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City-Car-Vergleich 2013: Audi A1 gegen Fiat 500, Mini One und Opel Adam

Kleine Herzensbrecher

Fahrkomfort

Nicht zu hart, nicht zu weich: Die Sitze des Mini sind vorn angenehm straff und auch auf längeren Strecken sehr bequem. Gleiches gilt für die A1-Sitze, während das Adam-Gestühl etwas zu weich gepolstert ist. Auf der Rückbank reist man allerdings nirgends mit so viel Sitzkomfort wie auf den tiefen Polstern des Mini. Dafür sorgen im Audi die weit nach vorn schiebbaren Vordersitze und die breiten Türöffnungen für den bequemsten Einstieg nach hinten. Genau wie in Fiat und Opel stört auf Dauer aber die zu aufrechte Sitzposition. Im Italiener fallen zudem die Sitzflächen am kleinsten aus.

Auch in Sachen Ergonomie kann der Stadtfloh aus Turin nicht mit seinen Gegnern mithalten – besonders wegen der kleinen und schlecht erreichbaren Ablageflächen. Der Innenraum des Adam ist durchdachter gestaltet und offeriert größere Fächer in Mittelkonsole und Türen. Allerdings büßt er wegen seines unpraktischen Laderaums Punkte ein. Nützlich im Audi: Befestigungshaken für Einkaufstüten im Kofferraum.

Seinen ausgewogenen Charakter verteidigt der Audi A1 zudem beim Federungs- und Geräuschkomfort. Er erzielt die niedrigsten Schalldruckwerte und weist die geringsten Abrollgeräusche auf. Das fördert den Komfort ebenso wie die feinfühlig agierende Federung – nur die Hinterachse zeigt sich bei Kanten bockig. Opel und Mini liegen dicht beisammen, wobei der Adam auf Unebenheiten mehr Fahrwerksgeräusche erzeugt und einen präsenteren Motor besitzt. Der Brite ist straffer, aber nicht unkomfortabel abgestimmt. Negativ fallen bei Autobahntempo nur die lauteren Windgeräusche auf. Am wenigsten überzeugt hier der Fiat: Sein Motor dröhnt, und die Federung agiert am unsensibelsten.

FahrkomfortMax. PunkteAudi A1 1.2 TFSIMini One MinimalistOpel Adam 1.4 ecoFLEXFiat 500 0.9 TwinAir
Sitzkomfort vorn15090877869
Sitzkomfort hinten10032383430
Ergonomie150120110102100
Innengeräusche5035313325
Geräuscheindruck10059555237
Klimatisierung5030193028
Federung leer2001061029390
Federung beladen2001021009086
Kapitelbewertung1000574542512465
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Motor & Getriebe

Unter der kurzen Mini-Haube arbeitet der gedrosselte Benziner aus dem stärkeren Cooper-Modell, im Mini One leistet der 1,6 Liter große Sauger 98 PS. Damit ist der Bayer mit britischen Wurzeln der Kraftmeier in diesem Quartett. Zudem verfügt er als einziger über ein Sechsgang-Getriebe, während sich die Konkurrenz mit fünf Fahrstufen begnügen muss. Die Folge: Der Mini bietet die besten Beschleunigungswerte sowie die höchste Endgeschwindigkeit und erfreut mit dem niedrigsten Verbrauch (5,7 l/100 km). Mini und Opel treten in der Minimalist- (400 Euro) beziehungsweise ecoFLEX-Variante (355 Euro) zum Test an. Erst dann verfügen die beiden Kleinen über eine Start- Stopp-Automatik. Audi und Fiat bringen dieses System bereits serienmäßig mit. Einziger Wermutstropfen des Mini bleiben die mäßigen Elastizitätswerte, hier muss der Fahrer öfters zum knackig geführten Hebel des lang übersetzten Getriebes greifen, damit es flott vorangeht.

Audi und Fiat vertrauen auf aufgeladene Motoren, wobei die Italiener mit dem Zweizylinder einen Sonderweg bestreiten. Gerade einmal 0,9 Liter Hubraum misst der Gleichläufer und entwickelt dennoch stattliche 85 PS und 145 Nm, die bereits ab 1900 Touren parat stehen. Mindestens so viele Umdrehungen sollten auch anliegen, darunter liefert das Triebwerk nur wenig Durchzugskraft und nervt mit unschönen Vibrationen sowie aufdringlichem Motorsound. Der Parallel-Twin hat mit dem 1045 kg leichten Italiener wenig Mühe und verhilft ihm zum zweitbesten Verbrauch (5,9 l/100 km) und den besten Elastizitätswerten.

Im Opel Adam werkelt ein alter Bekannter aus dem Opel Corsa. Der wenig durchzugsstarke 87-PS-Ottomotor will fleißig gedreht werden, soll es zügig vorangehen, entschädigt dafür aber mit ordentlicher Drehfreude. Dass er bei der Elastizitätsmessung mit dem deutlich durchzugsstärkeren A1 nahezu gleichauf liegt, hat er der kurzen Getriebeübersetzung zu verdanken. Die Schattenseite dieser Auslegung ist aber das hohe Drehzahlniveau besonders bei flotter Autobahnfahrt, das zum höchsten Testverbrauch von 6,5 Litern beiträgt. Auch in puncto Reichweite rangiert der Rüsselsheimer mit 585 Kilometern am Ende des Feldes. Am weitesten kommt man mit dem Audi, dessen 45-Liter-Tank einen Aktionsradius von 726 Kilometern zulässt.

Auch in den übrigen Disziplinen hinterlässt der laufruhige, wenngleich wenig drehfreudige Zweiventiler des Audi A1 einen guten Eindruck. Er gefällt mit seinem vibrationsarmen Laufverhalten und dem leisesten Motorgeräusch. Das passend gestufte Fünfgang-Getriebe lässt sich spielerisch bedienen, dürfte aber ruhig etwas präziser zu schalten sein.

Motor und getriebeMax. PunkteAudi A1 1.2 TFSIMini One MinimalistOpel Adam 1.4 ecoFLEXFiat 500 0.9 TwinAir
Beschleunigung15088938784
Elastizität10069516772
Höchstgeschwindigkeit15038433533
Getriebeabstufung10078857470
Kraftentfaltung5032302722
Laufkultur10063605842
Verbrauch325264274258270
Reichweite2513131011
Kapitelbewertung1000645649616604
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Inhaltsübersicht

Autos im Test

Audi A1 1.2 TFSI

PS/KW 86/63

0-100 km/h in 11.30s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 180 km/h

Preis 19.200,00 €

Mini One Minimalist

PS/KW 98/72

0-100 km/h in 10.60s

Vorderrad, 6 Gang manuell

Spitze 186 km/h

Preis 18.940,00 €

Opel Adam 1.4 ecoFLEX

PS/KW 87/64

0-100 km/h in 11.40s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 176 km/h

Preis 14.905,00 €

Fiat 500 0.9 TwinAir

PS/KW 86/63

0-100 km/h in 11.90s

Vorderrad, 5 Gang manuell

Spitze 173 km/h

Preis 15.400,00 €