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Drei Luxus-Cabrios im Test: Audi R8 Spyder, Mercedes SL 500 und Porsche 911 Carrera S Cabriolet

Audi R8 Spyder 4.2 FSI quattro | Mercedes SL 500 BlueEFFICIENCY | Porsche 911 Carrera S Cabriolet

Mit neuen Highend-Cabrios starten Porsche und Mercedes in die Saison 2012 – und nehmen auch den Audi R8 Spyder ins Visier

Wochenend und Sonnenschein – und dann mit Dir im Wind allein: Es gibt Autos, die machen Appetit auf Freizeit, Seele baumeln lassen und Dolce Vita generell. Autos vom Schlage des neuen Mercedes SL und des ebenso neuen Porsche 911 Carrera S Cabriolets gehören definitiv dazu, sorgen für Sternstunden im Alltag.

Und obwohl er schon ein bisschen älter ist, ist auch der Audi R8 Spyder zweifellos ein solches Auto. Er komplettiert dieses Trio edler und schneller Cabrios, die mit jeweils eigenem Grundlayout aufwarten: Beim Mercedes sitzt der große V8-Biturbo vorn, beim 911 Carrera S hechelt der Sechszylinder-Boxer – natürlich – hinten. Im R8 wiederum gurgelt und kreischt der V8 als Mittelmotor direkt hinter dem Fahrer. Wer macht das Rennen in diesem Kreis der Cabriolets jenseits der 100.000-Euro-Marke?

Karosserie

Der neue Porsche 911 Carrera S wuchs gegenüber seinem Vorgänger erheblich. Neben dem neuen SL, der ihn noch einmal locker um 15 Zentimeter überragt, wirkt der Porsche jedoch nach wie vor zierlich. Der Audi zeigt die typische Mittelmotor-Form und duckt sich besonders flach auf die Straße.

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Das bleibt nicht ohne Folgen für die Kopffreiheit. Der R8 ist sympathisch auf Maß geschnitten, viel Luft zum Räkeln bleibt da nicht. Das Raumgefühl im Porsche fällt erheblich großzügiger aus, woran auch die geringere Innenbreite nichts ändert. Und Platz für mittelgroßes Gepäck hat der 911 auch: Vorn warten 135 Liter Stauraum (Audi: 100 Liter), und auf den hinteren Notsitzen lassen sich auch noch zwei Reisetaschen verstauen und sogar anschnallen.

Darüber kann die SL-Besatzung nur lachen: Ist der erfreulich übersichtliche Hardtop-Roadster geschlossen, schluckt der Kofferraum über 500 Liter; reist man offen, dürfen es immer noch 364 Liter Gepäck sein. Auch wegen seines Platzangebots taugt der neue SL, dessen Gewicht Mercedes durch teuren Alu-Leichtbau gegenüber dem Vorgänger um 125 Kilogramm senkte, für lange Strecken: Selbst Basketball-Profis können sich strecken, ohne dem Nebenmann zu nahe zu kommen.

Bei der Sicherheit punktet der Mercedes ebenso stark, denn er bietet vieles serienmäßig und – wenn auch gegen Aufpreis – eine Fülle von Fahrerassistenzsystemen. So setzt er sich an die Spitze dieses Kapitels, obwohl er merkwürdige Schwächen zeigt: In Fahrt zum Beispiel lässt sich das Klappdach nicht bedienen, und serienmäßig gibt es nur ein manuelles Windschott.

Zur Kontrolle des Motorölstands muss man sich weit unter die Motorhaube beugen, die – wie auch der Kofferraumdeckel – mit breiten Fugen in die Karosserie eingepasst ist. Andere Hersteller lösen das besser. Andererseits leistet sich der Mercedes auf schlechten Straßen weniger Knistern und Knarzen aus dem Dachbereich als der Porsche und liegt bei der serienmäßig verbauten Materialqualität auf einem Niveau mit dem beeindruckend gemachten Audi.

KarosserieMax. PunkteMercedes SL 500 BlueEFFICIENCYPorsche 911 Carrera S CabrioletAudi R8 Spyder 4.2 FSI quattro
Raumangebot vorn100756662
Raumangebot hinten100080
Übersichtlichkeit70433323
Bedienung/ Funktion100848683
Kofferraumvolumen1004100
Variabilität100020
Zuladung/ Anhängelast8011136
Sicherheit1501188684
Qualität/ Verarbeitung200189187192
Kapitelbewertung1000561481450
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Inhaltsübersicht

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Porsche 911 Carrera S Cabriolet

PS/KW 400/294

0-100 km/h in 4.20s

Hinterrad, 7-Gang-Doppelkupplung

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Preis 118.442,00 €

Audi R8 Spyder 4.2 FSI quattro im Vergleichstest

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PS/KW 430/316

0-100 km/h in 4.70s

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Spitze 300 km/h

Preis 123.200,00 €