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Mittelklasse im Vergleich: BMW 3er, Mazda 6, Mercedes C-Klasse, Skoda Superb, VW Passat

Bewegung an der Basis

Fahrdynamik

Auch mit dem neuen 136 PS starken Einstiegs-Benzinmotor unter der Haube kann der BMW 3er in den fahrdynamischen Disziplinen überzeugen. Mit sehr guter Traktion und kräftig zupackenden sowie standfesten Bremsen wird der Münchener seiner Favoritenstellung in diesem Wertungskapitel gerecht. Allerdings ist seine Vorstellung auf dem Handlingkurs nicht gänzlich ohne Tadel: Zackiges Einlenken in spitze Biegungen quittiert der 316i mit recht starkem Untersteuern. Die Lenkung ist zwar präzise und direkt, erreicht aber insgesamt nicht ganz die Qualität des Mercedes-Pendants.

Auf der Teststrecke muss der 3er daher dem Mercedes knapp den Vortritt lassen. Um zwei Zehntelsekunden liegt die Rundenzeit des C 180 unter der des 316i. Dabei umrundet der Mercedes den Kurs mit stoischer Gelassenheit. Er liegt wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße, ausgeprägte Lastwechselreaktionen oder ein untersteuerndes Fahrverhalten sind ihm gänzlich fremd. Auch bei höheren Kurventempi bleibt er absolut unaufgeregt. Zudem kann der Stuttgarter auf dem Parcours seine Motoren-Power voll ausspielen.

Der Passat bewegt sich in puncto Handling-Qualitäten auf ähnlich hohem Niveau wie die C-Klasse. Er lässt sich zielgenau um die Ecken steuern und vermittelt mit seinem absolut vorhersehbaren Fahrverhalten ein gutes Sicherheitsgefühl. Wegen seines Leistungsmankos von 14 PS auf den BMW und sogar 34 PS auf den C 180 hat der VW in puncto Rundenzeiten aber eindeutig das Nachsehen: Pro Umlauf büßt er gegenüber beiden Kontrahenten fast drei Sekunden ein. Wie der BMW erzielt auch der VW Bremswege aus Tempo 100 bis zum Stillstand von unter 36 Metern. Mit 35 Metern bei warmer Bremsanlage setzt er sogar den absoluten Bestwert.

Rund viereinhalb Sekunden beträgt der Rückstand des Skoda beim Handling auf die zwei Vertreter aus Süddeutschland. Dafür ist aber nur bedingt die fehlende Leistung seines Motors verantwortlich zu machen. Mit seiner indirekten Lenkung, starkem Untersteuern und der nur mäßig dosierbaren Bremse macht der Superb keinen Hehl daraus, dass die forcierte Kurvenhatz nicht seine Sache ist.

Die Ehre des agilsten Fronttrieblers wird somit dem Mazda 6 zuteil. Leichtfüßig wedelt er durch den Slalom und macht mit seiner direkten Lenkung auch in Kurven richtig Spaß. Ist das ESP ausgeschaltet, reagiert er bei plötzlichen Lastwechseln nicht so lammfromm wie die in diesem Punkt absolut mustergültigen Skoda und VW, sondern erinnert ein wenig an einen Hecktriebler. Ähnlich wie der BMW drängt das Heck des Japaners bei abrupter Gaswegnahme in Kurven stark nach außen. Wer bei ausgeschaltetem ESP darauf vorbereitet ist, kann diese Reaktion in beiden Fahrzeugen aber bestens zur Steigerung des Fahrspaßes nutzen.

FahrdynamikMax. PunkteVW Passat 1.4 TSI BlueMotion TechnologyMercedes C 180BMW 316iSkoda Superb 1.4 TSI Green tecMazda 6 2.0 Skyactiv-G 145
Handling1504656563952
Slalom1005252565256
Lenkung1007277767074
Geradeauslauf504343384340
Bremsdosierung302020201820
Bremsweg kalt1509486987985
Bremsweg warm15010085978184
Traktion1004348484240
Fahrsicherheit150130128126129126
Wendekreis20101312107
Kapitelbewertung1000610608627563584
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Umwelt & Kosten

Mit einem Grundpreis von unter 24.000 Euro bietet der Skoda Superb 1.4 TSI viel Auto fürs Geld. Selbst wenn man die optionalen Leichtmetallfelgen mit einrechnet, bleibt der Tscheche etwas günstiger als der Mazda 6 2.0. Darüber hinaus erfreut der Skoda mit dem geringsten Wertverlust. Der Japaner punktet auf der Gegenseite mit den umfangreichsten Garantieleistungen und den niedrigsten Kraftstoffkosten. Mit weitgehend gleicher Technik wie der Skoda kostet der VW Passat 1.4 TSI zwar etwas mehr, dafür stehen für ihn Ausstattungsoptionen zur Wahl, die für den Tschechen nicht erhältlich sind. Hierzu zählen beispielsweise ein Abstandsregeltempomat oder eine Rückfahrkamera. Auch bei den Werkstattkosten punktet der VW gegenüber dem Skoda.

Der BMW 316i und der Mercedes C 180 spielen preislich gesehen in einer anderen Liga. Ausgestattet mit den bewertungsrelevanten Optionen kommen beide Testwagen recht deutlich über die 30.000-Euro-Marke. Der 3er macht mit den zweitgünstigsten Werkstattkosten und – dank des zweitbesten Verbrauchs – den geringeren Ausgaben fürs Tanken etwas Boden gut. Zudem ist seine Wertverlust-Prognose deutlich günstiger als die der C-Klasse.

Die Limousine mit dem Stern kontert im Gegenzug mit den deutlich längeren Laufzeiten bei der Durchrostungs- und bei der Mobilitätsgarantie. Darüber hinaus beeindruckt der Mercedes mit dem komplettesten Angebot an Multimedia-Ausstattungen. So bietet er unter anderem er als einziger serienmäßig eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung.

Kosten / umweltMax. PunkteVW Passat 1.4 TSI BlueMotion TechnologyMercedes C 180BMW 316iSkoda Superb 1.4 TSI Green tecMazda 6 2.0 Skyactiv-G 145
Bewerteter Preis675211176192233232
Wertverlust502216202321
Ausstattung251823181823
Multimedia502330252319
Garantie/Gewährleistung502827202833
Werkstattkosten201613151414
Steuer1099999
Versicherung403634343634
Kraftstoff554142434043
Emissionswerte252222222322
Kapitelbewertung1000426392398447450
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

VW Passat 1.4 TSI BlueMotion Technology

PS/KW 122/90

0-100 km/h in 10.30s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 205 km/h

Preis 28.160,00 €

Mercedes C 180

PS/KW 156/115

0-100 km/h in 8.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 225 km/h

Preis 34.993,00 €

BMW 316i

PS/KW 136/100

0-100 km/h in 8.90s

Hinterrad, 6 Gang manuell

Spitze 210 km/h

Preis 31.650,00 €

Skoda Superb 1.4 TSI Green tec

PS/KW 125/92

0-100 km/h in 10.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 204 km/h

Preis 24.790,00 €

Mazda 6 2.0 Skyactiv-G 145

PS/KW 145/107

0-100 km/h in 8.90s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 208 km/h

Preis 24.990,00 €