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BMW 428i vs. Mercedes E 250: Vergleich der Mittelklasse-Coupés

Schöner Verzicht

Auch der siebte Teil des Markenvergleichs wird in der Mittelkasse ausgetragen. Diesmal treten BMW 4er und Mercedes E-Klasse als Coupés an. Vergleichstest des 428i gegen den Mercedes E 250

Die Idee, mit relativ wenig Aufwand aus einer massenkompatiblen Limousine eine ungleich schickere, sportlichere Variante zu entwickeln, hat sich bewährt. Statt mit dem BMW 3er Coupé und dem Mercedes CLK haben wir es zwar nun mit BMW 4er und Mercedes E-Klasse Coupé zu tun, beide basieren jedoch technisch auf den erfolgreichen Mittelklasse-Limousinen BMW 3er und dem Vorgänger der aktuellen Mercedes C-Klasse. Trotz seiner Eleganz und Gediegenheit kann das Mercedes Coupé auch nicht verleugnen, dass es mit der großzügigen E-Klasse-Limousine in erster Linie nur die Bezeichnung teilt, denn sowohl vorn als auch im Fond zwackt es vor allem in der Breite ein wenig.

428i vs. E 250: Adaptive Dämpfer für den Komfort

Da bietet BMW mit dem 4er Coupé die etwas großzügiger geschnittene Alternative, und auch im Fond gibt es etwas mehr Platz für die Beine, wenngleich sich die Passagiere hier wie dort beim Einsteigen ziemlich krumm machen müssen. Aber Coupés gelten im Allgemeinen ja als Fahrerautos. Diese Rolle übernimmt der BMW sehr souverän mit seinem aufgeräumten Arbeitsplatz und dem hervorragend zu bedienenden iDrive-System.

Den Umgang der Comand-online-Befehlszentrale im Benz erlernt man dagegen nicht auf Anhieb. Dafür verwöhnt das E-Coupé mit sehr gediegener  Verarbeitung und erlesenem Fahrkomfort (adaptives Fahrwerk: 1178 Euro). Den bietet der BMW allerdings auch mit seinen adaptiven Dämpfern (1100 Euro), obwohl er in der Grundtendenz recht straff abgestimmt ist. Keine Chance lässt der 245 PS starke 428i dem E 250 Coupé (211 PS) in freier Wildbahn.

Zwar setzen beide Rivalen auf kultivierte, aber etwas belanglos klingende 2,0-Liter-Vierzlinder-Turbomotoren, der sparsame BMW entwickelt jedoch deutlich mehr Kraft, hat das schneller reagierende Getriebe (Sport-Automatik, 2350 Euro) und vermittelt zudem das präzisere, ausgewogenere Lenkgefühl (Sportlenkung, 300 Euro). Überdies ist der Mercedes mit einem Einstiegspreis von 47.600 Euro das deutlich teurere Auto, auch wenn er dem BMW (ab 41.400 Euro) die serienmäßige Automatik voraus hat.

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Jürgen Voigt