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Citroën, Ford, Opel, Renault – vier Kompaktvans im Vergleich

Ideal für die große Tour

Fahrdynamik

So schwer der Zafira Tourer auch sein mag, auf dem Handlingkurs merkt man ihm davon nichts an. Sehr ausgewogen und ohne heikle Lastwechselreaktionen lässt er sich präzise um die Pylonen dirigieren. Auch wenn sich die Karosserie in Kurven stärker zur Seite neigt als bei den Kontrahenten, verlieren die angetriebenen Vorderräder nie die Traktion.

Anders beim Renault. Hier scharrt das kurveninnere Vorderrad durch den plötzlich eintretenden Schub des Turbodiesels in engen Kehren schon mal auf dem Asphalt. Setzt das ESP ein, ist für einen Moment lang Schluss mit dem Vortrieb. Das kostet Zeit, und so verliert der eigentlich nicht unsportliche Renault an Boden. Langsamer zeigt sich nur der Citroën, dessen heftige ESP-Eingriffe sich noch schwieriger vorausahnen lassen.

Immerhin glänzt der große Citroën mit dem kleinsten Wendekreis. Dafür ist die Lenkung aber sehr leichtgängig und etwas unpräzise. Was bei komfortabler Fahrweise und im Stadtverkehr gefallen mag, ist auf der Rundstrecke eher hinderlich und erschwert das genaue Anvisieren des Kurvenscheitelpunktes. Ebenso stören bei sportlicher Fahrweise wie auch im Renault Grand Scénic die etwas schwer zu dosierenden Bremsen.

Einen bleibenden Eindruck auf dem Testgelände hinterlässt dagegen der Grand C-MAX mit Conti-Bereifung (Conti Sport-Contact3). Sein sanft mitlenkendes Heck macht den Kölner zum echten Kurvenstar in diesem Vergleichsumfeld. Zudem arbeiten Lenkung und Fahrwerk mit sehr authentischer Rückmeldung, sodass jede Runde reproduzierbar nachgefahren werden kann. Nur der große Wendekreis von 12,5 Metern und die leicht nervöse Mittellage des Lenkrads trüben die gute Vorstellung. Mit Sportbereifung und warmen Bremsen kann der Ford auch die Bestmarke beim Verzögerungstest setzen (34,4 Meter).

Der Opel steht mit kalten wie warmen Stoppern bei einer Vollbremsung aus Tempo 100 nach 35,8 bzw. 35 Metern – ein ebenfalls guter Wert. Verlierer in dieser Disziplin ist wiederum der Renault, der kalt 37,4 Meter und warm 36,4 Meter benötigt.

FahrdynamikMax. PunkteOpel Zafira Tourer 1.6 CDTI ecoFLEXFord Grand C-MAX 2.0 TDCiCitroën Grand C4 Picasso BlueHDi 150Renault Grand Scénic dCi 130
Handling15050524446
Slalom10049514253
Lenkung10079797070
Geradeauslauf5037353737
Bremsdosierung3020211718
Bremsweg kalt15092768576
Bremsweg warm1501001069785
Traktion10040383736
Fahrsicherheit150134132134130
Wendekreis20951110
Kapitelbewertung1000610595574561
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Umwelt & Kosten

Mit einem Einstiegspreis von 25.770 Euro ist der Grand C-MAX 2.0 TDCi in diesem Quartett mit Abstand am günstigsten. Eine Mogelpackung ist er dennoch nicht. Klimaanlage, hintere elektrische Fensterheber und CD-Radio sind in der Trend-Ausstattung immerhin schon an Bord. Für 2100 Euro extra bietet Ford die Topvariante Titanium an, die dann auch viele Sicherheitsextras wie Reifenpannenwarner, Licht- und Regensensor sowie Nebelscheinwerfer beinhaltet.

Solche Extras sind im Citroën Grand C4 Picasso für 27.740 Euro bereits enthalten. Überhaupt ist der Franzose schon in der Basisvariante Seduction (BlueHDi 150) gut bestückt. 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und Klimaautomatik gehören ebenso zum Standard wie Bluetooth-Freisprecheinrichtung, USB- und Aux-Anschluss. Für einige Extras wie das Lounge-Paket samt Relax-Beifahrersitz müssen Kunden aber die 2100 Euro teurere Intensive-Ausstattung wählen.

Den 130 PS starken Dieselmotor im Renault Grand Scénic gibt es dagegen nur in der gut bestückten Bose-Edition ab 28.400 Euro. Hier sind sogar schon 17-Zoll-Alu-Räder, Bose-Soundsystem, Bluetooth-Freisprecheinrichtung und das integrierte TomTom-Navigationssystem enthalten. Weil Renault auch sonst nicht mit Extras geizt und wie Ford eine unbegrenzte Mobilitätsgarantie bietet, kann der Grand Scénic das Kostenkapitel für sich entscheiden.

Chancenlos bleibt dagegen der Opel Zafira Tourer, der in der Basisausstattung mit 28.250 Euro zwar nicht teurer ist, als Testwagen aber mit adaptivem FlexRide-Fahrwerk (980 Euro), den AGR-Ergonomie-Sitzen (390 Euro) und 17-Zoll-Rädern für 410 Euro bestückt war. All diese Extras gibt es erst ab der 950 Euro teureren Edition-Ausstattung. Mit knapp 31.000 Euro ist der Zafira Tourer damit der teuerste Testwagen.

Wer dennoch in der Basisvariante bleibt, muss ohne elektrische Fensterheber hinten, ohne Tempomat und ohne Mittelarmlehne auskommen.

Kosten / umweltMax. PunkteOpel Zafira Tourer 1.6 CDTI ecoFLEXFord Grand C-MAX 2.0 TDCiCitroën Grand C4 Picasso BlueHDi 150Renault Grand Scénic dCi 130
Bewerteter Preis675195218197207
Wertverlust5018201720
Ausstattung2517182323
Multimedia5019192731
Garantie/Gewährleistung5018271927
Werkstattkosten2012141414
Steuer108788
Versicherung4035353535
Kraftstoff5542424242
Emissionswerte2523212322
Kapitelbewertung1000387421405429
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Opel Zafira Tourer 1.6 CDTI ecoFLEX

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 10.70s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 193 km/h

Preis 30.980,00 €

Ford Grand C-MAX 2.0 TDCi

PS/KW 140/103

0-100 km/h in 10.20s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 200 km/h

Preis 27.070,00 €

Citroën Grand C4 Picasso BlueHDi 150

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 10.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 30.690,00 €

Renault Grand Scénic dCi 130

PS/KW 131/96

0-100 km/h in 10.10s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 195 km/h

Preis 28.790,00 €