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Markenvergleich: BMW 320d gegen VW CC 2.0 TDI im Test

Für die Linie

Markenvergleich Volkswagen gegen BMW: CC und Dreier im neuen Gewand – wer ist der Schönste im ganzen Land? Diesel-Vergleicn in der Mittelklasse

Zwischen klassischer Limousine und viertürigem Coupé verschwimmen die Grenzen zunehmend. Und so wildert der neue Schönling VW CC durchaus schon mal im Revier des ebenso jungen BMW 3er. Augenweiden sind beide – doch wer ist am Ende das bessere Auto? Im Innenraum hat trotz der fast 20 Zentimeter längeren Außenmaße des Wolfsburgers der Bayer die Nase vorn.

Mehr Kopffreiheit, eine tiefere Sitzposition und die größeren seitlichen Fensterflächen sorgen schon auf den vorderen Plätzen für ein besseres Raumgefühl. Im Passat-Ableger CC hat man durch die hoch installierte Bestuhlung zudem den Eindruck, etwas mehr auf als im Auto zu sitzen. Hinten dürften sich Mitfahrer im VW an der flach abfallenden Dachlinie und den winzigen Seitenscheiben stören.

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Die Kofferräume der beiden Viertürer sind mit 480 (BMW) und 532 Litern (VW) zwar ausreichend groß, lassen sich durch die flachen Öffnungen allerdings coupétypisch umständlich befüllen. Ganz und gar nicht umständlich präsentieren sich die beiden hingegen auf der Straße.

Vor allem der CC lässt sich wegen seiner geringen Lenkradkräfte fast spielerisch um enge Kurven zirkeln, schiebt dabei aber leicht über die angetriebenen Vorderräder. Das im Testwagen verbaute adaptive Fahrwerk DCC (1.085 Euro) hinterlässt im CC aber einen wenig komfortablen Eindruck. Selbst in der Comfort-Einstellung wirkt die Federung des 1,6-Tonners auf kurzen Bodenwellen überfordert.

Im Dreier erinnert die Abstimmung mit kleinen Lenkradwinkeln und super authentischer Rückmeldung eher an die eines Sportwagens. Wo der VW in Kurven längst die Segel streicht, zieht der Hecktriebler weiter stoisch seine Bahn. Umso erstaunlicher, dass der BMW sogar schlechte Straßen sehr ordentlich glattbügelt.

PREISLICH LIEGEN BEIDE AUF GLEICHEM NIVEAU
Das Sahnestück am neuen BMW 320d ist aber sein Antrieb. Kombiniert mit der Achtstufen-Automatik von ZF, lässt der Zweiliter-Diesel mit 380 Nm keine Wünsche offen. Bei Bedarf schiebt er bärenstark an, und seine Leistung von 184 PS reicht für Tempo 230 auf freier Autobahn. Dabei hängt der Selbstzünder bei jeder Drehzahl direkt am Gas und liefert trotz Turboaufladung eine vorbildlich harmonische Leistungsentfaltung.

Dass er obendrein sparsam ist, bewies schon der erste Vergleichstest (6,0 l). In diesem Vergleich stehen wegen dichteren Verkehrs während der Verbrauchsfahrt 6,7 Liter im Protokoll. Ein ebenso gutes Sparpotenzial beweist der VW CC mit dem 170 PS starken TDI-Motor (6,9 l).

Auch wenn das Ansprechverhalten nicht mit dem des BMW-Aggregats mithalten kann, liefert es jederzeit genug Kraft und dank des ultraschnellen Doppelkupplungsgetriebes auch den richtigen Gang. Beide Hersteller verlangen mindestens rund 38.000 Euro für ihre Schmuckstücke. Bei BMW sind die zahlreichen Extras einen Tick teurer.
Markus Schönfeld

FAZIT:
BMW 320d: Der neue 320d gewinnt mit fahrdynamischem Talent, sparsamem sowie kräftigem Antrieb. Als i-Tüpfelchen entpuppt sich die Achtstufen-Automatik
VW CC 2.0 TDI: Wer schön sein will, muss leiden. Im Fall des CC heißt das Verzicht auf die opulenten Platzverhältnisse eines Passat. Der Antrieb des 2.0 TDI passt dafür ideal

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