Audi A4 B8: Alle Ausstattungen, Motoren, Preise - Mittelklasse Bestseller Oldie but Goldie

24.12.2013

So ganz frisch ist Audis Mittelklassebaureihe nicht mehr, man merkt es aber kaum. In fast allen Belangen ist der Audi A4 immer noch top. Kaufberatung

An die IAA 2007 kann sich wahrscheinlich kaum ein Mensch mehr erinnern, auch nicht daran, dass dort die heute noch aktuelle Baureihe Audi A4 B8 präsentiert wurde. Das letzte umfassende Facelift fand zwar bereits 2011 statt, dennoch wirkt der erfolgreiche Mittelklasse-Audi immer noch frisch. Das ist auch gut so, denn das aktuelle Modell muss noch bis 2015 durchhalten. Über eventuelle Mängel im Detail oder gar Verarbeitungsschwächen ist der A4 ohnehin erhaben. Noch immer schaffen es selbst die deutschen Premium-Konkurrenten kaum, an das makellose Finish des Ingolstädters heranzukommen. Sein Alter merkt man dem A4 höchstens im direkten Vergleich zu neueren Audi-Modellen an. So lässt sich das MMI-Bediensystem im A4 nicht ganz so flink und intuitiv bedienen wie etwa im kleineren A3, und der Armada an modernen Assistenzsystemen im A4 fehlt zum Beispiel die pre sense-Funktionalität, um Kollisionen zu vermeiden oder deren Folgen abzumildern.

Während Verarbeitung, Qualitätsanmutung sowie Geräuschdämmung immer noch zum Besten gehören, repräsentiert der Audi A4 lediglich Durchschnitt, was die Geräumigkeit angeht. Längere Etappen auf der Rückbank sind aber durchaus entspannt zu nehmen, allein der angenehmen Sitzpolsterung wegen, nur die Beinfreiheit könnte etwas größer sein. Für Urlaubsfahrten und sonstige Transportvorhaben ist in jedem Fall der Kombi Avant (Aufpreis zur Limousine: 1650 Euro) vorzuziehen. Hier lässt sich das Ladevolumen von 490 auf immerhin 1430 Liter erweitern. Dennoch überlässt Audi den Part des Familientransporteurs lieber Rivalen vom Schlag eines VW Passat, Skoda Superb oder Ford Mondeo.

Für die ganz softe Tour ist der Audi A4 mit seiner recht straffen Federungsabstimmung nicht wirklich der Richtige. Nimmt man jedoch Abstand von den optionalen 19-Zoll-Rädern und dem Sportfahrwerk (inklusive 20-mm-Tieferlegung, Serie bei Ausstattung Ambition), lässt es sich mit dem Federungskomfort auch auf schlecht gepflegtem Asphalt gut leben.

 

ALLES DABEI: VOM 120-PS-DIESEL BIS ZUM 450-PS-V8

Wenn es um den Antrieb geht, offeriert der A4 eine extrem große Bandbreite, die von 120 braven Diesel-PS bis hin zu 450 böse grollenden Achtzylinder-PS im Audi RS 4 Avant reichen. Für den Hausgebrauch kristallisieren sich aber eher Vierzylinder-Turbos heraus: der kultivierte und kräftige 1.8 TFSI-Benziner mit 170 PS oder natürlich einer der zahlreichen 2.0 TDI. Besonders die 177 PS starke Version des kultivierten Turbodiesels lässt kaum Wünsche offen. Bereits nach 8,3 Sekunden erreicht die Limousine Tempo 100, ist maximal 230 km/h schnell und verbraucht im Test nur 5,8 Liter pro 100 km. Zumindest auf trockenem Asphalt bringt der Fronttriebler seine beträchtliche Kraft ohne große Verluste und ohne übermäßiges Zerren in der Lenkung auf die Straße. Erst bei nasser Fahrbahn oder auf Schnee und Eis wünscht man sich den optionalen quattro-Allrad, der allerdings mit 2350 Euro zu Buche schlägt und sowohl Gewicht als auch den Verbrauch erhöht.

Doch auch als Fronttriebler beweist der Audi A4 durchaus sportliches Talent und hält selbst bei hohem Tempo neutral und sicher den Kurvenradius. Viel mehr Dynamik kann man von einem vorderradangetriebenen Mittelklässler nicht erwarten.

Zwar bleibt der Ingolstädter in seiner Preisgestaltung knapp unterhalb der Mitbewerber aus Stuttgart und München, dennoch ist der Audi A4 weder preiswert noch besonders reichhaltig ausgestattet. Dafür lässt die Liste der Aufpreis-Extras noch reichlich Spielraum.

 

KAUFTIPP

Audi A4 2.0 TDI heißt die Empfehlung gleich in mehreren Leistungsstufen. Von denen erweist sich die 177-PS-Version (ab 34.700 Euro) als gleichermaßen kräftig wie sparsam. Sehr kultivierte Benziner-Alternative: der A4 1.8 TFSI (170 PS, ab 31.500 Euro).

Verarbeitung und Qualität liegen auf höchstem Niveau in der Mittelklasse. Wirklich vorwerfen lässt sich der Audi nichts
Die Preisgestaltung ist genauso premium wie der Anspruch. Raumangebot und Federungskomfort sind guter Durchschnitt

Jürgen Voigt

Jürgen Voigt

Jürgen Voigt

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