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Audi bis VW: 12 Kompakt-SUV im Megatest

Wer gehört zum alten SUV-Eisen?

MAZDA CX-5

Der 2,2-Liter-Diesel des Mazda CX-5 leistet 150 PS – und ist damit gemeinsam mit dem gleich großen Honda-Vierzylinder das leistungsstärkste Triebwerk im Feld. Zudem bietet das Biturbo-Aggregat mit 380 Nm das höchste maximale Drehmoment in diesem Vergleich.

Die Kraft seines Antriebs münzt der CX-5 in eindrucksvolle Fahrleistungen um. Mit 8,8 Sekunden für den Sprint von null auf 100 km/h bleibt er als einziger Kandidat unter der Neun-Sekunden-Marke. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 197 km/h ist er zudem genauso schnell wie der Audi Q3, und muss sich nur ganz knapp dem Mercdes GLA (200 km/h) geschlagen geben. Erkauft wird all dies allerdings mit einem nur durchschnittlichen Verbrauch von 6,8 Liter pro 100 Kilometer.

Auch bei den Fahrdynamik Tests muss der CX-5 mit seiner serienmäßigen 17-Zoll-Bereifung im Format 225/65 Federn lassen. So zählt er sowohl auf dem Handlingkurs wie auch im Slalom zu den langsameren Kandidaten. Weitere Punkte verliert der Mazda in puncto Bremsen, denn er benötigt als Einziger mit kalter wie warmer Bremsanlage mehr als 37 Meter, um aus Tempo 100 zum Stillstand zu kommen.

SELBSTBEWUSSTE PREISGESTALTUNG, UMFANGREICHE SERIENAUSSTATTUNG

Mindestens 31.090 Euro ruft Mazda für den CX-5 2.2 Skyactiv-D 150 AWD auf. Damit liegt der Japaner auf dem Preisniveau des VW Tiguan, nur die deutschen Premium-Hersteller sind noch teurer.

Im Gegenzug bietet der im Innenraum recht großzügig dimensionierte CX-5 einen beachtlichen Gegenwert, denn die Liste seiner serienmäßigen Ausstattungsdetails ist lang.

Unter anderem sind Notbremsassistent, Abstandswarner, Spurhalteassistent, Licht- und Regensensor, Tempomat, Klimaautomatik und Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit an Bord. In der Summe belegt der Mazda mit nur zwei Punkten Rückstand auf den Honda CR-V den siebten Rang.

MERCEDES GLA 

Der Mercedes GLA hat in diesem Vergleichstestfeld einen schweren Stand. Das liegt vor allem an der kompakten Karosserie des mit mehr Bodenfreiheit ausgestatteten A-Klasse-Derivats. Das Raumangebot fällt daher recht dürftig aus, im Fond bietet der GLA sogar den geringsten Platz von allen Kandidaten.

Gleiches gilt für das Gepäckabteil, das sich von 421 Liter nur auf maximal 1235 Liter erweitern lässt. Auch beim Fahrkomfort kann der Stuttgarter nicht glänzen. Die optionalen 18-Zöller schmälern den Komfort des bei niedrigen Geschwindigkeiten ohnehin etwas steifbeinigen Fahrwerks.

Bei flotterer Fahrt bessert sich das Ansprechverhalen der Feder-Dämpfer-Einheit jedoch zunehmend. Im Motoren- und Getriebekapitel kann sich der GLA dann wieder etwas besser in Szene setzen.

Sein 2,1 Liter großer und 136 PS starker Turbodiesel ermöglicht gute Fahrleistungen. Mit 200 km/h Höchstgeschwindigkeit ist der Mercedes beispielsweise der Schnellste im Feld. Auch das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe überzeugt mit einer gelungenen Stufung und den sanften Übersetzungswechseln, dürfte jedoch mitunter spontaner auf Beschleunigungswünsche reagieren.

Fahrdynamisch gibt sich der 1,6 Tonnen schwere GLA kaum eine Blöße. Er lenkt sehr willig ein und zeigt dank der straffen Fahrwerksabstimmung nur wenig Seitenneigung. Dazu passt die angenehm straffe und viel Rückmeldung bietende Lenkung, die zu den besten im Feld zählt. Auf dem Handlingkurs springt für den handlichen GLA somit die drittbeste Zeit heraus.

VORBILDLICHE SICHERHEITSAUSSTATTUNG, ABER SEHR HOHES PREISNIVEAU

36.509 Euro kostet der GLA 200 CDI in der Grundversion. Das sind immerhin 3500 Euro mehr, als BMW für den X1 verlangt. Der Audi Q3 ist sogar 4000 Euro günstiger. Auf der Habenseite kann der Mercedes allerdings seine geradezu vorbildliche Sicherheitsausstattung verbuchen, zudem ist in Verbindung mit dem Allradantrieb das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe ab Werk dabei.

Die Fülle seiner serienmäßigen und vor allem optionalen Sicherheitssysteme kann keiner seiner Konkurrenten bieten. Für einen der vorderen Ränge reicht es aber nicht. Der GLA teilt sich mit dem Kuga den achten Rang.

>>Teil 5

Alexander Lidl