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BMW 225i Active Tourer vs. Mercedes B 250: Kompaktvans im Vergleichstest

Brückenschlag

FAHRDYNAMIK

Bei sportlicher Gangart gefällt der Mercedes mit narrensicherem, stets berechenbarem Fahrverhalten. An der Reifenhaftgrenze beginnt er nur leicht über die Vorderräder zu schieben, bevor er vom nicht vollständig deaktivierbaren ESP eingebremst wird. Kurviges Terrain meistert er mit minimalen Aufbaubewegungen sehr gelassen. Die Lenkung vermittelt dabei einen ordentlichen Fahrbahnkontakt. Demgegenüber wirkt der BMW deutlich agiler.

Seine variable Sportlenkung (350 Euro) verlangt zwar etwas Gewöhnung, erlaubt aber dann messerscharfes Zirkeln durch Radien jedweder Art. Die Lenkbefehle setzt der BMW zudem spontaner um als sein Konkurrent. Wer in flott gefahrenen Kurven vom Gas geht, erlebt ein gut kontrollierbar eindrehendes Heck, was die Handlichkeit des Vans unterstützt. Somit tragen die Bayern den Markenclaim „Freude am Fahren“  auch in das Segment der frontgetriebenen Vans. Nervig ist im Alltag jedoch der große Wendekreis von 12,6 Metern.

UMWELT/KOSTEN

Mit einem attraktiveren Grundpreis, den besseren Garantien, spürbar niedrigeren Kraftstoffkosten und geringerem Wertverlust gewinnt der Mercedes das Kostenkapitel dieses Vergleichstests. Einziger Wermutstropfen ist die mit Typklasse 25 recht hoch ausfallende Vollkasko-Einstufung. Der BMW führt etwas niedrigere Werkstattkosten ins Feld, lässt sich den dynamischen Fahrspaß ansonsten aber ordentlich bezahlen.

Elmar Siepen