamische Fernlichtregulierung sucht man beim ML vergebens – ebenso hochauflösende Farb-Displays zwischen den Armaturen und eine Rundum-Kameraüberwachung. Ohne Frage: Das große SUV von VW kommt aus einem neuen Zeitalter.

Karosserie

Die Enden der Karosserie kann man von keinem der beiden Fahrerplätze ausmachen – das Rangieren mit den Dickschiffen gestaltet sich aber dank Einparkhilfen kinderleicht. Im Touareg überwachen auf Wunsch Kameras in Stoßfängern und Spiegeln den kompletten Bereich rund ums Auto und senden eine beeindruckende 360°-Ansicht auf den großen Bildschirm im Armaturenträger (Area View: 1535 Euro).

So lässt sich der 4,90 Meter lange Wolfsburger wie in einem Computerspiel per Draufsicht durch enge Passagen zirkeln. Das Platzangebot der fast identisch großen Allradler ist üppig – beide Innenräume sind optimal ausgenutzt. Selbst fünf Passagiere dürften sich hier auf längeren Strecken nicht beschweren.

Eingeengt fühlt man sich schon wegen der großzügigen Kopffreiheit nicht. Beim Gesamt-Kofferraumvolumen gewinnt der Mercedes – variabler ist aber der VW. Schiebt man seine Rücksitze ganz nach hinten, entsteht eine herrschaftliche Knieund Beinfreiheit für die hinteren Mitfahrer.

KarosserieMax. PunkteVW Touareg V6 TDI BlueMotion TechnologyMercedes ML 350 BlueTec
Raumangebot vorn1009390
Raumangebot hinten1008889
Übersichtlichkeit705654
Bedienung/ Funktion1009088
Kofferraumvolumen1006163
Variabilität1004543
Zuladung/ Anhängelast806062
Sicherheit150122116
Qualität/ Verarbeitung200180176
Kapitelbewertung1000795781
Bewertung aller Fahrzeuge ansehen

Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Touareg V6 TDI BlueMotion Technology

PS/KW 239/176

0-100 km/h in 7.70s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 218 km/h

Preis 50.700,00 €

Mercedes ML 350 BlueTec

PS/KW 211/155

0-100 km/h in 8.60s

Allradantrieb, permanent, 7-Stufen-Automatik

Spitze 210 km/h

Preis 58.132,00 €