Ratgeber: Die besten Auto-Staubsauger Power versus Schmutz

02.07.2015

Wer sein Auto möglichst sauber halten will, kommt um einen kraftvollen Auto-Staubsauger nicht herum. Doch es gelten neue EU-Richtlinien, die den Staubsaugern kleinere Motoren vorschreiben.

Die neuen Geräte dürfen nicht mehr Leistung als 1600 W bringen. Saugen die Geräte deshalb schlechter? Worauf Sie beim Kauf achten sollten, welche Probleme es gibt und was einen guten Auto-Staubsauger ausmacht, wird im Folgenden erklärt.


Weniger Watt = weniger Power?


Die zulässige Wattzahl für Staubsauger ist in der EU-Ökodesign-Richtlinie verzeichnet. Diese legt nämlich fest, dass

•    ab September 2014 nur noch Geräte mit maximal 1600 W hergestellt werden dürfen und
•    ab 2017 wird das Limit weiter auf 900 W abgesenkt.

Hinter diesen Vorgaben steckt ein durchaus nachvollziehbarer Grundgedanke. Hersteller müssen nun in die technische Weiterentwicklung investieren und bei erheblich geringerem Energieverbrauch eine mindestens gleich gute oder sogar bessere Leistung anbieten.

Unabhängige Tests haben festgestellt, dass es bei der Saugleistung in erster Linie nicht auf die Motorkraft ankommt, sondern auf die technisch durchdachte Konstruktion des gesamten Staubsaugers.

Im Detail heißt das, dass zum Beispiel die Saugdüsen aerodynamisch ausgeformt und optimal auf das Gerät abgestimmt sein müssen. Damit die neuen Geräte überhaupt für den Verkauf zugelassen werden, müssen sie mindestens 70 % des Staubes aus Stoffen und Teppichböden entfernen. Ab 2017 liegt dieser Wert sogar bei 75 %.

Das Energielabel auf Staubsaugern
Ebenfalls neu ist, dass auf allen Staubsaugern nun ein Energielabel prangen muss. Das Gerät wird in die Kategorien A bis G eingeordnet. Auf dem Label können Verbraucher ablesen, wie viel Kilowattstunden pro Jahr für den Betrieb eines Staubsaugers nötig sind. Der maximal zulässige Wert liegt bei 62 kWh. Wer genauer hinschaut, entnimmt dem Energielabel Informationen über die Reinigungswirkung, die Lautstärke und die Staubemission.

Beutellose Auto-Staubsauger
Schon seit längerem sind Bodenstaubsauger ohne Beutel auf dem Markt. Das hat zwei Gründe. Zum einen sind sie auf lange Sicht kostengünstig, denn Verbraucher müssen keine neuen Staubbeutel nachkaufen. Zum zweiten soll die Technik dafür sorgen, dass die Saugkraft auch nach Jahren nicht verloren geht. Das ist leider nicht immer der Fall.

Beutellose Zyklonsauger funktionieren so, dass die eingesaugte Luft hintereinander in mehrere Wirbel versetzt wird. Durch die hohen Fliehkräfte trennt sich der Schmutz von der Luft. Der Schmutz fällt in einen Auffangbehälter. Ganz zum Schluss kommt ein Feinstaubpartikelfilter zum Einsatz, der die kleinsten Schmutzpartikel abfängt. Je nach Anzahl der Verwirbelungsstufen ist das Ergebnis mittelmäßig bis hervorragend. Positiv ist, dass beutellose Staubsauger in ihrer Leistung erst dann nachlassen, wenn der Auffangbehälter gefüllt ist. Negativ ist allerdings der hohe, sirrende Ton vieler Kleingeräte, der an die Nerven gehen kann. Gerade beim Saugen in einem PKW ist die Geräuschkulisse recht unangenehm. Was außerdem aufgefallen ist: Das Auswaschen der Auffangbehälter ist umständlich.

