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Audi RS 6 Avant gegen Mercedes E 63 AMG T-Modell 2013: Power-Kombis im Vergleich

Wert-Transporter

Fahrdynamik

Mit dem bereits erwähnten „Dynamikpaket plus“, das unter anderem eine Lenkung mit variabler Übersetzung, ein aktives Hinterachsdifferenzial und das RS-Sportfahrwerk sowie Karbon-Keramikbremsen enthält, zeigt sich der Audi auf dem Handlingkurs wie zu erwarten von der schnellen Sorte. Dabei vermittelt er dem Fahrer stets ein sicheres Gefühl. Seine optionalen 21-Zoll-Räder (2000 Euro) samt 285er-Bereifung sichern ihm ein extrem hohes Querbeschleunigungspotenzial. An der Haftgrenze neigt er jedoch spürbar zum Untersteuern. Dank der radselektiven Drehmomentverteilung an der Hinterachse kann er dafür aber mit brachialem Schub und nahezu ohne Traktionsverluste aus Kurven wieder herausbeschleunigen. Der Stuttgarter wirkt insgesamt etwas agiler und setzt Lenkbefehle spürbar spontaner um. Schließlich lasten auf seiner Vorderachse auch 36 kg weniger Gewicht als auf der des Audi. Die Mercedes-Lenkung wirkt zudem feinfühliger. Darüber hinaus zeigt der mit serienmäßigem „AMG Ride Control-Fahrwerk“ samt adaptiver Dämpfer bestückte Kombi im Gegensatz zum RS 6 Avant weniger Untersteuern im Grenzbereich. Leichte Lastwechselreaktionen sind bei ihm – anders als im Audi – allerdings spürbar. Das serienmäßige Sperrdifferenzial an der Hinterachse sorgt zusammen mit dem Allradantrieb 4Matic aber für die nötige Traktion und reduziert beim Herausbeschleunigen aus Kurven den Schlupf ähnlich effizient wie der Audi. Was die Fahrsicherheit angeht, liegen beide in der Summe auf einem gleich hohen Niveau. Das gilt auch für die Bremsleistung, wobei die Mercedes-Bremse das bessere Pedalgefühl vermittelt.

FahrdynamikMax. PunkteAudi RS6 Avant 2013Mercedes E 63 AMG T-Modell S 4MATIC
Handling150111113
Slalom1007374
Lenkung1008790
Geradeauslauf504445
Bremsdosierung302226
Bremsweg kalt150110105
Bremsweg warm150104105
Traktion1008684
Fahrsicherheit150138138
Wendekreis20610
Kapitelbewertung1000781790
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Umwelt & Kosten

Eine gewisse Immunität gegenüber großen Summen sollten Interessenten für die beiden Boliden schon mitbringen. Schließlich ist es kein Problem, die Kaufpreise mit der gezielten Wahl von Extras gleich um mehrere zehntausend Euro weiter nach oben zu treiben. So repräsentiert der getestete Audi einen Gegenwert von satten 150.290 Euro, während der Mercedes auf immerhin 144.984 Euro kommt. Auch der Unterhalt erfordert finanzielle Schwindelfreiheit, besondere beim Mercedes. Mit höherem Wertverlust, teureren Versicherungsprämien und Werkstattkosten verliert er wichtige Punkte und damit auch dieses Kapitel.

Kosten / umweltMax. PunkteAudi RS6 Avant 2013Mercedes E 63 AMG T-Modell S 4MATIC
Bewerteter Preis6753535
Wertverlust5032
Ausstattung252325
Multimedia503831
Garantie/Gewährleistung502827
Werkstattkosten201210
Steuer1076
Versicherung402212
Kraftstoff551815
Emissionswerte252121
Kapitelbewertung1000207184
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi RS6 Avant 2013

PS/KW 560/412

0-100 km/h in 4.00s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 305 km/h

Preis 122.800,00 €

Mercedes E 63 AMG T-Modell S 4MATIC

PS/KW 585/430

0-100 km/h in 3.70s

Allradantrieb, permanent, 7-Stufen-Automatik

Spitze 280 km/h

Preis 122.535,00 €