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Vergleich Oberklasse-Limousinen: Audi A6, BMW 5er, Jaguar XF und Lexus GS

Das erste WM-Finale

Fahrdynamik

Zusätzlich zum serienmäßigen quattro-Antrieb ist der Audi mit dem 1050 Euro teuren Sportdifferenzial an der Hinterachse ausgestattet, das die Kraft zwischen den beiden Hinterrädern variabel verteilt. Das Ergebnis verblüfft: Gibt man im Kurvenverlauf stärker Gas, dreht sich der A6 weiter in die Kurve ein und wird noch schneller, anstatt wie die Rivalen mit wimmernden Reifen über die Vorderräder zu schieben. Das Ergebnis ist nicht nur die Bestzeit im Slalom. Besonders auf der Handlingstrecke kann er die übrigen drei regelrecht deklassieren.

Der Audi A6 absolviert den mit zahlreichen schnellen Kurvenpassagen gespickten Handlingkurs des Contidrom in 1:46,1 Minuten, BMW, Jaguar und Lexus benötigen dafür mindestens drei Sekunden länger. Ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie gut das System funktioniert. 535i und GS sind beide mit mitlenkenden Hinterrädern ausgestattet (jeweils als Option), was zwar den Lenkwinkelbedarf spürbar reduziert, aber insbesondere beim Slalom durchaus etwas Gewöhnung bedarf. Beide überzeugen jedoch mit guter Beherrschbarkeit. Der Lexus präsentiert sich in der F Sport-Ausführung allerdings als das fahraktivere Auto, das zudem weniger zum Untersteuern neigt als der 5er.

Der Jaguar XF leidet an der gefühllosen, indirekten Lenkung, schiebt am frühesten über die Vorderräder und beantwortet harte Bremsmanöver auf welligem Belag als einziger mit einem unruhigen Heck. An der Qualität seiner Bremsen gibt es allerdings nichts zu kritisieren: Mit Werten von 34,3 (kalt) und 34,0 Metern (warm) legt der Brite die beste Bremsperfomance der vier Limousinen an den Tag. Allerdings verzögert auch der Rest des Felds auf durchgehend hohem Niveau. Bei der Dosierbarkeit muss der Lexus der Konkurrenz den Vortritt lassen, doch auch seine Bremsanlage steckt die Strapazen auf dem Handlingkurs ohne Ermüdungserscheinungen klaglos weg.

FahrdynamikMax. PunkteAudi A6 3.0 TFSI quattroBMW 535iLexus GS 450hJaguar XF 3.0 Kompressor
Handling15090757776
Slalom10066636659
Lenkung10087847975
Geradeauslauf5042413840
Bremsdosierung3019211718
Bremsweg kalt150968490107
Bremsweg warm1501089594110
Traktion10090404285
Fahrsicherheit150130125126120
Wendekreis2059108
Kapitelbewertung1000733637639698
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Umwelt & Kosten

Mit einem Basispreis von 52.450 Euro ist der Audi A6 3.0 TFSI quattro das günstigste Auto im Feld – und das trotz serienmäßigen Allradantriebs. Der BMW kostet bereits 53.690 Euro inklusive Achtstufen-Sportautomatik. Auch die Leasingrate fällt mit 605 zu 484 Euro deutlich höher aus. Der sehr gut ausgestattete Lexus GS 450h schlägt mit 54.750 Euro zu Buche, das von uns getestete F Sport-Modell, unter anderem mit Voll-LED-Scheinwerfern, Navi und 19-Zöllern, kostet allerdings happige 17.050 Euro Aufpreis.

Jaguar verlangt für den XF 3.0 Kompressor AWD 55.900 Euro, die Version ohne Allradantrieb kostet 3000 Euro weniger.

Kosten / umweltMax. PunkteAudi A6 3.0 TFSI quattroBMW 535iLexus GS 450hJaguar XF 3.0 Kompressor
Bewerteter Preis6759910485113
Wertverlust5011111110
Ausstattung2523232323
Multimedia5027312725
Garantie/Gewährleistung5028202522
Werkstattkosten2014141412
Steuer108897
Versicherung4033312527
Kraftstoff5530323628
Emissionswerte2522222322
Kapitelbewertung1000295296278289
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A6 3.0 TFSI quattro

PS/KW 310/228

0-100 km/h in 6.00s

Allradantrieb, permanent, 7-Gang-Doppelkupplung

Spitze 250 km/h

Preis 62.890,00 €

BMW 535i

PS/KW 306/225

0-100 km/h in 5.50s

Hinterrad, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 60.450,00 €

Lexus GS 450h

PS/KW 292/215

0-100 km/h in 6.50s

Hinterrad, Leistungsverzweigtes, stufenloses Planetengetriebe

Spitze 250 km/h

Preis 71.800,00 €

Jaguar XF 3.0 Kompressor

PS/KW 340/250

0-100 km/h in 5.70s

Allradantrieb, permanent, 8-Stufen-Automatik

Spitze 250 km/h

Preis 55.900,00 €