Auto-Staubsauger mit Beutel
Beliebt sind Auto-Staubsauger mit Beutel. Über 2/3 aller Verbraucher greifen zu dieser klassischen Variante. Vorteile sehen sie darin, dass der Staubsaugerbeutel schnell und sauber gewechselt werden kann. Doch ein Nachteil ist nicht von der Hand zu weisen. Beutelstaubsauger lassen in ihrer Leistung nach, je voller der Staubbeutel ist. Außerdem sind die Staubbeutel nicht ganz billig. Zum einen müssen sie luftdurchlässig sein, und zum anderen dürfen sie keine noch so kleinen Schmutzpartikel durchlassen.

 


Pollenalarm im Pkw
Damit es beim Saugen im PKW-Innenraum mit einem Beutelstaubsauger nicht zu einem Staub-Desaster kommt, sind Staubsauger mit mehreren Filterstufen generell vorzuziehen. Der Staubbeutel ist der erste Filter gegen Schmutz, Pollen und auch Milben. Danach folgt der Motorschutzfilter. Sollte der Staubsaugerbeutel einmal reißen, beschützt der Motorschutzfilter den Motor vor Verunreinigungen, die zu schweren Schäden führen könnten. Der dritte Filter liegt vor dem Abluftrohr. Dieser fängt den letzten Schmutz auf, bevor die Luft wieder in den PKW-Innenraum abgegeben wird.

Für Allergiker ist eine gute Filterung ein wesentliches Kaufargument, denn Feinstaub reizt die Atemwege und die Lunge. Für Heuschnupfenpatienten ist ein staubiger Pkw-Innenraum ein Horrorszenario. Nach einer Schätzung des Verbandes Deutscher Allergologen (ÄDA) leiden rund 20 Millionen Menschen alleine in Deutschland unter Heuschnupfen.

Passende Düsen für bessere Saugergebnisse
Der Innenraum eines Autos stellt spezielle Anforderungen an die Düsen. Diese sollten entsprechend geformt sein, um auch im letzten Winkel für Staubfreiheit zu sorgen. Beim Kauf eines geeigneten Gerätes sollten sich Verbraucher deshalb die Aufsätze des Gerätes ganz genau anschauen. Fugendüsen sind schlank geformt und an der Spitze abgeflacht. Sie sind ideal zum Reinigen von Ecken, Fugen und Kanten. Spezielle Bürsten rücken dem Staub auf Polstern und Ablageflächen zu Leibe. Mit einer Saugbürste, auch Saugpinsel genannt, lassen sich kratzempfindliche Gegenstände absaugen. Dazu gehören zum Beispiel poliertes Holz oder die Verglasung der Anzeigegeräte. Saugen alleine reicht jedoch für die Pflege empfindlicher Oberflächen nicht aus. Es gibt hierfür spezielle Pflegemittel. Nicht zuletzt sind Turbobürsten erhältlich, die für die Teppiche im Fußraum oder für den Kofferraum konzipiert wurden.

Kabellose oder kabelgebundene Auto-Staubsauger
Die meisten Hersteller bieten Einzelgeräte in kabelloser Form an. Doch es gibt auch Produkte, die kabelgebunden sind und meist eine Erweiterung eines Bodenstaubsaugers darstellen. Ideal in der Handhabung sind kleine, saugstarke kabellose Geräte mit möglichst umfangreichem Zubehör an Düsen. Denn das Hantieren mit einem Bodenstaubsauger auf der Straße scheitert oft schon daran, dass keine Steckdose in der Nähe ist.

Praxistipp Staubsaugen
Um das bestmögliche Saugergebnis zu erzielen, sollte das Handgerät mit einer Düse ausgestattet werden, die den Anforderungen entspricht. Kombidüsen, flexible Fugendüsen sowie Turbo-Bürstenaufsätze gelten als passendes Zubehör. Bevor die Innenraumreinigung startet, sollte der Auto-Staubsauger von sichtbaren Fusseln und Flusen befreit werden. Oft kleben diese noch im Bürstenkranz. Wer diese vor dem Einsatz entfernt, erleichtert sich den Saugvorgang und muss sich nicht über schlechte Ergebnisse ärgern. Ob Neuwagen, Youngtimer oder Oldtimer - alle Fahrzeuge wollen schließlich gepflegt werden.

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