Vergleichstest: BMW 125i - Mercedes A 250 Sport

BMW 125i | Mercedes A 250 Sport

Vergleichstest BMW 125i gegen Mercedes A 250 Sport: Selten brach ein Auto so radikal mit dem Vorgänger wie die neue A-Klasse. Der neue Kompakt-Mercedes ist flach und sportlich. Doch auch besser als der BMW 1er?

A ha, A-Klasse. Wenn hier nicht in kleinen Chromlettern A 250 auf der Heckklappe stünde, käme man nur schwerlich auf die Idee, dass der coupéhaft geduckte Kompaktwagen der direkte Nachfolger des seit 1997 gebauten kleinsten Mercedes sein soll. A-Klasse, das stand für Sandwich-Bauweise, hohe Sitzposition und verhaltene Dynamik.

Damit räumt der Neue so gründlich auf wie etwa vor 40 Jahren der erste VW Passat mit der heckmotorigen Betulichkeit seiner luftgekühlten Vorgänger. Die A-Klasse ist ein Edel-Kompakter – konzeptionell und technisch auf Augenhöhe mit der Konkurrenz, etwa dem ebenfalls gerade erst erneuerten Audi A3 und dem BMW 1er.

Zum ersten Vergleichstest tritt der neue Kompakt-Mercedes mit der stärksten Motorisierung und dem sportlichsten Ausstattungspaket an: als A 250 Sport mit 211 PS ab 36.860 Euro. Und bevor Sie jetzt nachrechnen, wie viel Mark das mal waren: Der 218 PS starke BMW 125i inklusive Achtstufen-Automatik ist reichliche 4460 Euro billiger als der A 250. Auf geht’s!

Karosserie

Ade, doppelter Boden, die neue A-Klasse kommt ohne die exotische Bauweise des Vorgängers aus. Das hat viele Vorteile wie etwa niedriger Schwerpunkt und weniger Bauhöhe, doch auch unbestreitbare Nachteile. Diejenigen der rund 2,1 Millionen Käufer, die den A gerade wegen seiner erhöhten Sitzposition schätzten, werden eher mit einer B-Klasse glücklich. Im Neuen sitzt man tief, ein wenig eingemauert zwischen den hohen Seitenwänden und der ausladenden Mittelkonsole.

Das Platzangebot auf den vorderen Plätzen ist einen Hauch knapper als im BMW 1er, gerade groß genug, ohne üppig zu sein. Deutlich beengter geht es im Fond zu. Knieraum und Kopffreiheit sind zwar ausreichend, doch der Einstieg ist wegen des schmalen Türausschnitts und des coupéhaft tiefgezogenen Dachs etwas beschwerlich. Das ist beim BMW jedenfalls etwas besser gelöst.

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Wichtiger sind der Premium-Kundschaft vermutlich ohnehin andere Eigenschaften. Etwa ein hochwertiges Ambiente und gediegene Verarbeitungsqualität. Da zeigt sich der Mercedes von seiner besten Seite. Okay, das aufpreispflichtige Kunststoff-Gefl echt in Kohlefaseroptik, mit dem Teile des Armaturenbretts bezogen sind, muss man nicht mögen. Doch es ist – wie alles andere im A – sehr sauber eingepasst. Karosserie und Interieur scheinen auch bei Holperfahrten überaus solide, da klappert und scheppert nichts. Der BMW kann da nicht ganz mithalten, vor allem die Werkstoffe im Innenraum könnten eine Spur hochwertiger sein.

Absolut premium sind die Rivalen bei der Sicherheitsausstattung. Die hat vor allem beim Mercedes schon serienmäßig mehr Zutaten zu bieten als bei vielen Konkurrenten die Aufpreislisten hergeben. So sind etwa der Müdigkeitswarner Attention Assist und der Aufprallwarner Collision Prevention Assist serienmäßig an Bord. Selbst der ebenfalls sehr gut ausstaffierte BMW 125i büßt da ein paar Punkte ein, weshalb der A 250 am Ende der Karosseriewertung vorn liegt.

KarosserieMax. PunkteMercedes A 250 SportBMW 125i
Raumangebot vorn1006365
Raumangebot hinten1004648
Übersichtlichkeit703538
Bedienung/ Funktion1008690
Kofferraumvolumen1002730
Variabilität1004040
Zuladung/ Anhängelast803827
Sicherheit150109102
Qualität/ Verarbeitung200185178
Kapitelbewertung1000629618
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