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SUV-Vergleich 2012: Audi Q3 2.0 TDI gegen Audi Q5 2.0 TDI

Eine Frage der Größe

SUV-Vergleich: 2005 legte Audi den Grundstein für seine SUV-Historie. Weil der Q7 jedoch jede Garage sprengt, greifen Kunden mittlerweile lieber auf Q5 und Q3 zu. Welches Modell ist besser?

Als sich Audi Ende 2005 mit dem Q7 erstmals auf das SUV-Terrain wagte, griffen viele Kunden spontan zu, obwohl der füllige Q7 jede deutsche Normgarage sprengt – und meist auch die Belastbarkeit eines deutschen Normkontos.

Die Nachfrage ebbte jedoch schlagartig ab, als 2008 der kleinere Bruder Q5 debütierte, der zwar ebenfalls einen stattlichen Auftritt hinlegt, dabei aber viel handlicher, gefälliger und preiswerter ist. Befürchtungen, den Q5 könnte mit der Einführung des kompakten Q3 womöglich das gleiche Schicksal ereilen wie den Q7, haben sich bislang nicht bestätigt.

Wohl auch, weil Audi den Q3 deutlich unterhalb des Q5 positioniert, obwohl beide Modelle das aktuelle Audi-Einheitsdesign ziert, was sie einer gewissen Verwechslungsgefahr aussetzt (hier geht's zur SUV-Umfrage).

Audi: Im Q5 reist man mindestens eine Klasse besser

Sobald man jedoch die Innenräume beider SUV entert, wird die Rollenverteilung klar: Im Audi Q3 findet man vorn bequeme, hoch positionierte Sitze vor, fühlt sich aber durch die seitlichen Karosserieeinzüge und das nach vorn tief heruntergezogene Dach eher gedrungen untergebracht.

Im Reich der Kompakt-SUV zählt der Q3 – zum Beispiel im Vergleich zum VW Tiguan, mit dem er sich die technische Basis teilt – eher zu den kleineren Größen.

Ganz anders hingegen der Audi Q5. Hier fühlt man sich mindestens eine Klasse besser befördert - mit deutlich mehr Bewegungsfreiheit, was auch die Räumlichkeiten auf der Rückbank betrifft.

Dahinter geht es im fein ausgekleideten Gepäckabteil, das 540 bis 1520 Liter fasst, genauso großzügig weiter. Auch hier muss der kleinere Q3 passen, obwohl 460 bis 1365 Liter für die meisten Transportaufgaben ausreichen dürften.

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Motorseitig lassen sich beide SUV mit dem 2,0-Liter-Turbodiesel ausrüsten, der seine 177 PS über ein automatisches Siebengang-
Doppelkupplungsgetriebe (S tronic) auf alle vier Räder verteilt.

Dass der leichtere und kleinere Q3 die etwas besseren Fahrleistungen erreicht und 0,2 Liter pro 100 km weniger verbraucht, spielt in der Praxis keine große Rolle, denn flott und sparsam unterwegs ist man in beiden SUV.

Im Q3 ist der Motor quer installiert. Die Hinterräder werden nur bei Bedarf über eine Haldex-Kupplung automatisch zugeschaltet. Im Audi Q5 liefert der längs eingebaute und leiser arbeitende TDI unter Normalbedingungen 60 Prozent seiner Kraft an die Hinterachse.

Die Kraftverteilung wird jedoch – wie im Q3 – ständig der Fahrsituation angepasst. Daraus resultiert bei beiden ein stets sicheres, traktionsstarkes Fahrverhalten, wobei der Q5 weniger untersteuert, etwas beherzter bremst, nicht ganz so straff federt und zackiger einlenkt.

Bliebe noch die Preisfrage. Bei vergleichbarer Grundausstattung (inklusive Klima, Radio, Fensterheber) und ähnlich langen Aufpreislisten trennen Q3 (37.150 Euro) und Q5 realistisch kalkulierte 4900 Euro.

Fazit

Der Audi Q5 bietet für 4900 Euro mehr im Vergleich zum Q3 auch den entsprechenden Gegenwert. Vor allem die wesentlich besseren Platzverhältnisse geben den Ausschlag zu Gunsten des größeren SUV. Zudem kann der Q5 fast alles einen Tick besser: Er fährt dynamischer, leiser und komfortabler als der recht beengt wirkende Q3, der nicht mal im Verbrauch so richtig gegen den Q5 punktet. Manchmal kommt es eben doch auf die Größe an.
Jürgen Voigt

>>Alle technischen Daten finden Sie auf der nächsten Seite