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BMW X1 sDrive 18i und Mini Cooper S Countryman All4 im Vergleichstest

BMW X1 sDrive 18i und Mini Cooper S Countryman All4

Fahrdynamik

Einfach die in den Tiefen der Mittelkonsole versteckte „Sport“-Taste (130 Euro) drücken, DSC (ESP) deaktivieren – und schon kann der Spaß hinter dem Mini-Lenkrad losgehen: Trotz des hohen Schwerpunktes und immerhin 1452 Kilo Eigengewicht fegt der Countryman mit ebenso geringen Karosseriebewegungen los wie seine kleineren Brüder. Zur Lenkung passt die schnell zupackende Bremse, die mit kurzen Pedalwegen auskommt. Der Allradler zeigt sich nahezu unempfindlich für störende Lastwechselreaktionen, und sollten dennoch mal welche auftreten, fängt die ESP-Steuerung die Fuhre spät, aber sicher wieder ein. Unter Volllast schiebt der Cooper S brav über die Vorderräder und reagiert allein auf Belagwechsel mit einem kurzen Ruck an der Vorderachse. Traktionsprobleme gibt es nicht. Mit den rollwiderstandsoptimierten 205er Pirelli-Pneus bremst der Countryman verlässlich, fällt aber leicht hinter den noch besser verzögernden BMW X1 zurück. Ohne Sport-Taste muss der 34 PS schwächere Münchner den Rundkurs bewältigen. Der kompakte Bayer zeigt sich enorm fahrstabil, Traktionsprobleme treten beim Hecktriebler allein schon aus Kraftmangel kaum auf. Die Lenkung arbeitet präzise und weniger hektisch, die heftigen Karosseriebewegungen des X1 in schnellen Wechselkurven bringen eher den Fahrer aus dem Konzept als das Auto. Störende Lastwechselreaktionen wollen auch hier aggressiv provoziert werden.

FahrdynamikMax. PunkteBMW X1 sDrive 18iMini Cooper S Countryman All4
Handling1504965
Slalom1006074
Lenkung1008584
Geradeauslauf503635
Bremsdosierung251919
Bremsweg kalt1509085
Bremsweg warm1509787
Traktion1004481
Fahrsicherheit150133135
Wendekreis25711
Kapitelbewertung1000620676
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Umwelt & Kosten

Das Kopf-an-Kopf-Rennen geht weiter: Der 400 Euro teurere Mini setzt sich bei der AZ-Normausstatung durch. Nur die Metalliclackierung kostet 450 Euro extra. Der serienmäßig lediglich mit Stahlrädern ausgelieferte BMW X1 verlangt einen tieferen Griff ins Portemonnaie. Alu-Räder und Metalliclack kosten jeweils 660 Euro. Ein weiterer Vorteil des Countryman: Die prognostizierte Wertentwicklung orientiert sich an der ohnehin hohen Wertstabilität der Mini-Familie. 58,8 Prozent Verlust nach vier Jahren bedeuten 16 405 Euro. Der X1 verliert in der gleichen Zeit rund 600 Euro mehr – trotz des niedrigeren Grundpreises, der hier als Bemessungsgrundlage dient.

Bei Werkstattkosten, Versicherung oder Steuern liegen beide Kontrahenten ähnlich, mit leichten Vorteilen für den Mini. Erst bei den Garantien kann sich der Countryman wieder deutlicher absetzen. BMW bietet über seine Händler eine Mobilitätsgarantie für fünf Jahre, während Mini bei regelmäßiger Wartung in seinen Vertragswerkstätten eine zeitlich unbegrenzte Mobilität im Schadensfall offeriert.

Kosten / umweltMax. PunkteBMW X1 sDrive 18iMini Cooper S Countryman All4
Bewerteter Preis675201199
Wertverlust502021
Ausstattung251221
Multimedia50--
Garantie/Gewährleistung502028
Werkstattkosten201617
Steuer1089
Versicherung403231
Kraftstoff553433
Emissionswerte258688
Kapitelbewertung1000429447
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

BMW X1 sDrive 18i

PS/KW 150/110

0-100 km/h in 9.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 202 km/h

Preis 27.500,00 €

Mini Cooper S Countryman All4

PS/KW 184/135

0-100 km/h in 7.70s

Allradantrieb, permanent, 6 Gang Automatik

Spitze 210 km/h

Preis 27.900,00 €