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Audi A3 Sportback vs. Mercedes A 180 BlueEFF. ED.: Vergleich

Kompaktes Duo

Jetzt passt die A-Klasse ins klassische Kompakt-Segment, in dem der A3 Sportback schon jahrelang räubert. Welcher schicke Viertürer bietet mehr? Vergleich

Wer einen A3 mit vier Türen haben will, muss den Sportback wählen, die A-Klasse von Mercedes gibt es hingegen nur als Fünftürer. Im Vergleich treten die beiden süddeutschen Premiumkompakten mit aufgeladenen Benzinmotoren an. Der Vierzylinder des Mercedes holt 122 PS aus 1,6 Liter Hubraum, der Audi-Direkteinspritzer (140 PS) mit Zylinderabschaltung ist 1,4 Liter groß. 

Im Alltag überzeugt die A3-Antriebseinheit mit direkterer Gasannahme, kürzerer Getriebeübersetzung und knackiger Schaltung. Allerdings genehmigt sich der Sportback im Test einen halben Liter mehr Super – trotz Zylinderabschaltung. Denn die wird erst aktiv, wenn man das Gaspedal nur streichelt, also bei flüssiger Stadt- oder Überlandfahrt. Dann werden die Zylinder zwei und drei kurzzeitig stillgelegt – der Fahrer bekommt davon so gut wie nichts mit. 

Der Mercedes ist neben der Start-Stopp-Automatik mit einer langen Getriebeübersetzung ausgestattet, sodass er den Audi beim Verbrauchstest schlägt. Dafür gefällt der Federungskomfort des A3 dank adaptiver Dämpfer (1200 Euro) besser. Vor allem grobe Fahrbahnunebenheiten verarbeitet der Audi souveräner. Die A-Klasse federt mit herkömmlichem Fahrwerk aber ebenfalls nicht bockhart, sondern stellenweise einfach nur etwas weniger sensibel. Vorn bietet der Audi kaum mehr Platz als der Mercedes, während sich die Passagiere hinten über ein spürbar besseres Raumangebot freuen dürfen. Das Gepäckabteil ist ebenfalls größer.  

Vergleich: DAS AUDI-COCKPIT WIRKT REDUZIERT 

Wenige Schalter, Knöpfe und Tasten, so präsentiert sich das A3-Cockpit – wenn die Multimediabedienung im MMI (Multi Media Interface) gebündelt ist. Dann steuert man die meisten Funktionen über einen Dreh-Drück-Steller mit Touchpad, auf dem mit dem Finger Buchstaben und Zahlen eingegeben werden können.

Die Klimaeinheit liegt angenehm hoch, und es gibt viele praktische Ablagen. Im Mercedes ist weniger Raum für Kleinkram zu finden. Zwar funktioniert die Multimediabedienung mit dem Comand-System einwandfrei, allerdings sind die Drehregler und Tasten der Klimaanlage sehr tief positioniert, sodass ihre  Bedienung während der Fahrt zu viel Aufmerksamkeit fordert.

Qualitativ liegen A3 Sportback und A-Klasse quasi auf einem Niveau, preislich trennen die beiden 812 Euro zugunsten des Audi. Wer mehr als nur das jeweilige Basismodell fahren will, sollte aber nochmal ein paar Tausender zusätzlich einplanen, denn die Extras in den langen Ausstattungspreislisten sind teuer.

>>Fazit und technische Daten

Paul Englert