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Audi A3 vs. VW Jetta: Kompakte Limousinen im Vergleich

Stufenlösung

FAHRKOMFORT

Obwohl die Kompakt-Limousinen mit optionalen Sportfahrwerken und 17-Zoll-Rädern ausgerüstet sind, bieten sie ordentlichen Federungskomfort. Auf vernarbtem Asphalt zeigt sich der A3 aber eine Spur sensibler als der Jetta. Unter voller Beladung nimmt darüber hinaus seine Neigung zu Aufbaubewegungen etwas ab und der Federungskomfort zu. Die Ingolstädter Sitze betten mit straffer Polsterung und ausreichend dimensionierten Seitenwangen die Passagiere überaus kommod – zumindest vorn. Im Fond dagegen müssen Langbeinige ihre Beine stärker anwinkeln als im Jetta.

Davon abgesehen, wird sich, wer öfter auf Langstrecken unterwegs ist, am wohlkomponierten Klangbild der Fahrgeräusche des Bayern erfreuen. Im Volkswagen drängen sich die Abrollgeräusche etwas stärker in den Vordergrund. Laut Messprotokoll ist der Jetta allerdings das etwas leisere Auto. Zwar bietet der VW größere Türablagen als der Audi, verzichtet ansonsten aber auf einen automatischen Motorhaubenaufsteller und eine stufenlose Sitzlehnenverstellung. Auch der Bildschirm seines Navigationssystems ist in Sachen Darstellung und Auflösung im Gegensatz zu dem im Audi nicht mehr auf der Höhe der Zeit.

MOTOR/GETRIEBE

Beide Testkandidaten sind mit gleichen Motoren ausgerüstet. Der 1,4-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung leistet jeweils 125 PS und schickt in beiden Fällen 200 Nm Drehmoment auf die Kurbelwelle. Das reicht zwar nicht für Temperamentsausbrüche, so doch aber für zügiges Fortkommen inklusive ordentlicher Laufruhe. Größer als die Differenzen bei der Beschleunigung auf 100 km/h  (Audi: 9,2 s, VW: 9,5 s) sind die Unterschiede, die in der Elastizitätsprüfung zutage treten, insbesondere im sechsten Gang.

Hier bleibt der Jetta 1,9 Sekunden hinter der A3 Limousine zurück. Subjektiv macht der Jetta außerdem den Eindruck, im Drehzahlkeller nicht ganz so spontan anzusprechen. Die erzielbaren Höchstgeschwindigkeiten von 212 km/h im Audi und 206 km/h im VW können zwar hohe Reiseschnitte ermöglichen, benötigen aber etwas Anlauf. An der Tankstelle hat wiederum der Ingolstäder mit einem Testverbrauch von 7,0 Litern die Nase knapp vor dem Wolfsburger (7,2 Liter). Tadellos lassen sich die beiden Sechsgang-Getriebe schalten.

Elmar Siepen